Posts mit dem Label Jugendroman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Rezension zu "Windfire"

Windfire - Lynn Raven

Eine mythische Welt mit neuartigen Wesen, aber mit leider zu wenig Fantasyelementen und nerviger Protagonistin

Windfire - Lynn Raven

Verlag: cbt
Seiten: 464
Preis: €14,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Einzelband
Wertung:☺☺☺☺

Der Klapptext

Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.

Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.


Eigene Meinung



Seit ich vor Jahren „Der Kuss des Kjer“ gelesen habe, ist das DER Maßstab für alle Lynn-Raven-Bücher. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und es fing vielversprechend an.

Auch wenn ich anfangs minimale Einstiegsprobleme hatte, fand ich mich dennoch sehr schnell zu recht. Und ab da nahm die Geschichte eine Geschwindigkeit auf, die selten Zeit für Atempausen ließ. Man will immer wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht, was als nächstes kommt. Hierbei konnte mich Shane, der männliche Part, sehr mit seiner Art, seinen Werten, Vorstellungen und seinem Auftreten überzeugen. Er handelte logisch und doch temperamentvoll, war umsichtig aber auch zu allem bereit. Ich habe gern von ihm gelesen und mich über jedes Kapitel aus seiner Sicht gefreut.

Der weibliche Part Jessica hingegen hat es mir nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie ein „runder“, gut ausgearbeiteter Charakter ist. Alles in ihrem Denken und Handeln ist auf ihren Bruder ausgerichtet. Sie lebt und arbeitet, um ihn zu beschützen. Tja, bis Shane auftaucht. Dann hat sie ihn zwar noch im Hinterkopf, aber ihre Hingabe konnte ich ihr nicht mehr abkaufen, denn wer stürzt sich denn Hals über Kopf in ein Abenteuer mit einem fast Fremden und lässt ohne weiter darüber nachzudenken den kleinen, fast 10 Jahre jüngeren, kränklichen Bruder zurück? Mal ganz abgesehen davon, dass sie ziemlich zickig war und sich ihre Gedankengänge bezüglich Shane 2/3 des Buches zwischen „Man ist der heiß“ und „Er ist ein Vollidiot“ abwechselten. Man sieht ich bin kein wirklicher Fan von ihr und bis zum Ende hin auch nicht ganz mit ihr warm geworden.

Auch die Fantasyanteile kamen meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte hätte man viel mehr ausbauen können, sie hatte so viel Potenzial! Stattdessen war sie nur am Rande präsent. Man war in dieser magischen Welt, fieberte mit dem Protagonisten (sorry, Jessica!) mit, aber bekam bis auf wenige Ausnahmen diese fantastischen Elemente gar nicht zu sehen. Man hätte so viel mehr herausholen können. Umso besser fand ich die Atmosphäre. Die Thematik und demnach auch das Setting waren aufregend neu und faszinierend. Wann trifft man schon mal auf einen Dschinn oder den Orient? Ich konnte mich richtig in die Umgebung reinfühlen, spürte den Wind in den Haaren oder den Sand an den Füßen. 

Die Kapitel wechselten in unregelmäßigen Abständen zwischen den beiden Protagonisten. Man konnte sich so besser in die Charaktere hineinversetzen, verstand ihre Beweggründe und hatte Wissen, das man ohne beide Sichtweisen nicht hätte. Es gab auch ein paar wenige Kapitel, die aus einer ganz anderen Sicht geschildert wurden. Mit denen konnte ich leider gar nichts anfangen, denn in meinen Augen waren diese unnütz und haben keinen signifikanten Wert zur Geschichte beigetragen. 


Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ich war gespannt, wo die Geschichte hinführt und habe dementsprechend auch nur knapp über einen Tag gebraucht bis ich es durch hatte. Leider waren die Fantasyelemente kaum greifbar vorhanden und am Ende blieben - zumindest mir - ein paar Fragen offen, die trotz der Sichtwechsel nicht geklärt werden konnten.


Fazit

Pro:
  • überzeugender männlicher Protagonist
  • interessantes Setting
  • neuartige/kaum verbrauchte mythische Wesen
  • toller Schreibstil

Contra:
  • nervige Protagonistin
  • am Ende bleiben Fragen offen
  • leider nur wenig Fantasyelemente

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , , | Keine Kommentare

Rezension zu "Nächstes Jahr am selben Tag"

Nächstes Jahr am selben Tag - Colleen Hoover

Ein Buch, bei dem einen die Luft wegbleibt!

Nächstes Jahr am selben Tag - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 376
Preis: 11,99€ (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2017
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext

Ben und Fallon sind achtzehn, als sie sich in Los Angeles kennenlernen - und das ausgerechnet am Abend, bevor Fallon nach New York zieht.
Die beiden beschließen, sich von nun an fünf Jahre lang immer am selben Tag im November zu treffen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes...


Eigene Meinung

Nachdem ich in den letzten Stunden die Seiten förmlich inhaliert habe, liege ich jetzt auf dem Sofa und muss mich erst einmal sammeln. Puh. Bei einem Buch, das einen emotional so fertig gemacht hat, ist es wirklich schwer, die Gedanken danach auf die Reihe zu kriegen. Der Spruch "Eine Achterbahn der Gefühle" trifft hier definitiv zu! 
🔻Anfangs dachte ich mir: Wie soll das klappen? Wie schafft man es, dass man in der Geschichte immer ein Jahr weiter springt und dennoch eine Entwicklung sieht, sich mit den Charakteren identifizieren und mitfiebern kann? Wie können da Gefühle transportiert werden?
Tja. Colleen hat mich mal wieder eines Besseren belehrt. Denn sie schafft alles davon und noch mehr.
"Ich versuche mir immer zu sagen, dass jeder Mensch Narben hat", flüstert sie. "Und da sind sicher welche dabei, die krasser sind als meine. Der Unterschied ist, dass meine Narben sichtbar sind und die von vielen Leuten nicht, weil sie tief im Inneren liegen."
Man lernt Ben und Fallon kennen, erlebt sie bei ihrem ersten Treffen und spürt auch sofort den Verlust, als sie sich trennen müssen. Beide sind tolle, vielschichtige Personen, die sich vom ersten Moment an voneinander angezogen und verbunden fühlen - und das ändert sich auch über die Jahre hinweg nicht. Auch wenn sie ganz unterschiedliche Leben führen treffen sie sich an jedem 9. November - und nur dann - erneut. Mehr Kontakt ist nicht erlaubt, keine SMS, keine Telefonate, nichts. Dennoch ist es bei jedem Treffen so, als wären sie niemals getrennt gewesen. Und das, obwohl sie sich sichtlich weiterentwickelt haben. Man "sieht" es an ihren Handlungen, Haltungen und auch daran, wie sie miteinander umgehen. Trotzdem ist die Verbundenheit geblieben.
Seit dem "ersten 9. November" fiebert man mit ihnen mit, denn man wünscht sich natürlich ein Happy End. Von hoffen, hassen, bangen, freuen, verzweifeln, genießen, erwarten, fürchten bis hin zu weinen ist jedes Gefühl abgedeckt. Es war ein Buch, das mich fertig gemacht hat. Immer wenn man dachte, man ist einigermaßen "sicher", was die Gefühle betrifft, kommt ein neuer Schlag. Man wird komplett durchgewirbelt wie beim Schleudergang des Trockners, ohne Rücksicht auf Verluste. Und die Tatsache, dass das Colleen gelingt, macht das Buch so besonders. 
"Solange man in einem anderen Menschen verloren ist, wird man sich selbst niemals finden."
Ich wusste zwischendurch nicht ob ich es lieben oder hassen soll. Ob ich es weglege und mir eine Pause gönne, weil es "so viel an Gefühlen" ist oder ob ich noch schneller lese als bisher, weil ich nicht will, dass die Charaktere an dieser Stelle des Buches feststecken. Und ich bin froh, dass ich mich für Variante 2 entschieden habe, denn die letzten 15 Seiten waren dann mein Ventil. Mein Ventil, all die aufgestauten Emotionen herauszulassen, ihnen Raum geben zu können. Es war wie der Moment, wenn man die Luft anhält und nach einer gefühlten Ewigkeit wieder atmen kann. Der Druck, den man vorher auf der Brust hatte, ist weg. 
Ich liebe Fallon dafür, dass sie selbstlos und stark ist, auch wenn sie sich schwach fühlt. Ich liebe Ben dafür, dass er so liebenswürdig ist, obwohl er innerlich zerrissen ist. Und ich liebe Colleen für "Nächstes Jahr am selben Tag", weil sie ein Buch geschrieben hat, das mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen hat, dabei total anders ist als ihre bisherigen und doch gleich.


Fazit

Pro:
  • authentische Weiterentwicklungen trotz Zeitsprünge
  • tiefgründige, glaubhafte Charaktere
  • fesselnde Stellen, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen konnte

Contra:
  • -

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , | Keine Kommentare

Rezension zu "Siren"

Siren, Kiera Cass, Selection, Liebesroman, Jugendroman
Siren - Kiera Cass
Ein Buch, das mich mehrmals überrascht hat und ganz anders ist als erwartet!

Siren - Kiera Cass

Verlag: Fischer FJB
Seiten: 368
Preis: €12,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2016
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.


Eigene Meinung


Siren ist eins der Bücher, bei denen ich beim Lesen oftmals ratlos war, was ich denken oder fühlen sollte.

Hundert Jahre muss Kahlen der See dienen. Hundert Jahre lang stumm unter den Menschen leben, denn ihre Stimme ist tödlich. Hundert Jahre lang muss sie Menschen in den Tod singen, wenn die See nach neuen Opfern verlangt. Hundert Jahre - und dann erst ist sie frei. 

"Man könnte sagen, du bekommst drei Leben. Eins, von dem du nicht weißt, wie du es leben sollst, eins, in dem du mächtiger bist, als sich irgendjemand vorstellen kann, und eins, in dem du deinen Weg gefunden hast und alles erreichen kannst, was du dir wünschst."

Wir schreiben das Jahr 1933. Kahlen ist mit ihrer Familie auf einer Schifffahrt, als plötzlich alle Menschen wie von Sinnen in einem Unwetter von Bord springen, sie eingeschlossen. Doch sie kämpft gegen den Sog des unheimlichen Gesangs an. Sie will leben, koste es was es wolle. Und somit wird sie von der See erwählt.

Von diesem Tag an steht sie in ihrem Dienst und muss mit ihren Schwestern - Mädchen, die ebenfalls von der See erwählt wurden - immer, wenn sie danach verlangt, singen. Und mit ihrem Gesang reißen sie Menschen in den Tod. Hundert Jahre lang müssen sie ihr dienen und erst wenn diese abgelaufen sind dürfen sie wieder ein normales menschliches Leben leben. Doch bis dahin sind sie Todesboten - Sirenen.

Die See war ein interessanter Feind. Sie war nicht menschlich, aber hatte menschliche Züge - und auch wieder nicht. Sie war grausam, da sie Menschenopfer forderte, aber man hatte immer das Gefühl, dass sie es nicht wollte sondern eine Notwendigkeit war. Sodass viele leben konnten, mussten wenige sterben. Sie war mitfühlend, aber auch furchtbar egoistisch. Man hasste sie, aber man verstand sie auch. Sie rettet Mädchen, die zu Tode gekommen wären, und gibt ihnen durch die Wandlung zur Sirene eine zweite Chance auf das Leben. Sie empfindet Liebe und Mitgefühl für sie und sieht sie ab diesem Zeitpunkt als ihre Töchter an.  Auf der anderen Seite sucht sie ihre Opfer fast willkürlich aus und zuckt auch nicht mit der Wimper - ihr wisst schon, sinnbildlich. Stellt euch jetzt ja nicht eine See mit Gesicht vor! - wenn sie ein ganzes Kreuzfahrtschiff kentern lässt und somit alle dem Tod weiht. Ich wusste also nie wirklich, was ich von ihr halten sollte.

Genauso ging es mir mit Kahlen. Sie leidet sehr unter dem, was sie tun muss: Schreckliche Albträume und Schuldgefühle hinsichtlich der Toten quälen sie. 80 Jahre muss sie nun schon der See dienen und mit keinem Tag wurde es einfacher. Doch anstatt im Hier und Jetzt Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten, träumt sie nur davon. Sie träumt davon, etwas zurückzugeben, statt wirklich etwas zurückzugeben. Und selbst das verblasst, wenn es um ihren größten Traum geht: Heiraten und die große Liebe finden. Versteht ihr, was ich meine? Sie hat ein großes Herz und die Bürde, die sie trägt, ist so greifbar. Aber auf der anderen Seite tut sie nichts dagegen, um die zenterschwere Last zu erleichtern. In gewisser Weise ist sie eben doch noch die Neunzehnjährige, als die sie ihr erstes Leben beendet hat.

"Sie hatte gesagt, ich solle mein Leben weiterleben. Ich wusste nicht, wie ich Ihr sagen sollte, dass zum Leben mehr gehörte, als nur am Leben zu sein."

Auch mit ihren Sirenenschwestern hatte ich so meine kleinen Probleme. Während Kahlen eher zurückgezogen lebt, machen zwei ihrer Schwestern lieber Party. Da sie weder Nahrung noch Schlaf brauchen nutzen sie das natürlich zu ihren Gunsten aus. Ihre unvergleichliche Schönheit macht ihr Übriges. Ganz schön oberflächlich, oder? Könnte man meinen, wenn man nicht ihre Hintergrundgeschichte kennen würde. Von den Eltern gemieden, nicht wertgeschätzt, als Last empfunden, misshandelt oder sogar zum Sterben ins Meer geworfen.. alles trat irgendwann einmal auf. So ist es nur logisch, dass sie jetzt, da sie die Möglichkeit dazu haben, ihr Leben so leben wie sie wollen - und endlich genießen.

Auch wenn ich an ihnen selbst ab und an zweifelte, so zweifelte ich doch nie an ihrer Liebe füreinander. Liebe für Menschen, die das Schicksal zusammengebracht hat. Die die gleiche Bürde zu tragen haben. Menschen, bei denen sie als einziges sie selbst sein konnten, ohne sich verstellen zu müssen, ohne lügen zu müssen und ohne die ganze Zeit im Hinterkopf zu haben, dass sie sterben falls sie ihre Stimme hören. Es ist ein einzigartiges Band, das sie mit allen Sirenen, die es gab und noch geben wird, verbindet. Vor allem im letzten Drittel ist diese Liebe so greifbar und man versteht, dass Liebe mit dem Tod nicht endet, sondern diesen überdauert.

Apropos Liebe. Siren wird als Liebesgeschichte gehandelt, was sie im Grunde genommen auch ist. 
Die Szenen zwischen Kahlen und Akinli waren allerdings leider verhältnismäßig rar. Aber wenn es um die beiden ging, war ich jedes Mal Feuer und Flamme für Akinli. Ich mochte seine Art, seinen Humor - einfach alles an ihm! Ich finde es schade, dass es nicht mehr von ihm zu lesen gab. Das einzig Negative ist allerdings die Instalove. Nach einer kurzen gemeinsamen Zeit waren die beiden sich bereits verfallen. 
Siren kam aber auch gut mit diesen wenigen Szenen aus. Denn im Gegensatz zu anderen Romanen geht es nicht nur um die Liebe zwischen zwei Menschen, sondern eben auch die Liebe zwischen Mutter und Tochter, Familien und Schwestern, die nicht blutsverwandt sind. 

Trotz kleiner Kritikpunkte ist es es definitiv wert, gelesen zu werden. Ich will mehr davon, Kiera Cass! 



Fazit

Pro:
  • angenehmes Erzähltempo
  • glaubwürdige Charaktere
  • interessantes Setting
  • nicht nur romantische Liebe sondern auch Geschwisterliebe ist Thema

Contra:
  • stellenweise nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonistin 

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , , | Keine Kommentare

Rezension zu "Zurück ins Leben geliebt"

Colleen Hoover, Ugly Love, Zurück ins Leben geliebt, dtv, Jugendbuch, Rezension, Romance, Liebe, Liebesgeschichte, books
Colleen Hoover - Zurück ins Leben geliebt

Ein Hoover, der hält, was er verspricht!

Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 368
Preis: 12,95€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
Einteiler
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist … 

Eigene Meinung


Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat.

Ich bin bekennender CoHo Fan und trotzdem musste "Zurück ins Leben geliebt" eine Weile auf meinem SUB versauern. Aber vorgestern habe ich mich endlich rangewagt und es nach nur 2 Tagen beendet.
Colleen hat einen einzigartigen Schreibstil (eins ihrer Zitate habe ich mir sogar auf ein T-Shirt drucken lassen, weil ich es so treffend fand). Sie schafft es mit nur wenigen Worten oder Andeutungen, dass man gleich angefixed ist und wissen möchte, wohin die Geschichte führen wird. So war es nun auch wieder hier.

Tate findet Miles betrunken vor ihrer Wohnung - bzw. vor der ihres Bruders, denn sie ist bei ihm eingezogen - und als sie ihn bei sich aufnimmt und auf dem Sofa ausnüchtern lassen will, bricht er weinend zusammen. Was muss einem jungen Mann passiert sein, dass er derart leidet? Was muss vorgefallen sein, dass jemand so am Ende ist? Ich war auf den ersten Seiten sofort Feuer und Flamme.

Miles ist nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen und er will auch nie wieder lieben. So viel erfährt man als Leser, als Miles & Tate eine rein körperliche Beziehung eingehen wollen. Oder um es mit Tates Worten zu sagen: Es geht um Sex. Viel Sex. Dabei gibt es zwei Regeln:
Nummer 1: Frage niemals nach meiner Vergangenheit
Nummer 2: Erwarte dir keine Zukunft mit mir
Man wird nach und nach an das Geheimnis herangeführt, nach jedem "Gegenwart-Kapitel" kommt eins aus Miles' Vergangenheit, das 6 Jahre zuvor, also zu der Zeit in der das, was Miles auch heute noch quält, passiert ist. Auch wenn ich schon nach den ersten 3 "Vergangenheits-Kapiteln" eine Vorahnung hatte, wohin das alles führen wird, und sie dann auch bestätigt wurde, war ich dennoch nicht darauf gefasst, wie grausam das für ihn gewesen sein muss. Die Kapitel aus seiner Sicht haben mir hier gut gefallen, denn man kann sich nach und nach bestimmte Verhaltensmuster erschließen, zusätzlich geben sie Miles Tiefe.

Trotz dessen war es das bisher einzige CoHo Buch, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Nicht mal eine klitzekleine Träne. Womit wir nun wohl zu dem kommen, was mir leider negativ aufgefallen ist: Auch, wenn ich die Geschichte wie immer sehr genossen habe, sie mich angesprochen und mitgerissen hat, hat mir diesmal etwas gefehlt.

Und zwar hatte ich das Gefühl, dass sich bei Tate alles nur um Miles gedreht hat. Was macht Miles wohl? Wann ist er wieder da? Was ist sein Geheimnis? Freunde hat Tate bis auf den 80-jährigen Aufzugpiloten Cap eigentlich keine, nur ein einziges mageres Mal werden diese erwähnt. Vor allem in den Zeiten, in denen Miles nicht zu Hause ist, ist mir das sehr aufgefallen. Vielleicht waren genau deswegen diese Szenen rar, denn Colleen hat immer mal wieder Wochen übersprungen, als Miles arbeitete. Doch dadurch hatte ich eben leider das Gefühl, dass Tate außer Sex mit Miles, Unterhaltungen mit Cap und Uni/Arbeit nichts anderes zu tun hatte. Leider machte das für mich den Charakter von Tate, auch wenn sie in Interaktion mit Miles humorvoll und bodenständig rüberkam, etwas blass bzw. eindimensional.

Apropos Sex mit Miles: Normalerweise sind Sexszenen in CoHo Büchern rar gesäht, hier allerdings haben die Protagonisten es eigentlich jedes Mal, seit es die Abmachung gab und sie sich gesehen haben, miteinander getrieben. Aber auch wenn es verhältnismäßig viel Sex gab, waren dessen Beschreibungen immer ansprechend und keineswegs billig.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass das Buch wie jedes ihrer Bücher einzigartig ist. Es spricht wie immer ein schwieriges Thema an und verpackt es in einer Liebesgeschichte, die zeigt, das Liebe nicht nur schön, sondern auch hässlich sein kann. (Den Originalitel "Ugly Love" finde ich übrigens sehr passend!) Aber auch, dass man mit Hilfe der Liebe alles überwinden und schaffen kann.

Für mich war es zwar nicht das stärkste Hoover - den Platz hat nach wie vor Love & Confess inne - aber es gibt wie eigentlich immer eine definitive Leseempfehlung!
Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung mit Nick Bateman und inwieweit er den zerrissenen Miles darstellen kann.



4 pandas, pandastic books, rezension, colleen hoover
4 Pandas


Fazit

Pro:
  • Schreibstil
  • Vermittelte Gefühle
  • Spannung
  • Mitreißend
  • Thematik

Contra:
  • Das Gefühl, als würde sich Tate's Welt nur um Miles drehen

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , , | Keine Kommentare

Rezension zu "Zurück nach Hollyhill"

Hollyhill, zurück, verliebt, Zeitreise, Alexandra Pilz
Zurück nach Hollyhill
Ganz anders als erwartet und dennoch unfassbar gut!

Zurück nach Hollyhill - Alexandra Pilz

Verlag: Heyne
Seiten: 352
Preis: 16,99€ (HC)
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2013
Erster Teil der Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺

Klapptext:

Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken …

Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …

Eigene Meinung:

Anfangs wusste ich nicht wirklich, was ich mir unter diesem Klapptext vorstellen sollte und ich konnte nicht ahnen, wohin es führen wird! Allein das Cover hat schließlich den Ausschlag gegeben, dass Zurück nach Hollyhill bei mir eingezogen ist. Und ich kann wirklich nur Gottseidank sagen!

Man wird gleich am Anfang mit dem mysteriösen Brief von Emilys verstorbener Mutter konfrontiert, die diese auffordert nach Hollyhill zu reisen. Auch Fee, Emilys enthusiastische beste Freundin, lernt man hier kennen und mögen. Gemeinsam beraten sie, ob Emily nach England reisen soll und entscheiden sich dafür. Schade, dass es das auch schon von Fee war, ich hätte gerne mehr von ihr erfahren!

Da irgendwie keiner - nicht einmal Google - eine Ahnung hat, wo Hollyhill liegt, nimmt sie einen Bus ins Zentrum Dartmoors und lernt dort Matt kennen. Dieser liest sie auf als sie gerade zu Fuß im Regen unterwegs war und ist zufälligerweise in die Richtung, in der Hollyhill liegt, unterwegs. Als er sie kurze Zeit später dort absetzt findet sie heraus, dass er sogar dort wohnt. Aufgrund der Beschreibungen der Autorin konnte ich mir ohne viele Worte Hollyhill sehr gut vorstellen und auch die Bewohner waren zwar etwas schrullig, aber definitiv liebenswert. Schade fand ich es hier, dass man bis auf die beiden Hauptfiguren Emily und Matt recht wenig bis gar nichts über die anderen Bewohner erfährt. Sie bleiben recht blass und sind so für mich als Personen nicht allzu greifbar gewesen. Durch ihre wenigen Auftritte konnte man zwar Sympathien bilden, aber eben keine Bindung.

Matt war für Emily und mich schwer einzuschätzen. Manchmal ist er hilfsbereit und nett, manchmal eiskalt und abweisend und würde sie am Liebsten aus dem Dorf haben. Trotz dessen war er mir recht sympathisch, vor allem, als seine Beweggründe aufgedeckt wurden, wieso er sich so verhält. Ich fand es hier sehr angenehm zu lesen, dass er zwar eine Art Bad Boy Attitüde hatte (ihr wisst schon.. Junge behandelt Mädchen schlecht weil er's kann und gut aussieht), diese aber logisch begründet ist und sich dann auch ablegt, als er merkt, dass Emily ganz anders ist als er dachte.

Auch für mich war Emily anders als gedacht. Sie ist zwar recht impulsiv und handelt auch dementsprechend (sie entscheidet innerhalb von einem Tag, dass sie in zwei Tagen spontan nach England fliegt), ist aber für ihre 17 Jahre schon sehr reif und ganz im Gegenteil zu dem, was man über Gleichaltrige liest, weder kindisch, noch verweichlicht noch lässt sie lieber die Männer die Drecksarbeit machen anstatt selbst anzupacken. Für mich also ein großer Pluspunkt, endlich mal wieder von einer Heldin zu lesen, die stark, klug (sie möchte Medizin studieren) und auch bereit zu handeln ist. Das und ihr Humor hat mich der Geschichte Pluspunkte geben lassen!

Tja, und wenn wir schon bei Pluspunkten sind.. Der Roman hat eine sehr interessante Geschichte, auf die ich so nicht vorbereitet war. Ich habe es mir extra gespart, noch einmal den Klapptext zu lesen bevor ich mich ins Buch stürze, um nicht voreingenommen zu sein. Und es hat sich gelohnt! Die Geschichte plätschert zwar anfangs noch ruhig, aber keinesfalls langweilig oder langatmig dahin, baut sich dann aber immer weiter auf und es kommt zu Wendungen, die ich so nicht erwartet habe. Okay, das ist ein klein wenig gelogen, denn ungefähr eine Seite bevor es geschehen ist hatte ich ne Idee, was passieren könnte. Aber mehr auch nicht! ;-)
Sie wird gegen Ende sogar nochmal richtig spannend und hatte einen Hauch von Krimi, sodass ich es nicht erwarten konnte zum Ende zu gelangen. Trotz anderer Schauplätze bleiben Hollyhill und ihre Bewohner immer Dreh- und Angelpunkt, was ich sehr gelungen fand.

Auch eine Liebesgeschichte ist vorhanden, die endlich mal nicht das typische Young Adult- bzw. New Adult-mäßige hat, sondern einfach nur süß ist, ohne dass sich diejenigen gleich an die Wäsche wollen. Hach. Ab und an musste ich sogar seufzen. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier für mich wieder, dass es ein klitzekleines bisschen zu schnell ging, aber hey, das haben die zwei dann wieder durch ihre Persönlichkeiten und ihr Miteinander wettgemacht, denn man erfährt im Gegensatz zu anderen Romanen dieses Genres sehr viel über ihre Gefühlswelt.

Das Buch ist insgesamt rund und stimmig und hat mich sehr gut unterhalten. Vor allem gegen Ende hin war es sehr spannend und actionreich, ich freue mich wirklich auf die Fortsetzung! Deswegen gibt es von mir 4,5 Pandas und eine Leseempfehlung!


Fazit:

Pro:

  • Starke, sympathische Protagonistin
  • Spannende Geschichte
  • Tolles Setting
  • Viel Wortwitz und Humor
  • Süße Liebesgeschichte
Contra:
  • Nebenfiguren bleiben zu blass
  • Liebesgeschichte einen Tick zu schnell

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Rezension zu "Love Games - Spiel ohne Regeln"

Spiel ohne Regeln - Rezension - Buch Spiel ohne Regeln - Pandastic Books

Spiel ohne Regeln verspricht ein spritziger Liebesroman zu sein, der doch vorhersehbarer war als gedacht!

Love Games - Spiel ohne Regeln - Emma Hart

Verlag: Fischer
Seiten: 320
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 21. August 2014
Teil einer Reihe (nicht abgeschlossen)
Wertung: ☺☺☺

Klapptext:

Seine Herausforderung? Sie um den Finger wickeln und ins Bett bekommen.

Ihre Herausforderung? Den Spieß umdrehen und sein Herz brechen.

Doch das Schicksal ändert den Lauf dieses Spiels.

Für Maddie Stevens ist es Hass auf den ersten Blick. Der arrogante und selbstverliebte Playboy Braden verkörpert alles, was sie verabscheut. Warum um Himmels willen geht sie also auf die Wette ihrer Freundinnen ein, dem Playboy eine Lehre zu erteilen?

Braden Carter findet das schüchterne Mädchen aus New York vom ersten Moment an heiß. Er würde alles für eine Nacht mit ihr tun – sogar bezahlen. Als seine Freunde ihn dazu anstacheln, Maddie nach allen Regeln der Kunst zu verführen, sagt er sofort zu. Denn das ist genau, was er will: Sex.

Doch Maddie ist mehr als eine atemberaubende Schönheit. Ohne es zu wollen, entwickelt Braden Gefühle für das zerbrechliche Mädchen mit den strahlend grünen Augen. Und auch Maddie muss sich eingestehen, dass hinter der Fassade des Aufreißertyps mehr ist. Braden ist charmant und lustig – ein Typ zum Verlieben eben, dessen Aussehen ihr fast den Verstand raubt. Das Spiel gerät außer Kontrolle, denn vielleicht, vielleicht sind beide genau das, was der andere braucht.

Eigene Meinung:

Interessante Idee, auch wenn sie mir irgendwie aus "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen" bekannt vorkommt. Wieso also nicht?

Die Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich mal wieder von der Fülle der Namen und verschiedenen Kapitel zumindest in den ersten Kapiteln etwas überfordert war.

Soweit so gut, aber schon im dritten Kapitel kam es mir so vor, als würde ich das Skript einer Sitcom lesen. Ich hatte ab und an das Gefühl, als würden die zwei Protagonisten interviewt werden. Als ich dann etwas weitergelesen habe, wusste ich auch endlich, wieso: Die Autorin kann einfach nicht gut schreiben, die Sätze beginnen fast immer gleich: Ich suchte, ich trank, ich ging, ich nahm, ich lief, ich kaufte, .... immer wieder das gleiche Schema. Das hat das Buch zumindest für mich etwas kaputt gemacht, es war einfach nervenaufreibend und einfach nicht schön zu lesen. Teilweise musste ich echt die Augen verdrehen.

Als ich mich dann aber mal damit abgefunden hatte, wurde das Buch definitiv besser, auch wenn das Grundschema wie bei so vielen anderen Büchern gleich ist: Ein Mädchen mit Problemen trifft auf einen Weiberhelden und sie verlieben sich. Auch wenn sie sich vorerst nur aufgrund der Wette annähern, überrascht es doch nicht, dass zwischen den beiden die Chemie stimmt. So wird die Geschichte doch ziemlich vorhersehbar, was ja im Grunde nichts schlechtes ist. Die Freunde von Maddie und Braden sind mir allesamt sympathisch und kamen mit ihren Eigenarten und Ticks auch recht lebendig vor, auch wenn nur eine gemeinsame Freundin wirklich zu erahnen scheint, wie sich die Gefühle der beiden ändern. Stellenweise hat mich sogar die Geschichte bestimmter Nebencharaktere mehr interessiert als die der Protagonisten.

Auch wenn mich die ständig gleichen Satzanfänge genervt haben, fand ich dennoch die Annäherung der beiden ziemlich süß und auch gut und glaubwürdig umgesetzt. Auch die Schauplätze hierfür wurden gut gewählt. Was mich allerdings hingegen wieder gestört hat war das angeblich schlimme Problem mit Maddies Vergangenheit. Teilweise war es nachvollziehbar und glaubhaft, andererseits wurde der andere Fall einfach nur lächerlich schnell abgehandelt und nie wieder aufgegriffen. Hier wurde das Problem meiner Meinung nach einfach viel zu sehr aufgebauscht.

Insgesamt fand ich das Buch ganz nett, die Geschichte war süß und auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Der Schreibstil und das unnötig aufgebauschte Problem hingegen konnten nicht bei mir punkten. Hier gibt es definitiv noch Luft nach oben!

Deswegen gibt es von mir insgesamt 3 Pandas.

Spiel ohne Regeln - Rezension - Buch Spiel ohne Regeln - Pandastic Books

Fazit:

Pro:
  • sympathische Charaktere
  • süß umgesetzte Geschichte
  • gut gewählte Schauplätze

Contra:
  • Schreibstil mit ständig gleichen Satzanfängen
  • unnötig aufgebauschtes Problem

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , | 2 Kommentare

Rezension zu "Dämonentochter - Verbotener Kuss"


Dämonentochter - Verbotener Kuss - Jennifer L. Armentrout
Verlag: cbt
Seiten: 448
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 10. März 2014
Erster Teil einer Reihe
Wertung: ☺☺☺,5


Klapptext:

Alex‘ Mutter wurde von Dämonen verwandelt und macht nun Jagd auf Menschen. Einzig Alex kann sie aufhalten. Doch sie ist noch keine voll ausgebildete Dämonenjägerin. Als Alex‘ Mutter einen Freund ihrer Tochter entführt, bleibt Alex keine Wahl. Sie zieht in einen Kampf auf Leben und Tod, und stellt sich allein ihrer größten Angst ...

Eigene Meinung:

Irgendwie bin ich zwiegespalten. Es ist ein tolles Buch: witzig, überraschend, fesselnd und auch teilweise romantisch. Aber... Es erinnert mich total an Vampire Academy. Was jetzt nicht unbedingt schlecht wäre, wenn es nicht wirklich beinahe 1:1 übertragbar wäre...

Man tausche also einfach die Protagonistin Rose durch Alex aus, den Lehrer Dimitri durch Aiden, die Erzfeindin Mia durch Lea (spricht sich sogar ähnlich aus!), Rose' besten Freund Mason durch Caleb und ihre beste Freundin Lissa durch Seth. Und tadah! Gleiche Charakterkonstellation, gleicher Storyverlauf. 

Ich habe zwar schon vorher von den starken Ähnlichkeiten gehört, musste mich aber dennoch selbst davon überzeugen. Und tatsächlich: Dämonentochter fängt wie VA damit an, dass die Protagonistin von der Academie abgehauen ist. Sie kehrt aus diversen Gründen zurück und muss ihre Ausbildung nach- und aufholen, sonst fliegt sie. Mit einem ihr eigens zugeteilten Lehrer. Nun... hallo erneut, Vampire Academy! Und auch die "Rasseneinteilung" ist im Grunde genommen die selbe: Die Reinblütigen entsprechen den Moroi, die Halbblütigen den Dhampiren und die Daimonen den Strigoi.
An dieser Stelle muss ich gleich mal kritisieren.. Auf dem Klapptext stand etwas von "Dämonen", der Titel des Buches lautet "Dämonentochter", aber IM Buch werden sie mit AI, also Daimonen geschrieben. Das war für mich persönlich absolut verwirrend (zumal ich diese Schreibweise gar nicht kenne) und hat mich ständig erneut aus der Story gerissen.. Irgendwann nach der Hälfte gewöhnt man sich aber Gottseidank daran und ich habe es einfach mit "ä" gelesen.

Mal abgesehen von diesen starken Parallelen hat mich Dämonentochter aber gut unterhalten. Die Geschichte war spannend und ich habe mich trotz vorhersehbarer Handlung dank Vampire Academy immer gefragt, was als nächstes passiert und ob das Buch bald von VA abweichen wird. Außerdem haben mich eindeutig die romantischen Elemente mehr überzeugt als im ersten Band der Vampire Academy und auch der Schreibstil und die Erzählweise konnten mich mehr gefangen nehmen. Ebenfalls fand ich die Charaktere toll. Alex ist zwar genauso lebendig und aufmüpfig wie Rose, aber auch hier sympathisiere ich mit ihr. Vor allem Aiden (ich liebe diesen Namen irgendwie!) hat es mir durch seine lässige, aber auch geheimnisvolle Art, angetan und ich spreche hier bestimmt für einige, wenn ich sage, dass ich manchmal nur zu gerne mit Alex getauscht hätte. x) Die Nebencharaktere wie Lea, Caleb und Seth haben mich bisher nicht so wirklich beeindruckt, aber auch sie passen ins Gesamtbild.

Im letzten Drittel hatte die Autorin zwar wieder aus Vampire Academy, diesmal Band 2, etwas abgekupfert, konnte aber dann auch durchaus mit eigenen Ideen punkten, von denen ich mich frage, wo sie noch hinführen werden. Auch die Idee mit den Göttern ist interessant, allerdings werden diese meiner Meinung nach nur immer mal wieder angeschnitten und nehmen (zumindest derzeit) noch keine größere Rolle ein. Das einzige, auf das man sich in dieser Hinsicht sicher verlassen kann ist der Ausruf "Götter!" mit diversen Abwandlungen zu "Oh Götter!" und "Bei den Göttern!", der wohl statt wie in der heutigen Zeit "Oh Gott" verwendet wird. ;)

Insgesamt war es interessant mit anzusehen, wie Alex ihren Weg meistert, welche Probleme und Risiken auf sie warten und was im Schulalltag passiert. 
Ich werde dem Buch wohl 3,5 Pandas geben, da mir einfach zu viel abgekupfert bzw. kopiert worden ist. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und mir sogar Lust gemacht, Vampire Academy noch einmal zu lesen.  Da ich schon bei "Obsidian - Schattendunkel" die Erfahrung gemacht habe, dass Frau Armentrout bei Twilight abgekupfert hat, die Folgebände sich aber in eine ganz unerwartet gute Richtung entwickelt haben, werde ich mir also auch den zweiten Band kaufen, vor allem da ich wissen möchte, wohin die Geschichte führt.





Fazit:

Pro:

  • spannende, fesselnde Geschichte mit einem Schuss Romantik
  • interessante Charaktere
  • gelungene Verknüpfung mit griechischer Mythologie
  • spannende Geschichte, trotz Ähnlichkeit zu Vampire Academy

Contra:

  • sehr viel von Vampire Academy kopiert, daher etwas langweilig und vorhersehbar
    • ähnliche Charkterstruktur
    • ähnliches Hierachiesystem
    • ähnlicher Storyverlauf

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Rezension zu "Blutsschwestern"

Blutsschwestern - Rezension - Buch Vampire Academy - Pandastic Books



Blutsschwestern, Vampire Academy 1 - Richelle Mead

Verlag: LYX
Seiten: 304
Preis: 12,95€ (TB)
Erscheinungsdatum: 12. Januar 2009
6-Teiler
Wertung: ☺☺☺☺☺


Klapptext:

Die Vampire Academy ist eine Schule für junge Vampire und ihre Beschützer. Auch die siebzehnjährige Rose – halb Mensch, halb Vampir – wird hier zur Wächterin ausgebildet. Sie hofft, eines Tages ihrer besten Freundin Lissa zur Seite stehen zu können, der letzten Überlebenden der Vampirfamilie Dragomir. Seit Lissas Eltern bei einem Autounfall den Tod fanden, besteht zwischen Rose und Lissa eine besondere Verbindung. Kurz darauf kommt es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle. Irgendjemand scheint es auf Lissas Leben abgesehen zu haben. Der Einzige, dem sich Rose anvertrauen kann, ist der gut aussehende Wächter Dimitri, der ihr Nachhilfestunden geben soll ... 

Eigene Meinung:

Eigentlich stehe ich seit Twilight nicht mehr so wirklich auf Vampire. Aber dank einigen Empfehlungen (Hallo Katja! :-) ) habe ich mich nun doch rangewagt und war mehr als begeistert!

Das Buch beginnt damit, wie man schon dem Klapptext entnehmen kann, dass man Rose und Lissa auf der Flucht erlebt. Doch kurz darauf werden sie von Wächtern, die sie zurück zur Akademie bringen sollen, aufgespürt und eingefangen. 
Zurück an der Akademie darf Rose nur unter einigen Auflagen bleiben, darunter auch zusätzliche Trainingseinheiten mit dem heißen und geheimnisvollen Wächter Dimitri Belikov, da sie ihr Training während der Flucht ziemlich vernachlässigt hat und somit im Rückstand ist. Kurz darauf ist sie genau wie Lissa im Akademiealltag gefangen und es beginnen sich in ihrer Nähe seltsame Vorfälle mit dem Ziel, Lissa zu treffen.

Rose und Lissa haben aufgrund ihrer besonderen Verbindung eine spezielle Bindung zueinander. So geschieht es zeitweise, dass Rose sich in Lissas Gedanken einklinken kann bzw. in ihren Kopf gesaugt wird, sobald Lissa aufgewühlt, verängstigt oder anderweitig erregt ist. Das kann man sich so vorstellen, dass Rose in diesen Momenten alles sieht und fühlt, was Lissa sieht und fühlt. Auf diese Verbindung hat sie vor allem anfangs keinen Einfluss.

Rose war mir als Protagonisten zwar etwas aufbrausend, dafür aber auch sehr sympathisch und loyal zu Lissa. Man spürt zu jeder Sekunde der Geschichte, dass die beiden sich sehr nahe stehen, also einfach beste Freundinnen sind, und dass sie alles dafür tun würde, um diese zu beschützen. So konnte ich mich auch in vielen Situationen mit ihr identifizieren, da sie zu jeder Zeit für Menschen, die ihr wichtig sind, einsteht.

Als Damphir - ein Halbvampir - und in der Wächterausbildung, um später Lissas Wächterin zu werden, ist sie besonders stark und widerstandsfähig. Lissa hingegen ist eine Moroi aus einer der Königsfamilien, denen später mehrere Wächter zum Schutz gestellt werden und die Unterricht in Politik, Geschichte etc. nehmen muss.


Was unterscheidet also Vampire Academy von anderen Vampirromanen?

 

Ein riesiger Pluspunkt ist für mich die Andersartigkeit der Vampire in Vampire Academy. Nachdem man immer wieder von Vampiren gelesen hat, die sich ausschließlich von Blut ernähren, glitzern, nicht in die Sonne gehen können oder auch Menschen als Blutopfer missbrauchen, wird dem Leser hier eine ganz andere Seite gezeigt:
Damphire ernähren sich nämlich von normalem Essen wie das der Menschen. Die Moroi können auch normales Essen essen, brauchen aber um richtig fit zu sein Blut. Das bekommen sie von sogenannten Spendern, die freiwillig ihr Blut zu Verfügung stellen, da sie von dem Gefühl, das daraufhin folgt, high werden.
Man kann die Moroi quasi als gute Vampire bezeichnen, da sie sich nicht gewaltsam ihre Mahlzeiten holen. Das Gegenstück dazu wären dann die bösen Vampire, die Strigoi, die im Gegensatz zu den Moroi für ihr Blut gewaltsam töten und auch gewissenlos Moroi, Damphire und Menschen umbringen. Ebenfalls sind diese nicht mehr warm, also im Gegensatz zu den Moroi wirklich untot (und können deswegen auch nicht in die Sonne), und haben ihre magischen Kräfte, die jeder Moroi von Geburt an besitzt, verloren. Außerdem sind sie durch und durch böse.

Dass die Moroi spezielle Fähigkeiten, nämlich die Beherrschung von Elementen haben, kam für mich auch unerwartet, aber keineswegs unerwünscht. Dadurch, dass die normalen Vampire aus anderen Büchern oft nur durch Schnelligkeit und außergewöhnliche Kraft charakterisiert wurden, war es umso erfrischender zu lesen, dass sich die Moroi auf ein Element spezialisieren können und sich somit von diesen differenzieren. So können beispielsweise manche das Feuer kontrollieren, andere das Wasser usw. 

Die Geschichte bleibt durchweg spannend und unvorhersehbar, man lernt den Akademiealltag kennen und auch einiges über die übernatürliche Welt an sich. Durch die im Klapptext erwähnten Vorfälle ist man sogar als Leser so sehr auf der Hut, dass man eigentlich zu jeder Zeit des Buches darauf wartet, dass es endlich passiert und ich habe mich unentwegt gefragt, wer denn eigentlich dahinter steckt. Meine ein oder andere Theorie hat sich leider als falsch erwiesen. x)
Rose als Protagonisten hat es mir sehr angetan, Lissa ist mir bisher noch etwas zu schwächlich. Es müssen einige Probleme bewältigt werden und dann ist der unheimlich gut aussehende und definitiv verbotene Wächter Dimitri, der täglich mit Rose trainiert, noch das geringste.
Sogar am Ende schafft es die Autorin noch einmal, mit einer überraschenden Wendung zu punkten.

Für mich war Vampire Academy ein absoluter Glücksgriff und konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Ich liebe Rose als Protagonistin, ich liebe die Idee von Rose und Dimitri als Paar und shippe die beiden sowas von! :D Vor allem finde ich diese Andersartigkeit der Vampire, deren Unterschiede, aber auch die Welt an sich super aufregend und spannend. Auch andere, wichtige Personen sind schön und authentisch ausgearbeitet, sodass nur unwichtige Charaktere blass bleiben.

Für mich gibt es deswegen volle 5 Pandas und die restlichen Bände sind auch schon gekauft!


Blutsschwestern - Rezension - Buch Vampire Academy - Pandastic Books

Fazit:

Pro:

  • starke Protagonistin
  • authentische Charaktere
  • interessant ausgearbeitete Welt
  • durchweg spannend und unvorhersehbar
  • in sich schlüssige Geschichte

Contra:

  •  -

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , | 8 Kommentare

Rezension zu "Zeitenzauber - die magische Gondel"

Zeitenzauber - Rezension - Buch Zeitenzauber die magische Gondel - Pandastic Books


Zeitenzauber - die magische Gondel - Eva Völler

Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 336
Preis: 14,99€ (HC)
Erscheinungsdatum: 2014
Teil einer Trilogie, kann als Einzelband gelesen werden
Wertung: ☺☺☺☺☺

Klapptext:

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ...


Eigene Meinung:

Da ich ein Fan von Zeitreisen und von Venedig an sich (ich war da schon öfters! :)) bin, war für mich klar, dass ich dieses Buch besitzen muss. Und es wurde definitiv zu einem meiner Highlights dieses Jahres!

Das Buch beginnt mit einem Brief aus dem Jahre 1499, der voller Tintenkleckse ist und eine sonderbare Nachricht enthält. Seit der ersten Seite habe ich die ganze Zeit darauf hingefiebert, dass das Geheimnis darum gelüftet wird. - Die Seiten flogen nur so dahin!

Aber zurück zum Anfang: Alles beginnt damit, dass die 17-jährige Anna ihren Sommerurlaub mit ihren Eltern in Venedig verbringt und bei einem Ausflug unerwartet in den Kanal fällt. Als sie zu sich kommt, fallen ihr zwei Dinge auf: A) Sie ist nackt und B) das ist nicht das Venedig, das sie kennt! Als man sie zu überzeugen versucht, dass sie im Venedig Ende des 15. Jahrhunderts gelangt ist, glaubt sie es natürlich zuerst nicht.

Doch schnell merkt sie, dass es sich doch um die Wahrheit handelt. Denn sobald sie versucht, "neumodische" Wörter, die nicht in diese Zeit passen (wie bspw. iPod), auszusprechen, gelingt ihr das nicht. Stattdessen sagt sie Taschenspiegel. Nach und nach erfährt Anna, dass es sich um eine Art "intergalaktischen Translator" handelt, der automatisch ihre ausgesprochenen Wörter der aktuellen Zeit anpasst. So werden eben nicht nur Wörter wie iPod oder Klo verwandelt, sondern sie versteht auch alle Sprachen, die die Leute hier sprechen.

Anna möchte schnellstmöglich wieder zurück in ihre Zeit, doch das ist nicht so einfach, denn es stellt sich heraus, dass sie eine Aufgabe zu erledigen hat, bevor sie zurückreisen kann. Diese wird ihr zu ihrem Unglück nicht mitgeteilt, sondern sie muss selbst herausfinden, was sie tun muss. 

Da das Buch nach und nach immer mehr Spannung aufnimmt, bis ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte (ich glaube, ich habe bis nachts um 3 gelesen? ;)), verrate ich hier nicht weiter, was alles auf Anna zukommt. Besonders gut haben mir der Wortwitz und die Anwendung des intergalaktischen Translators gefallen. Ich fieberte immer mehr mit Anna mit und hoffte, dass sie endlich herausfindet, was sie tun muss. Dabei werden ihr immer wieder neue Hindernisse in den Weg gelegt. Auch die Liebe kam nicht zu kurz! Kleine Fußnoten zu Erklärungen der italienischen Sprache haben das ganze auch nochmal ein wenig aufgepeppt und zusätzlich zu dem geschichtlichen Hintergrund einen kleinen Lerneffekt heraufbeschworen.

Insgesamt also ein richtig tolles Buch, das mich absolut positiv überraschen und fesseln konnte! Dass ich gleich nachts um 3 noch mein iPad geschnappt habe und Band 2 und 3 bestellt habe, spricht wohl für sich. Auch, wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist und somit keine Nachfolgebände bedarf. :)

Für mich eine absolute Empfehlung!!



Zeitenzauber - Rezension - Buch Zeitenzauber die magische Gondel - Pandastic Books

Fazit:

Pro

  • sympathische Protagonistin
  • originelle, fesselnde und spannende Story
  • tolle Schauplätze
  • Lerneffekt durch Zeitreisehintergrund und italienischen Fußnoten
  • witzige Unterhaltungen
  • undurchschaubare Wendungen

Contra:

  • Ende wirkt minimal überstürzt 

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , , | 6 Kommentare

Rezension zu "Riley Blackthone - Aller Anfang ist die Hölle"

Aller Anfang ist die Hölle - Rezension - Buch Aller Anfang ist die Hölle von Riley Blackthone - Pandastic Books Blog


Riley Blackthrone - Aller Anfang ist die Hölle - Jana Oliver

Verlag: Fischer
Seiten: 560
Preis: 9,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 26. September 2012
Tetralogie
Wertung: ☺☺☺☺,5

Klapptext:
Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen. 


Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat. 


Eigene Meinung:
Nachdem ich mir das Buch bereits am 16. September gekauft hatte, bin ich dennoch eine Weile darum herum geschlichen und habe lieber andere Bände gelesen oder Re-Reads gemacht, anstatt damit anzufangen. Warum fragt ihr euch vielleicht? Ehrlich gesagt, keine Ahnung! Ich kann nur sagen, dass mich das Buch dann ab Seite 1 in seinen Bann gezogen und ich es innerhalb eines Tages durchgelesen hatte! Die Folgebände sind schon auf dem Postweg zu mir. ;)

Aber nun zum Buch an sich: Die Autorin hält sich nicht lange mit Beschreibungen oder Einführungen auf, sondern man wird gleich in die Geschichte hineingeworfen. Man erlebt also Riley hautnah, wie sie versucht einen Dämonen ersten Grades (das sind die schwächsten) zu fangen und beinahe scheitert. Doch dadurch lässt sich Riley nicht unterkriegen. Auch wenn sie etwas schusselig ist, ist sie dennoch eine starke Persönlichkeit für ihre 17 Jahre. Genau das, was ich an weiblichen, jungen Protagonistinnen am liebsten mag! So konnte ich mich auch das ganze Buch über gut mit ihr identifizieren und auch in allen möglichen Lagen mit ihr mitfühlen. Es gab nicht eine einzige Stelle, in der ich mir nicht - wie bei so vielen Young Adult - Büchern - die Hand an die Stirn klatschen oder den Kopf über diverse Reaktionen schütteln wollte.

Als bisher einzige weibliche Dämonenfängerin musste sie auch diese Eigenschaften mit sich bringen, um zu überleben. Sie wird von einigen Menschen hart kritisiert und muss viel aushalten. Dazu kommt noch, dass sie die Tochter des berühmten Dämonenfängers Paul Blackthrone ist. Somit lastet noch mehr Druck auf ihr, sich zu beweisen und gut abzuschneiden. Neben ihrem Vater spielen noch 3 weitere Männer eine größere Rolle in ihrem Leben, doch hier möchte ich nicht zu viel erzählen und verrate nur so viel: Es könnte sich ein Liebesdreieck anbahnen! :D

Nachdem das Buch recht spannend begonnen hat, wird es erstmal etwas ruhiger, bis es dann wieder Fahrt aufnimmt. So läutet ein bestimmtes Ereignis eine große Veränderung für Riley ein, die auch den Rest des Buches (und vermutlich auch die anderen Teile) beeinflusst. Die Autorin hat hier viel Wert auf die sichtbare Veränderung der Protagonistin und auch der Nebencharaktere gelegt, die auch verständlich und nachvollziehbar beschrieben wird. Ich finde es persönlich sehr gut, dass sie so viel Wert auf alle Hauptcharaktere und nicht nur die Protagonistin an sich gelegt hat. So wirkt die Story insgesamt glaubhafter. Wobei mir allerdings die Glaubhaftigkeit etwas gefehlt hat war die Tatsache, dass Riley ständig mit ihrem Auto unterwegs war, obwohl sie a) Geldnot hatte und b) der Sprit angeblich sehr sehr sehr teuer geworden ist. Das passte leider nicht ins Bild!

Es wird fast ausschließlich aus der Sicht von Riley erzählt, doch ab und an kommen auch mal Kapitel, die aus der Sicht von Beck, einem guten Freund von Rileys Vater in ihrem Alter, geschildert werden. Solche Kapitel führen zu einem tieferen Einblick für die Leser, die man nicht hätte, wenn man nur aus Rileys Sicht lesen würde. Ich mag sowas sehr gerne, da das auf die Handlungen von Personen ein ganz anderes Licht wirft. Aber auch die Dialoge zwischen Beck und Riley sind ziemlich witzig und sorgten auch bei düsteren Szenen für eine humorvolle Stimmung. Nur allein die Jugendsprache stört minimal. Ein paar huh's und yeah's weniger hätten es da auch getan. :)

Insgesamt kann man wohl sagen, dass ich mehr als begeistert von dem Buch bin, die Autorin hat eine einzigartige Welt erschaffen und dabei Feinheiten wie die verschiedenen "Level" der Dämonen sowie deren Fähigkeiten und Eigenschaften sehr intensiv ausgearbeitet. Doch auch mit den Gefühlen der Hauptpersonen hatte sie sich gut auseinander gesetzt, sodass ich zu jeder Zeit mit ihnen mitfühlen und mich v.a. in die Protagonistin ohne Probleme hineinversetzen konnte. 

Das Ende verspricht eine interessante Fortsetzung, vor allem, da einige Fragen bewusst nicht beantwortet wurden. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass der Postbote heute noch vorbei kommt! ;)

Deswegen gibt es von mit 4,5 Pandas!




Fazit:
Pro:

  • lebensechte Protagonistin
  • spannende, fesselnde Story
  • tiefgründige, sympathische Charaktere
  • interessante Grundidee und geschaffene Welt
  • viel Liebe zum Detail, vor allem bei den Dämonen
  • witzige Dialoge trotz düsterer Stimmung

Contra:

  • englische huh's und yeah's wurden übernommen, was etwas zu viel ist
  • Riley fährt ständig Auto, obwohl der Sprit angeblich sehr sehr sehr teuer ist und sie Geldnot hat

Weiterlesen

Labels: , , , , , , , , , | 4 Kommentare

Rezension zu "Wie wir uns aus Versehen verliebten"

Wie wir uns aus Versehen verliebten - Rezension - Buch Wie wir uns aus Versehen verliebten von Kristen Tracy - Pandastic Books Blog

Wie wir uns aus Versehen verliebten - Kristen Tracy

Verlag: cbj
Seiten: 208
Preis: 12,99€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2014
Einzelband 
Wertung: ☺


Klapptext:
Bei Anruf Herzklopfen

Als Lucy die falsche Nummer wählt, landet sie ausgerechnet bei Highschoolflirt James Rusher in der Leitung. Auf Anhieb haben die beiden einen guten Draht zueinander: Was als Versehen begann, setzt sich mit Anrufen von früh bis spät fort. Im wirklichen Leben sind sich Lucy und James nie begegnet. Doch bald vertrauen sie sich Dinge an, die nicht einmal ihre engsten Freunde wissen. Als James endlich ein Treffen vorschlägt, willigt Lucy zögerlich ein – und dann versetzt James sie …

Eigene Meinung:
Ich hatte mal wieder Lust auf ein locker leichtes Buch zwischendrin und statt Herzklopfen hat sich bei mir nur Langeweile und Frustration eingestellt.

Das Buch bestand wirklich ausschließlich aus Telefonaten und Mailboxnachrichten, man hatte keinerlei direkten Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten. Und genau diese Distanz war eigentlich das größte Manko des Buches: Man hat eigentlich nicht wirklich etwas aus dem Leben der beiden Erfahren, man konnte keinen Ort, kein Geschehen, kein Aussehen und nicht einmal die Stimmung einschätzen. Vor allem bei Telefongesprächen war das ziemlich schwierig, da man von der Intonation lebt. Wenn man weiß, dass die Hauptperson wütend ist, liest man das ganz anders, als wenn sie fröhlich ist. 

Auch bei ernsteren Themen fehlten auch Einblicke, sodass alles irgendwie recht oberflächlich bleibt. Man hat den Protagonisten vor allem ihr Alter angemerkt. Es wurden Dinge in den Raum geworfen, die eine Partei war wütend und hat es ignoriert und dann wurde eben nicht weiter drauf eingegangen. Ich für meinen Teil konnte das wirklich nur schwer verdauen, da ich sehr viel Wert lege, mich in meine Figuren hineinversetzen zu können bzw. sie wenigstens verstehen zu können. Fehlanzeige! Ich konnte bis zum Ende nicht mit ihnen mitfühlen und war gar nicht in der Geschichte drin.

Eigentlich habe ich nur in der Hoffnung weiter gelesen, dass es besser wird. Wurde es aber leider nicht.. Durch diese teilweise nichts aussagenden Gespräche wurde alles nur aneinander gereiht. Auch Lucys Verhalten war mehr als fragwürdig und nicht nachvollziehbar, James hingegen konnte wenigstens halbwegs durch sein Interesse an einer Freundschaft mit ihr punkten. Aber leider war das auch schon alles positive, was ich zu dem Buch sagen konnte, den gerade, als es erstmals interessant zu werden scheint, endet das Buch. Und von verliebt sein kann hier auch absolut nicht die Rede sein.

Für mich leider ein absoluter Griff ins Klo, obwohl der Klapptext so interessant klang.


Wie wir uns aus Versehen verliebten - Rezension - Buch Wie wir uns aus Versehen verliebten von Kristen Tracy - Pandastic Books Blog


Fazit:
Pro:
• männlicher Protagonisten erzeugt etwas Sympathie

Contra:
• platte, unsympathische weibliche Protagonistin
• man kann sich die Charaktere und den Handlungsort nur sehr schlecht vorstellen
• kein Gefühl von "Verliebtheit"
• Telefongespräche und Mailboxaufnahmen führen zu Distanz zu Protagonisten

Weiterlesen

Labels: , , , , , | Keine Kommentare
Powered by Blogger.

Swedish Greys - a WordPress theme from Nordic Themepark. Converted by LiteThemes.com.