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Rezension zu "Every little Thing"

Every little thing - Samantha Young
Nach einem eher gemäßigtem Auftakt konnten mich die Protagonisten Bailey und Vaughn in ihren Bann ziehen

Every little thing - Samantha Young

Verlag: ullstein
Seiten: 512
Preis: €9,99 (TB)
Erscheinungsdatum: 10. März 2017
Hartwell-Love-Stories 02
Wertung:☺☺☺☺☺

Der Klapptext

Bailey Hartwell heißt genauso wie der Ort, an dem sie lebt: Hartwell, Delaware. Sie stammt aus einer der ältesten Familien der Stadt und könnte sich nie vorstellen, ihre kleine Pension dort aufzugeben. Doch der gutaussehende Ex-New Yorker Vaughn Tremaine macht ihr als Manager eines Luxus-Hotels das Leben schwer. Wann immer sich die beiden treffen, gibt es Streit – auch wenn die sexuelle Spannung zwischen ihnen kaum zu leugnen ist. Doch als Bailey eine schlimme Entdeckung macht, erweist sich ausgerechnet Vaughn als Fels in der Brandung. Kann es sein, dass sie sich in ihm getäuscht hat? Oder bringt die Nähe zu Vaughn ihr Herz erst recht in Gefahr?

Eigene Meinung

Zurück nach Hartwell und zurück zu Bailey und Vaughn. Nachdem mir in Band 1 vor allem diese beiden Nebencharaktere fasziniert haben und ich unbedingt wissen wollte, wo dieses Knistern zwischen ihnen hinführt, konnte ich es kaum erwarten endlich mehr von Ihnen zu lesen! 

Samantha Young hat das geschafft, was ich Band 1 vermisste: ich war Feuer und Flamme für die Beiden! Durch abwechselnde Kapitel lernt man sie besser kennen und spürt einfach, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Vor allem der Humor, meist durch Baileys direkte Art verursacht, hat es mir angetan. Ich konnte mir den ein oder anderen Lacher nicht verkneifen. Aber auch Vaughn, der Gegenpart, war einfach zu gut. Er ist witzig, liebevoll und verantwortungsbewusst, aber sobald seine Lieben bedroht werden ist er eiskalt. Harte Schale weicher Kern trifft hier definitiv zu!Auch funktionierten diesmal Jessica und Cooper, die Protagonisten des Vorbands, gut. Sie waren für mich endlich glaubwürdig. Die Degradierung zur Nebenfigur hat sich also gelohnt. ;)

Neben einigen anschaulichen Sexszenen hat mir auch die Dynamik gut gefallen. Es war nicht zu schnell und nicht zu langsam, ich konnte das Buch stellenweise gar nicht aus der Hand legen, weil es keine wirklichen Ruhepausen gab. Jede Szene enthielt Details, die wichtig für den Verlauf der Geschichte waren. Und dann schafft sie auch noch das, was bereits ihr vorband geschafft hat: ich bin umso neugieriger, wie es mit den Nebencharakteren Emery und Dahlia weitergeht! Schade, dass wir noch mindestens ein Jahr warten müssen.




Fazit

Pro:
  • Tolle Protagonisten
  • Anschauliche erotische Szenen
  • Interessante Nebencharaktere
  • Schönes Setting
  • Die ein oder andere überraschende Wendung
  • Man spürt die Liebe

Contra:
  • -

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Rezension zu "Zurück ins Leben geliebt"

Colleen Hoover, Ugly Love, Zurück ins Leben geliebt, dtv, Jugendbuch, Rezension, Romance, Liebe, Liebesgeschichte, books
Colleen Hoover - Zurück ins Leben geliebt

Ein Hoover, der hält, was er verspricht!

Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 368
Preis: 12,95€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
Einteiler
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist … 

Eigene Meinung


Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat.

Ich bin bekennender CoHo Fan und trotzdem musste "Zurück ins Leben geliebt" eine Weile auf meinem SUB versauern. Aber vorgestern habe ich mich endlich rangewagt und es nach nur 2 Tagen beendet.
Colleen hat einen einzigartigen Schreibstil (eins ihrer Zitate habe ich mir sogar auf ein T-Shirt drucken lassen, weil ich es so treffend fand). Sie schafft es mit nur wenigen Worten oder Andeutungen, dass man gleich angefixed ist und wissen möchte, wohin die Geschichte führen wird. So war es nun auch wieder hier.

Tate findet Miles betrunken vor ihrer Wohnung - bzw. vor der ihres Bruders, denn sie ist bei ihm eingezogen - und als sie ihn bei sich aufnimmt und auf dem Sofa ausnüchtern lassen will, bricht er weinend zusammen. Was muss einem jungen Mann passiert sein, dass er derart leidet? Was muss vorgefallen sein, dass jemand so am Ende ist? Ich war auf den ersten Seiten sofort Feuer und Flamme.

Miles ist nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen und er will auch nie wieder lieben. So viel erfährt man als Leser, als Miles & Tate eine rein körperliche Beziehung eingehen wollen. Oder um es mit Tates Worten zu sagen: Es geht um Sex. Viel Sex. Dabei gibt es zwei Regeln:
Nummer 1: Frage niemals nach meiner Vergangenheit
Nummer 2: Erwarte dir keine Zukunft mit mir
Man wird nach und nach an das Geheimnis herangeführt, nach jedem "Gegenwart-Kapitel" kommt eins aus Miles' Vergangenheit, das 6 Jahre zuvor, also zu der Zeit in der das, was Miles auch heute noch quält, passiert ist. Auch wenn ich schon nach den ersten 3 "Vergangenheits-Kapiteln" eine Vorahnung hatte, wohin das alles führen wird, und sie dann auch bestätigt wurde, war ich dennoch nicht darauf gefasst, wie grausam das für ihn gewesen sein muss. Die Kapitel aus seiner Sicht haben mir hier gut gefallen, denn man kann sich nach und nach bestimmte Verhaltensmuster erschließen, zusätzlich geben sie Miles Tiefe.

Trotz dessen war es das bisher einzige CoHo Buch, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Nicht mal eine klitzekleine Träne. Womit wir nun wohl zu dem kommen, was mir leider negativ aufgefallen ist: Auch, wenn ich die Geschichte wie immer sehr genossen habe, sie mich angesprochen und mitgerissen hat, hat mir diesmal etwas gefehlt.

Und zwar hatte ich das Gefühl, dass sich bei Tate alles nur um Miles gedreht hat. Was macht Miles wohl? Wann ist er wieder da? Was ist sein Geheimnis? Freunde hat Tate bis auf den 80-jährigen Aufzugpiloten Cap eigentlich keine, nur ein einziges mageres Mal werden diese erwähnt. Vor allem in den Zeiten, in denen Miles nicht zu Hause ist, ist mir das sehr aufgefallen. Vielleicht waren genau deswegen diese Szenen rar, denn Colleen hat immer mal wieder Wochen übersprungen, als Miles arbeitete. Doch dadurch hatte ich eben leider das Gefühl, dass Tate außer Sex mit Miles, Unterhaltungen mit Cap und Uni/Arbeit nichts anderes zu tun hatte. Leider machte das für mich den Charakter von Tate, auch wenn sie in Interaktion mit Miles humorvoll und bodenständig rüberkam, etwas blass bzw. eindimensional.

Apropos Sex mit Miles: Normalerweise sind Sexszenen in CoHo Büchern rar gesäht, hier allerdings haben die Protagonisten es eigentlich jedes Mal, seit es die Abmachung gab und sie sich gesehen haben, miteinander getrieben. Aber auch wenn es verhältnismäßig viel Sex gab, waren dessen Beschreibungen immer ansprechend und keineswegs billig.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass das Buch wie jedes ihrer Bücher einzigartig ist. Es spricht wie immer ein schwieriges Thema an und verpackt es in einer Liebesgeschichte, die zeigt, das Liebe nicht nur schön, sondern auch hässlich sein kann. (Den Originalitel "Ugly Love" finde ich übrigens sehr passend!) Aber auch, dass man mit Hilfe der Liebe alles überwinden und schaffen kann.

Für mich war es zwar nicht das stärkste Hoover - den Platz hat nach wie vor Love & Confess inne - aber es gibt wie eigentlich immer eine definitive Leseempfehlung!
Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung mit Nick Bateman und inwieweit er den zerrissenen Miles darstellen kann.



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4 Pandas


Fazit

Pro:
  • Schreibstil
  • Vermittelte Gefühle
  • Spannung
  • Mitreißend
  • Thematik

Contra:
  • Das Gefühl, als würde sich Tate's Welt nur um Miles drehen

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Rezension zu "Addicted to you - Bedingungslos"


Leider schwächer als Schwerelos, aber dennoch ein guter Abschluss der Reihe!

Addicted to you - Bedingungslos - M. Leighton

Verlag: Heyne
Seiten: 368
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 11. August 2014
3. Teil einer Trilogie
Wertung: ☺☺☺,5

Klapptext:

Olivia Townsends reiche Cousine Marissa hat alles, was man sich nur wünschen kann – sie hat ihren Traumjob gefunden, der sie erfüllt, führt ein Leben voll Glanz und Glamour und ist überall beliebt. Zumindest bei allen, deren Freundschaft für Geld zu kaufen ist. Doch eines Tages gerät Marissas heile Welt durch eine Verwechslung aus den Fugen und sie landet schließlich in den Armen des heißesten, aber auch gefährlichsten Mannes, der ihr je begegnet ist. Er ist für Marissa ein Buch mit sieben Siegeln; gleichzeitig fühlt sie sich magisch von ihm angezogen und kann ihm einfach nicht widerstehen: Der leidenschaftliche Rausch macht sie blind, und sie kann nicht entkommen – vielleicht nicht einmal überleben ...

Eigene Meinung:

Der letzte Teil der Addicted to you - Reihe ist noch einmal ganz anders als seine Vorgänger. Waren bisher Olivia und Cash die Hauptpersonen, sind es nun Marissa und Nash. Das hatte sowohl gute als auch negative Seiten.

Die Entwicklung von Marissa nach ihrer Entführung wird gleich am Anfang weiter untermauert. Konnte man am Ende von Schwerelos noch nicht glauben, dass sie sich wirklich geändert hat, so wird man hier eines besseren belehrt. Denn Marissa gesteht sich eigentlich das ganze Buch über ein, wie arrogant und oberflächlich sie sich in der Vergangenheit verhalten hat und wie sehr sie vor allem Materielles über alles andere gestellt hat.

Es ist mir eigentlich nicht wichtig, was er von mir hält, aber es trifft mich doch, dass andere eine derart schlechte Meinung von mir haben. War ich wirklich so ein Miststück?

Ich fand es sehr gut, wie das immer wieder - wenn auch Gottseidank nicht übertrieben oft, sondern dosiert - aufgegriffen wurde. Man hatte wirklich das Gefühl, als sei sie plötzlich wach gerüttelt worden und sieht die Welt und sich selbst mit anderen Augen. Einzig und allen dass sie Olivia auf eine sehr hohe Stufe stellt und wie eine Heilige behandelt, weil sie ihr gegenüber so viel gut zu machen hat, war leicht überzogen.

Und es fühlt sich gut an, mich vor meinem bisherigen Leben und den Menschen zu verstecken, die darin seit Jahren eine große Rolle spielen. Fast wünsche ich mir, alles Alte loszuwerden und Neues zu suchen. Und das ist wirklich das Seltsamste von allem. [...] Vielleicht ist das die neue Marissa. Und vielleicht will ich die alte Marissa einfach loswerden und ganz in die neue schlüpfen.

Doch auch Nash hat an seiner Vergangenheit zu knabbern. Man erfährt hier einiges über die Jahre, die er versteckt auf einem Schmuggelschiff leben musste - und die sind wirklich nicht schön. Teilweise sogar recht grausam. Kein Wunder also, dass er ziemlich verbittert und wütend auf die ganze Welt ist. Diesen mehr oder weniger unterschwelligen Zorn, der ihn zeitweise zu beherrschen scheint, merkt man auch vor allem anfangs immer in seinem Tun und Handeln. Die Verlorenheit, die er spürt, verbindet ihn mit Marissa. Auch sie hat ein für sie drastisches Ereignis in Form ihrer Entführung und den damit zusammenhängenden Todesängsten durchleben müssen. Und langsam beginnt er durch und mit ihr sich zu öffnen.

Ich bin lange fort gewesen - fort von der Zivilisation, die ich einmal gekannt habe, fort von einem liebevollen Zuhause und dem Leben, wie ich es damals gehabt habe. Ich habe gelernt, nichts zu vermissen. Bis jetzt.

Und auch Marissa sieht in Nash mehr als er selbst denkt. Die beiden geben sich ohne es erst zu wissen Kraft und treiben sich gegenseitig an, um ein besserer Mensch zu werden. Besonders gut hat es mir gefallen, dass bei beiden eine sichtliche Entwicklung zu sehen war. Bei Marissa begann diese ja bereits in Schwerelos, führte aber in Bedingungslos weiter. Sie wird stärker, setzt sich durch und auch einiges aufs Spiel. Doch auch Nash wandelt sich.

Er ist wie eine Rebellion. Wie Freiheit. Vielleicht ein bisschen wie eine Rettung. Bis vor Kurzem wusste ich nur noch nicht, dass ich gerettet werden muss.

Wie ihr seht, habe ich mir sehr viele Stellen im Buch markiert, die mir besonders gut gefallen haben und die die angesprochene Wandlung der beiden zeigen. Leider war das dann auch schon der gröbste Inhalt des Buches, denn im Mittelpunkt stehen mittlerweile nicht mehr die Bedrohung der Mafia, sondern eher die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Ich hatte durchweg das Gefühl, dass es sich nur um die Beiden dreht und wie eher die Mafia die Randrolle eingenommen hat um immer mal wieder einen Anstupser zu geben, dass die beiden sich näher kommen oder offener werden können. So überdenkt Nash seit er Marissa kennt sein Handeln und handelt anders als der alte Nash, um ein besserer Mensch für sie zu sein.

Man kann also sagen, dass das Buch im Grunde die Entwicklung von Marissa und Nash beschreibt, verpackt in eine Romanze mit gewohnten Erotikszenen zwischen den beiden und mit der ständigen Bedrohung der Mafia, die in Bedingungslos gar nicht mehr so bedrohlich war. Es war zwar schön und angenehm zu lesen, denn ich lese sehr gerne von solchen Charakterwandlungen, vor allem wenn sie glaubhaft beschrieben sind, allerdings denke ich, dass der Fokus nicht ganz korrekt gelegt wurde. War in Schwerelos noch alles spannend und irgendwie thrillermäßig, ist das im letzten Band fast völlig verschwunden, ja ich würde sogar fast behaupten langweilig geworden. Schade eigentlich. Es gab nicht mal irgendwelche Hindernisse für die Gruppe, sondern alles lief ganz wie geplant und ruhig ab. Das war zu einfach, denn schließlich hat es Jahre gedauert bis die Sache überhaupt ins Rollen kam.

Auch dem Perspektivenwechsel stand ich am Anfang recht skeptisch gegenüber, da ich lieber noch mehr von Cash und Olivia lesen wollte, aber wenn man weiß, wo die Autorin hin wollte (nämlich zu diesen Charakterentwicklungen) war es nachvollziehbar und schließlich doch gut, denn eigentlich war die Geschichte der beiden ja mit Schwerelos bereits nahezu abgeschlossen.
Apropos Cash und Nash. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass die Autorin selbst irgendwie keine Lust mehr auf ihr Buch hat oder von ihren eigenen Namen ganz konfus wurde. Mir ist es nämlich geschätzt mindestens 5x aufgefallen, dass sie die Namen der Zwillinge vertauscht hatte. So hatte Cash beispielsweise Marissa lüstern angesehen, obwohl dieser eigentlich mit Olivia gleichzeitig im Bett lag. Tja... bei solchen Namen... ;-)

Insgesamt empfand ich Bedingungslos als schönen Abschluss, der aber eher dahin plätscherte als wie sein Vorgänger spannend zu sein. Die Entwicklungen der Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allerdings lag mir der Fokus meiner Meinung nach zu sehr auf der Romanze als der Geschichte mit der Mafia.

Deswegen gibt es von mir 3,5 Pandas.


Reihe:


Danke für das Rezensionsexemplar!!

Fazit:

Pro:

  • sympathische Protagonisten
  • glaubhafte Entwicklung von Nash und Marissa
  • süße Liebesgeschichte

Contra:
  • Fokus liegt zu sehr auf Romanze
  • Geschichte plätschert dadurch vor sich hin
  • Problemlösung zu schnell und einfach ohne Hindernisse abgehandelt

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Rezension zu "Addicted to you - Schwerelos"

Addicted to you, Atemlos, Schwerelos, M. Leighton, New Adult, Liebesroman
Addicted to you - Schwerelos

Na also, es geht doch! Die Autorin hat sich bei Band 2 eindeutig gesteigert und es verspricht spannend zu werden!

Addicted to you - Schwerelos - M. Leighton

Verlag: Heyne
Seiten: 304
Preis: 8,99€
Erscheinungsdatum: 9. Juni 2014
Zweiter Teil einer Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺


Klapptext:

Bei Cash fühlt sich Olivia so geborgen wie niemals zuvor in ihrem Leben. Er bringt sie zum Glühen, und sie schmilzt für ihn dahin. Doch das große Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Cashs dunkle Vergangenheit holt die beiden ein und ihre Welt droht zu zerbrechen. Cash ist im Besitz belastender Informationen, die einige Personen aus den Kreisen seines Vaters für lange Zeit hinter Gitter bringen könnten. Olivia erkennt, dass Cash nicht nur ihr Herz in Gefahr bringt; durch die Verstrickungen seiner Familie steht auch ihr Leben komplett auf dem Spiel. Sie sieht ein, dass einer Frau manchmal nichts anderes übrig bleibt, als Vertrauen zu haben. In so einer Lage steckt sie nun: wenn sie nicht sterben will, muss sie ihr Leben in Cashs Hände legen ...

Eigene Meinung:

Bitte beachtet wie immer, dass Band 2 Spoiler zu Band 1 enthält! ;-)

Die Geschichte geht fast nahtlos nach Band 1 weiter und Olivia stürzt sich mal wieder aufgrund einer simplen Aussage Taryns - nämlich dass Cash auf Blondinen steht und sich nicht bindet - in Selbstzweifel. Na super, geht das schon wieder los, dachte ich mir und war augenblicklich genervt. Aber weit gefehlt! Zwar hat sie anfangs wirklich noch Zweifel und führt lautlose Diskussionen mit sich selbst, ob sie dem Bad Boy (kotz) Cash vertrauen kann oder nicht, allerdings legt sich das schon recht bald, denn Cash versucht alles, um ihr Vertrauen zu gewinnen.

Die drohende Gefahr der Mafia, die sich am Ende von Atemlos schon angekündigt hat, schlägt bald zu und gibt dem Buch einen dunklen Touch. Menschen werden entführt, Erpressungen und (Todes)Drohungen ausgesprochen und nicht selten ziehen sich Leute auch Blessuren zu. Aber alles in einem gewissen Rahmen, sodass die Liebesgeschichte zwischen Cash und Olivia nicht untergeht. Genau so mag ich es! Es ist also ein Liebesroman, der weiterhin von Cashs dunkler Vergangenheit überschattet wird und dennoch können sich innerhalb der Geschichte die Charaktere weiterentwickeln, entfalten und somit schließlich mächtig Sympathiepunkte sammeln.

Wenn sich verlieben heißt, dass man riskiert, verletzt zu werden, dann ist das für mich okay. Denn endlich habe ich jemanden gefunden, der das Risiko wert ist.


Allerdings gab es auch noch ein paar negative Punkte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So hatte ich zwar trotz der starken Worten von Cash sowie Olivia immer noch Probleme, ihre Liebe nachzuvollziehen. In Schwerelos war es für mich durchaus klar, dass sie tiefere Gefühle für einander haben, was sie neben ihrer gegenseitige Begierde auch durch Worte und vor allem durch Gedanken zum Ausdruck gebracht haben. Aber irgendwie ging auf dem Weg zwischen Band 1 und Band 2 etwas verloren. Oder war es für mich vielleicht noch gar nicht vorhanden? Auf jeden Fall hat mir der Teil gefehlt, bei dem sich das Ganze überhaupt entwickelt hat. Für mich waren das in Band 1 sexuelle Gelüste und in Band 2 konnte man schon von starker Verbundenheit bzw. eben Liebe sprechen. Mir kam es irgendwie so vor, als hätte ich den ersten Schritt verpasst oder er wäre übersprungen worden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich, dass sie manchmal erst Sex hatten, bevor sie Dinge geklärt haben. Beispielsweise kam Cash von einem gefährlichen, geheimen Treffen zurück und bevor Olivia erstmal fragt, wie es gelaufen ist (schließlich hatte sie echt große Angst um ihn), wird erstmal gevögelt. Nun ja... Wer es braucht. ^.^
Und last but not least habe ich dann doch noch etwas Gutes zu sagen, denn ich fand den Humor stellenweise super portioniert. So wurden düstere Stellen aufgelockert und selbst Marissa trug zu einer besseren Stimmung bei. Insgesamt kann man sagen, dass mir alle Nebencharaktere (die Bösen natürlich ausgeschlossen ;-) ) viel besser gefallen haben und überzeugen konnten.

Alles in allem war ich positiv davon überrascht, wie schnell Olivia ihre Zweifel (ich kann ihm nicht vertrauen, weil er ein Bad Boy ist und er ist kein typischer Bad Boy, ich kann ihm vertrauen) abgelegt hat und sich zwar ab und an noch unsicher gefühlt hat, aber längst nicht mehr so zwiegespalten war. Vor allem die Gedanken von Cash und Olivia haben mir gut gefallen, durch sie konnte man sehen, wie viel ihnen am jeweils anderen liegt und wie sehr sie doch zusammengehören wollen.

Deswegen gibt es 4 Pandas für einen besseren zweiten Band, ich hoffe mit Band 3 steigert sich die Autorin erneut!



Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!!

Reihe:

Danke für das Rezensionsexemplar!!

Fazit:

Pro:
  • Starke, gewachsene Protagonisten
  • Interessante Wendungen
  • Zwiespältigkeit gegenüber Cash/Bad Boy wurde endlich abgelegt
  • Verbundenheit der Protagonisten spürbar
  • Kleiner Thrillerfaktor durch die ständige Bedrohung der Mafia

Contra:
  • Sex steht an erster Stelle bevor wichtige Dinge geklärt werden
  • Schritt vor "Liebe" fehlt

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Rezension zu "Love Games - Spiel ohne Regeln"

Spiel ohne Regeln - Rezension - Buch Spiel ohne Regeln - Pandastic Books

Spiel ohne Regeln verspricht ein spritziger Liebesroman zu sein, der doch vorhersehbarer war als gedacht!

Love Games - Spiel ohne Regeln - Emma Hart

Verlag: Fischer
Seiten: 320
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 21. August 2014
Teil einer Reihe (nicht abgeschlossen)
Wertung: ☺☺☺

Klapptext:

Seine Herausforderung? Sie um den Finger wickeln und ins Bett bekommen.

Ihre Herausforderung? Den Spieß umdrehen und sein Herz brechen.

Doch das Schicksal ändert den Lauf dieses Spiels.

Für Maddie Stevens ist es Hass auf den ersten Blick. Der arrogante und selbstverliebte Playboy Braden verkörpert alles, was sie verabscheut. Warum um Himmels willen geht sie also auf die Wette ihrer Freundinnen ein, dem Playboy eine Lehre zu erteilen?

Braden Carter findet das schüchterne Mädchen aus New York vom ersten Moment an heiß. Er würde alles für eine Nacht mit ihr tun – sogar bezahlen. Als seine Freunde ihn dazu anstacheln, Maddie nach allen Regeln der Kunst zu verführen, sagt er sofort zu. Denn das ist genau, was er will: Sex.

Doch Maddie ist mehr als eine atemberaubende Schönheit. Ohne es zu wollen, entwickelt Braden Gefühle für das zerbrechliche Mädchen mit den strahlend grünen Augen. Und auch Maddie muss sich eingestehen, dass hinter der Fassade des Aufreißertyps mehr ist. Braden ist charmant und lustig – ein Typ zum Verlieben eben, dessen Aussehen ihr fast den Verstand raubt. Das Spiel gerät außer Kontrolle, denn vielleicht, vielleicht sind beide genau das, was der andere braucht.

Eigene Meinung:

Interessante Idee, auch wenn sie mir irgendwie aus "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen" bekannt vorkommt. Wieso also nicht?

Die Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich mal wieder von der Fülle der Namen und verschiedenen Kapitel zumindest in den ersten Kapiteln etwas überfordert war.

Soweit so gut, aber schon im dritten Kapitel kam es mir so vor, als würde ich das Skript einer Sitcom lesen. Ich hatte ab und an das Gefühl, als würden die zwei Protagonisten interviewt werden. Als ich dann etwas weitergelesen habe, wusste ich auch endlich, wieso: Die Autorin kann einfach nicht gut schreiben, die Sätze beginnen fast immer gleich: Ich suchte, ich trank, ich ging, ich nahm, ich lief, ich kaufte, .... immer wieder das gleiche Schema. Das hat das Buch zumindest für mich etwas kaputt gemacht, es war einfach nervenaufreibend und einfach nicht schön zu lesen. Teilweise musste ich echt die Augen verdrehen.

Als ich mich dann aber mal damit abgefunden hatte, wurde das Buch definitiv besser, auch wenn das Grundschema wie bei so vielen anderen Büchern gleich ist: Ein Mädchen mit Problemen trifft auf einen Weiberhelden und sie verlieben sich. Auch wenn sie sich vorerst nur aufgrund der Wette annähern, überrascht es doch nicht, dass zwischen den beiden die Chemie stimmt. So wird die Geschichte doch ziemlich vorhersehbar, was ja im Grunde nichts schlechtes ist. Die Freunde von Maddie und Braden sind mir allesamt sympathisch und kamen mit ihren Eigenarten und Ticks auch recht lebendig vor, auch wenn nur eine gemeinsame Freundin wirklich zu erahnen scheint, wie sich die Gefühle der beiden ändern. Stellenweise hat mich sogar die Geschichte bestimmter Nebencharaktere mehr interessiert als die der Protagonisten.

Auch wenn mich die ständig gleichen Satzanfänge genervt haben, fand ich dennoch die Annäherung der beiden ziemlich süß und auch gut und glaubwürdig umgesetzt. Auch die Schauplätze hierfür wurden gut gewählt. Was mich allerdings hingegen wieder gestört hat war das angeblich schlimme Problem mit Maddies Vergangenheit. Teilweise war es nachvollziehbar und glaubhaft, andererseits wurde der andere Fall einfach nur lächerlich schnell abgehandelt und nie wieder aufgegriffen. Hier wurde das Problem meiner Meinung nach einfach viel zu sehr aufgebauscht.

Insgesamt fand ich das Buch ganz nett, die Geschichte war süß und auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Der Schreibstil und das unnötig aufgebauschte Problem hingegen konnten nicht bei mir punkten. Hier gibt es definitiv noch Luft nach oben!

Deswegen gibt es von mir insgesamt 3 Pandas.

Spiel ohne Regeln - Rezension - Buch Spiel ohne Regeln - Pandastic Books

Fazit:

Pro:
  • sympathische Charaktere
  • süß umgesetzte Geschichte
  • gut gewählte Schauplätze

Contra:
  • Schreibstil mit ständig gleichen Satzanfängen
  • unnötig aufgebauschtes Problem

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Rezension zu "Addicted to you - Atemlos"


Liebesroman, platte Charaktere, interessante Wendung, fesselnd, Addicted to you
Addicted to you - Atemlos

Ein Liebesroman, der zwar recht platte Charaktere hat, aber am Ende mit einer interessanten Wendung wieder Pluspunkte einfahren konnte!


Addicted to you - Atemlos - M. Leighton
Verlag: Heyne
Seiten: 336
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 14. April 2014
Band 1 der Trilogie
Wertung: ☺☺☺

Klapptext:

Auf einem Junggesellinnenabschied lernt die Studentin Liv den coolen Clubbesitzer Cash kennen, einen Bad Boy, wie er im Buche steht. Eigentlich hat Liv genug von Typen wie ihm, zu oft hat sie sich in der Vergangenheit schon die Finger verbrannt. Per Zufall lernt sie seinen Bruder Nash kennen und ist verwirrt – die beiden sind Zwillinge, könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Nash verkörpert alles, wonach sie bei einem Mann immer gesucht hat, ist charmant, intelligent und zuverlässig. Liv ist hin- und hergerissen, und auch die beiden Brüder können ihr Verlangen nach ihr nur schwer bändigen. Es entspinnt sich ein Liebesreigen mit ungeahnten Folgen ...

Eigene Meinung:

Der Klapptext klang eigentlich ganz gut: Ein bereits bekanntes Schema (08/15 Mädchen verliebt sich in Badboy) wird aufgegriffen, allerdings wird durch diese Geschwister-Sache neuen Wind reingebracht. Man müsste meinen, dass das recht erfrischend ist, allerdings fand ich es im Gegenteil ziemlich sonderbar: Ein Mädchen verliebt sich in Zwillinge - gleichzeitig? Und dann kann sie sich nicht mal entscheiden? Puh. Das war ziemlich anstrengend zu lesen. Vor allem, wenn man nicht wirklich einen Bezug zu den Charakteren hat.

Olivia ist eine junge Frau, die aus bescheidenen Verhältnissen kommt (sie ist auf einer Farm aufgewachsen), schlechte Erfahrungen mit Bad Boys gemacht hat und in einer Bar arbeitet. Leider war's das auch schon, was man über sie erfährt. Mal ganz abgesehen davon, dass sie auf die Zwillinge Nash und Cash abfährt.

Cash ist Clubbesitzer, ein totaler Bad Boy, der diesen auch raushängen lässt. Allerdings schlägt das oft auch mal fehl und man sieht seine weiche, sanfte Seite, was zu diesem angeblichen Bad Boy Image gar nicht passt.
Nash ist Anwalt und ganz anders als sein Bruder: Zielstrebig, anständig und häuslich.

Tja, leider war's das auch schon, was man zu den 3 Hauptfiguren erfährt. Man erfährt so gut wie gar keine Details, das Ganze bleibt wegen den kurzen Kapiteln ziemlich oberflächlich. Ich hatte ständig das Gefühl, als würde ich die Figuren nicht gut kennen. Man kann das irgendwie so vergleichen, als wäre ich auf einer Geburtstagsfeier und würde Small Talk mit jemand Unbekanntem betreiben; da kriegt man meist auch nur oberflächliche, gesellschaftstaugliche Informationen. Ich hatte also große Probleme nachzuvollziehen, wieso Olivia, kurz Liv, auf den Bad Boy Cash abfuhr (mal vom Aussehen abgesehen) und was sie generell für ein Problem mit diesen BBs hat. Dasselbe gilt für Nash (der ja genau wie Cash aussieht), außer dass sie ihn als häuslicher, also nicht so wild, bezeichnet. Auch mit Olivia selbst hatte ich Probleme, da ich oft bestimmte Verhaltensmuster nicht nachvollziehen konnte. Die Tatsache, dass sie sich recht schnell den beiden untergeordnet hat und eigentlich nach deren Pfeife tanzte, ohne dabei mal Nein! zu sagen oder sich zurückzuziehen, hat dazu natürlich auch beigetragen.

Es entwickelt sich also eine angenehm zu lesende Dreiecksgeschichte, wenn man mal außer Acht lässt, dass sie wirklich die Dreistigkeit besitzt mit den Zwillingen gleichzeitig rumzumachen sowie dass diese nicht wirklich Tiefe besitzen. Die erotischen Szenen waren hier wohl dosiert und anschaulich genug beschrieben, um mich zufrieden zu stellen, aber nicht anschaulich genug, um zu denken ich würde einen Porno lesen. Von daher gut gemacht! Außerdem gibt es gegen Ende noch eine überraschende Wendung, die es in sich hat! Ganz am Ende wurde für mich die Geschichte dann doch noch eine Ecke gerettet, indem man Einblicke in die Vergangenheit der Zwillinge bekommt und diese somit endlich besser versteht und nachvollziehen kann, wieso so oder so gehandelt wurde.

Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Olivia und den Zwillingen erzählt, wobei sich die Zwillinge immer abwechseln. Ich fand das recht gut gewählt, da man auch hier gewisse Einblicke in das Innenleben (auch wenn ihr mittlerweile wisst, dass diese nicht allzu groß waren. Immerhin hat die Autorin es versucht.. ;-)) oder generell einfach eine andere Sicht auf die Situation bekam. Der Schreibstil war dabei immer leicht zu lesen, wodurch ich das Buch trotz negativen Punkten schnell durch hatte. Nur habe ich mittlerweile eine Aversion gegen das Wort "Bad Boy". Ich kann es absolut nicht mehr lesen, so oft kam es vor. Ein bisschen mehr Kreativität wäre toll. Mittlerweile kürze ich das sogar in Gedanken ab (BB, BBs) oder überlese es komplett. Die Schauplätze hingegen blieben überschaubar: Da wären einmal Olivias Haus, das sie sich mit ihrer Cousine teilt, Nashs Appartment, Cashs Club, Olivias alter Arbeitsplatz, Olivias Elternhaus und einmal eine Veranstaltung, auf die nicht näher eingegangen wird.

An den verschiedenen Orten trifft man auf verschiedene Nebencharaktere, zu denen ich oft eine bessere Bindung hatte als zu den Hauptcharakteren an sich. So habe ich Marissa, Olivias Cousine mit der sie sich eine Wohnung teilt, von Anfang an aufgrund ihres zickigen und snobistischen Verhaltens gehasst.

Warum habe ich also keine solch miese Wertung abgegeben, wonach meine Rezension eigentlich klingt? Trotz allen Kritikpunkten habe ich dennoch überlegt, wohin die Geschichte führen wird und welchen Zwilling sie letztendlich wählen wird. Deswegen habe ich das Buch auch nach zwei Tagen beendet. Auch der Weg dahin war nicht unspannend, vor allem am Ende kam nochmal eine Enthüllung, die Spielraum für Band 2 schafft.

Ich bin also nicht vollends begeistert, aber dennoch interessiert es mich, wie es bei Olivia weiter geht. Somit hat Addicted to you etwas Boden gewonnen. Zweck des Buches also eigentlich erfüllt, oder?

Insgesamt macht das 3 Pandas und ich hoffe auf einen (viel) stärkeren zweiten Band!




Reihe:



Fazit:

Pro:
  • überschaubare Schauplätze
  • Gedanke des Zwillinge-Datens weckt sonderbares Gefühl
  • Interesse über Zukunft der Protagonistin geweckt
  • überraschendes Ende

Contra:
  • platte Hauptfiguren
  • wenig Informationen über Eigenschaften der Charaktere
  • Begriff des Bad Boys kam übermäßig viel vor

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Rezension zu "Wallbanger - ein Nachbar zum Verlieben"

Wallbanger - Rezension - ein Nachbar zum Verlieben - Pandastic Books

Wallbanger - Ein Nachbar zum Verlieben - Alice Clayton

Verlag: Sieben-Verlag
Seiten: 376
Preis: 12,90€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: Januar 2015
Mehrteiler
Wertung: ☺☺☺☺☺

Klapptext:

Als Caroline Reynolds nach San Francisco zieht, sollte sie eigentlich überglücklich sein. Sie hat eine aufstrebende Designer-Karriere, ein Büro mit Meerblick, einen Kater, den sie über alles liebt, eine Küchenmaschine zum Niederknien und ein Killer-Zucchinibrot-Rezept, aber seit ihrem letzten Lover leider keinen O mehr … und dieser Umstand macht sie ziemlich fertig. 
Hinzu kommt ihr neuer, lauter Nachbar. Jede Nacht malträtiert dieser mit dem übertriebensten und lautesten Sexleben, das sie je gehört hat, die offene Wunde ihrer Schlaf- und O-losigkeit. Als das "wallbanging" gegen ihre Wand droht, sie aus dem Bett zu schubsen, konfrontiert Caroline ihren bisher ungesehenen Nachbarn. Die nächtliche Begegnung auf dem Flur hinterlässt zunächst gemischte Gefühle und Verwirrung. 

Eigene Meinung:

Ich habe immer mal wieder solche Phasen, in denen ich eine geballte Ladung Liebe brauche. Und mit Wallbanger wurde ich damit mehr als zufrieden gestellt!

Wer den Klapptext liest, könnte sich erstmal denken: "Schon wieder so ein 08/15 - Roman mit Erotik, die derzeit den Markt überschwemmen." Aber nein, da seid ihr falsch gewickelt! Ich bin dem Irrtum auch erst auferlegen, habe aber mich dann nach einigen Empfehlungen an Wallbanger gewagt und es nicht bereut.

Anfangs dreht sich die Story wirklich nur um Caroline, die fürchterlich leidet, weil sie schon seit Ewigkeiten keinen Orgasmus (ja Leute, ich nenne mal Teufel beim Namen, wir wissen schließlich alle, für was das O steht. Außerdem finde ich diese Abkürzung einfach nur blöd!) mehr hatte. Wie ihr dem Klapptext entnehmen könnt, trägt die Tatsache, dass ihr Nachbar Simon ein ausgeprägtes Sexleben hat, nicht gerade zum Frustabbau bei. Nach einigen wirklich witzigen Szenen, in denen unter anderem die Angewohnheiten seiner Gespielinnen analysiert werden, hämmert sie schließlich mitten in der Nacht an seine Tür, während er... nun ja... beschäftigt ist. Ab da nimmt die Geschichte ihren Lauf...

Sobald man die Anfangsphase hinter sich gelassen hat, sprüht das Buch nur so vor Witz und Charme. Es gibt immer wieder witzige Szenen, die für ein paar Lacher sorgen. So hat sogar auch Carolines Kater Clive, der total auf eine von Simons Gespielinnen, die beim Sex miaut, abfährt, Sympathiepunkte sammeln können.
Alle Hauptpersonen sind durchweg sympathisch, interessant und vielschichtig geschrieben, sodass auch Carolines beste Freundinnen im Gesamtbild nicht untergehen. Zwar hatte ich anfangs etwas Probleme mit der Namenszuordnung, doch das legt sich schnell. Ich hatte mich sehr mit den Charakteren anfreunden und sogar stellenweise identifizieren können, denn die Menschen waren so lebensnah und ich dachte mir nur "Hey, das könnte ich sein!". So kommen auch der Sarkasmus und der Wortwitz nicht zu kurz. Es gibt eigentlich in jedem Kapitel Stellen, bei denen ich mich vor Lachen krümmte. Dabei wagt es die Autorin, Wahrheiten, die man normalerweise nicht ausspricht (bzw. in diesem Fall eben Caroline denkt), beim Namen zu werden.

Es ist egal, wie alt man ist oder wie der eigene Werdegang aussieht, aber es gibt zwei universelle Wahrheiten. Wir werden immer lachen, wenn jemand zu einer ungünstigen Zeit pupst, und wir sind immer neugierig, was in anderer Leute Schlafzimmer passiert.

Besonders gut finde ich, dass man als Leser auch sehr oft ihren Gedankengängen folgen kann und diese genauso abgetippt sind, wie man sie wirklich denken könnte. Auch wenn diese nicht immer ganz jugendfrei sind. ;-) So ist es wirklich ziemlich witzig, als sie versucht, andere Wörter für das männliche Geschlecht zu finden. Da kann man echt froh sein, dass sie diese nicht ausspricht!
Männliches Mammutgemächt? Nein. Pulsierende Säule der Leidenschaft? Nein. Jungfrauenschänder? Himmel, nein! Flöte? Hörte sich zu brav an.

Gemeinsam mit Caroline durchbricht man im Laufe des Buches langsam die Mauer an Vorurteilen, die man gegenüber Simon entwickelt hat. Dinge klären sich auf und durch authentische Hintergrundgeschichten passt ein Teil perfekt zum anderen, wie ein Puzzle. So kommen wir also zumindest für mich zum wichtigsten Teil der Geschichte: Dem Liebesaspekt. Ich muss gestehen, dass ich sehr sehr sehr selten eine Geschichte gelesen habe, die mich derart berührt und begeistert hat, deren Verlauf optimal zeitlich gepasst hat und bei der man die Liebe regelrecht greifen konnte. Love is in the air gewinnt deswegen hier eine ganz neue Bedeutung.
Vor allem Simon hatte es mir angetan. Er sieht gut aus, ist charmant und liebenswürdig, dabei aber auch ziemlich sexy ohne irgendwie stumpf zu wirken, als wäre das alles, was ihn ausmacht. Ich war richtig, richtig, richtig begeistert von ihm und seinem Verhalten. Man hatte hier endlich nicht mal einen Protagonisten vor sich, der zwar gut aussieht aber ein Arsch ist oder gut aussieht und nichts im Hirn hat. Nein, er war ein starker männlicher Charakter mit Ecken und Kanten und Traummann-Potenzial. Kein Wunder also, dass Caroline sich in ihn verliebt hat, ich hätte das an ihrer Stelle 100%ig auch!

Und eben genau deswegen, dass es sowohl eine starke weibliche Protagonistin als auch einen starken männlichen Protagonisten mit Tiefe gab, dass diese Geschichte zwischen den beiden nicht überstürzt, sondern in einer Zeitspanne, wie es auch im richtigen Leben üblich ist, gewachsen ist und sich entwickelt hat und vor allem aufgrund der absolut nachvollziehbaren Gefühle und auch Greifbarkeit dieser, ist es für mich eine der besten Liebesgeschichten, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Ich würde sogar behaupten, dass sie in meinen Top 3 landet, wozu aber auch der durchgängige Humor beiträgt.

Würde es ihm auffallen, wenn ich seine Schulter ableckte? Nur ein kleines bisschen?


Am Ende gibt's dann doch leider einen kleinen Kritikpunkt: Einerseits hat mich dieses "O"-Wort bzw. dessen Abkürzung wirklich genervt. Andererseits fand ich, dass man den Schluss etwas zu lang gezogen hat. Das hätte man kürzer machen können, vor allem, da es ja noch Folgebände geben soll.

Zusammenfassend gibt es für dieses herzerwärmende Buch, das mich wirklich überzeugt hat, trotz der Kritikpunke 5 Pandas!


Wallbanger - Rezension - ein Nachbar zum Verlieben - Pandastic Books

Fazit:

Pro:
  • Tolle, sympathische Hauptpersonen mit Tiefe
  • Viel Charme und Witz durch das ganze Buch hindurch
  • Perfekt abgestimmte Liebesgeschichte, bei der die Liebe regelrecht greifbar ist
  • Wohl durchdachtes Konstrukt an Hintergrundgeschichten

Contra:
  • Abkürzung der "O"-Losigkeit
  • Ende minimal in die Länge gezogen

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