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Rezension zu "Windfire"

Windfire - Lynn Raven

Eine mythische Welt mit neuartigen Wesen, aber mit leider zu wenig Fantasyelementen und nerviger Protagonistin

Windfire - Lynn Raven

Verlag: cbt
Seiten: 464
Preis: €14,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Einzelband
Wertung:☺☺☺☺

Der Klapptext

Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.

Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.


Eigene Meinung



Seit ich vor Jahren „Der Kuss des Kjer“ gelesen habe, ist das DER Maßstab für alle Lynn-Raven-Bücher. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und es fing vielversprechend an.

Auch wenn ich anfangs minimale Einstiegsprobleme hatte, fand ich mich dennoch sehr schnell zu recht. Und ab da nahm die Geschichte eine Geschwindigkeit auf, die selten Zeit für Atempausen ließ. Man will immer wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht, was als nächstes kommt. Hierbei konnte mich Shane, der männliche Part, sehr mit seiner Art, seinen Werten, Vorstellungen und seinem Auftreten überzeugen. Er handelte logisch und doch temperamentvoll, war umsichtig aber auch zu allem bereit. Ich habe gern von ihm gelesen und mich über jedes Kapitel aus seiner Sicht gefreut.

Der weibliche Part Jessica hingegen hat es mir nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie ein „runder“, gut ausgearbeiteter Charakter ist. Alles in ihrem Denken und Handeln ist auf ihren Bruder ausgerichtet. Sie lebt und arbeitet, um ihn zu beschützen. Tja, bis Shane auftaucht. Dann hat sie ihn zwar noch im Hinterkopf, aber ihre Hingabe konnte ich ihr nicht mehr abkaufen, denn wer stürzt sich denn Hals über Kopf in ein Abenteuer mit einem fast Fremden und lässt ohne weiter darüber nachzudenken den kleinen, fast 10 Jahre jüngeren, kränklichen Bruder zurück? Mal ganz abgesehen davon, dass sie ziemlich zickig war und sich ihre Gedankengänge bezüglich Shane 2/3 des Buches zwischen „Man ist der heiß“ und „Er ist ein Vollidiot“ abwechselten. Man sieht ich bin kein wirklicher Fan von ihr und bis zum Ende hin auch nicht ganz mit ihr warm geworden.

Auch die Fantasyanteile kamen meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte hätte man viel mehr ausbauen können, sie hatte so viel Potenzial! Stattdessen war sie nur am Rande präsent. Man war in dieser magischen Welt, fieberte mit dem Protagonisten (sorry, Jessica!) mit, aber bekam bis auf wenige Ausnahmen diese fantastischen Elemente gar nicht zu sehen. Man hätte so viel mehr herausholen können. Umso besser fand ich die Atmosphäre. Die Thematik und demnach auch das Setting waren aufregend neu und faszinierend. Wann trifft man schon mal auf einen Dschinn oder den Orient? Ich konnte mich richtig in die Umgebung reinfühlen, spürte den Wind in den Haaren oder den Sand an den Füßen. 

Die Kapitel wechselten in unregelmäßigen Abständen zwischen den beiden Protagonisten. Man konnte sich so besser in die Charaktere hineinversetzen, verstand ihre Beweggründe und hatte Wissen, das man ohne beide Sichtweisen nicht hätte. Es gab auch ein paar wenige Kapitel, die aus einer ganz anderen Sicht geschildert wurden. Mit denen konnte ich leider gar nichts anfangen, denn in meinen Augen waren diese unnütz und haben keinen signifikanten Wert zur Geschichte beigetragen. 


Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ich war gespannt, wo die Geschichte hinführt und habe dementsprechend auch nur knapp über einen Tag gebraucht bis ich es durch hatte. Leider waren die Fantasyelemente kaum greifbar vorhanden und am Ende blieben - zumindest mir - ein paar Fragen offen, die trotz der Sichtwechsel nicht geklärt werden konnten.


Fazit

Pro:
  • überzeugender männlicher Protagonist
  • interessantes Setting
  • neuartige/kaum verbrauchte mythische Wesen
  • toller Schreibstil

Contra:
  • nervige Protagonistin
  • am Ende bleiben Fragen offen
  • leider nur wenig Fantasyelemente

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Rezension zu "Siren"

Siren, Kiera Cass, Selection, Liebesroman, Jugendroman
Siren - Kiera Cass
Ein Buch, das mich mehrmals überrascht hat und ganz anders ist als erwartet!

Siren - Kiera Cass

Verlag: Fischer FJB
Seiten: 368
Preis: €12,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2016
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.


Eigene Meinung


Siren ist eins der Bücher, bei denen ich beim Lesen oftmals ratlos war, was ich denken oder fühlen sollte.

Hundert Jahre muss Kahlen der See dienen. Hundert Jahre lang stumm unter den Menschen leben, denn ihre Stimme ist tödlich. Hundert Jahre lang muss sie Menschen in den Tod singen, wenn die See nach neuen Opfern verlangt. Hundert Jahre - und dann erst ist sie frei. 

"Man könnte sagen, du bekommst drei Leben. Eins, von dem du nicht weißt, wie du es leben sollst, eins, in dem du mächtiger bist, als sich irgendjemand vorstellen kann, und eins, in dem du deinen Weg gefunden hast und alles erreichen kannst, was du dir wünschst."

Wir schreiben das Jahr 1933. Kahlen ist mit ihrer Familie auf einer Schifffahrt, als plötzlich alle Menschen wie von Sinnen in einem Unwetter von Bord springen, sie eingeschlossen. Doch sie kämpft gegen den Sog des unheimlichen Gesangs an. Sie will leben, koste es was es wolle. Und somit wird sie von der See erwählt.

Von diesem Tag an steht sie in ihrem Dienst und muss mit ihren Schwestern - Mädchen, die ebenfalls von der See erwählt wurden - immer, wenn sie danach verlangt, singen. Und mit ihrem Gesang reißen sie Menschen in den Tod. Hundert Jahre lang müssen sie ihr dienen und erst wenn diese abgelaufen sind dürfen sie wieder ein normales menschliches Leben leben. Doch bis dahin sind sie Todesboten - Sirenen.

Die See war ein interessanter Feind. Sie war nicht menschlich, aber hatte menschliche Züge - und auch wieder nicht. Sie war grausam, da sie Menschenopfer forderte, aber man hatte immer das Gefühl, dass sie es nicht wollte sondern eine Notwendigkeit war. Sodass viele leben konnten, mussten wenige sterben. Sie war mitfühlend, aber auch furchtbar egoistisch. Man hasste sie, aber man verstand sie auch. Sie rettet Mädchen, die zu Tode gekommen wären, und gibt ihnen durch die Wandlung zur Sirene eine zweite Chance auf das Leben. Sie empfindet Liebe und Mitgefühl für sie und sieht sie ab diesem Zeitpunkt als ihre Töchter an.  Auf der anderen Seite sucht sie ihre Opfer fast willkürlich aus und zuckt auch nicht mit der Wimper - ihr wisst schon, sinnbildlich. Stellt euch jetzt ja nicht eine See mit Gesicht vor! - wenn sie ein ganzes Kreuzfahrtschiff kentern lässt und somit alle dem Tod weiht. Ich wusste also nie wirklich, was ich von ihr halten sollte.

Genauso ging es mir mit Kahlen. Sie leidet sehr unter dem, was sie tun muss: Schreckliche Albträume und Schuldgefühle hinsichtlich der Toten quälen sie. 80 Jahre muss sie nun schon der See dienen und mit keinem Tag wurde es einfacher. Doch anstatt im Hier und Jetzt Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten, träumt sie nur davon. Sie träumt davon, etwas zurückzugeben, statt wirklich etwas zurückzugeben. Und selbst das verblasst, wenn es um ihren größten Traum geht: Heiraten und die große Liebe finden. Versteht ihr, was ich meine? Sie hat ein großes Herz und die Bürde, die sie trägt, ist so greifbar. Aber auf der anderen Seite tut sie nichts dagegen, um die zenterschwere Last zu erleichtern. In gewisser Weise ist sie eben doch noch die Neunzehnjährige, als die sie ihr erstes Leben beendet hat.

"Sie hatte gesagt, ich solle mein Leben weiterleben. Ich wusste nicht, wie ich Ihr sagen sollte, dass zum Leben mehr gehörte, als nur am Leben zu sein."

Auch mit ihren Sirenenschwestern hatte ich so meine kleinen Probleme. Während Kahlen eher zurückgezogen lebt, machen zwei ihrer Schwestern lieber Party. Da sie weder Nahrung noch Schlaf brauchen nutzen sie das natürlich zu ihren Gunsten aus. Ihre unvergleichliche Schönheit macht ihr Übriges. Ganz schön oberflächlich, oder? Könnte man meinen, wenn man nicht ihre Hintergrundgeschichte kennen würde. Von den Eltern gemieden, nicht wertgeschätzt, als Last empfunden, misshandelt oder sogar zum Sterben ins Meer geworfen.. alles trat irgendwann einmal auf. So ist es nur logisch, dass sie jetzt, da sie die Möglichkeit dazu haben, ihr Leben so leben wie sie wollen - und endlich genießen.

Auch wenn ich an ihnen selbst ab und an zweifelte, so zweifelte ich doch nie an ihrer Liebe füreinander. Liebe für Menschen, die das Schicksal zusammengebracht hat. Die die gleiche Bürde zu tragen haben. Menschen, bei denen sie als einziges sie selbst sein konnten, ohne sich verstellen zu müssen, ohne lügen zu müssen und ohne die ganze Zeit im Hinterkopf zu haben, dass sie sterben falls sie ihre Stimme hören. Es ist ein einzigartiges Band, das sie mit allen Sirenen, die es gab und noch geben wird, verbindet. Vor allem im letzten Drittel ist diese Liebe so greifbar und man versteht, dass Liebe mit dem Tod nicht endet, sondern diesen überdauert.

Apropos Liebe. Siren wird als Liebesgeschichte gehandelt, was sie im Grunde genommen auch ist. 
Die Szenen zwischen Kahlen und Akinli waren allerdings leider verhältnismäßig rar. Aber wenn es um die beiden ging, war ich jedes Mal Feuer und Flamme für Akinli. Ich mochte seine Art, seinen Humor - einfach alles an ihm! Ich finde es schade, dass es nicht mehr von ihm zu lesen gab. Das einzig Negative ist allerdings die Instalove. Nach einer kurzen gemeinsamen Zeit waren die beiden sich bereits verfallen. 
Siren kam aber auch gut mit diesen wenigen Szenen aus. Denn im Gegensatz zu anderen Romanen geht es nicht nur um die Liebe zwischen zwei Menschen, sondern eben auch die Liebe zwischen Mutter und Tochter, Familien und Schwestern, die nicht blutsverwandt sind. 

Trotz kleiner Kritikpunkte ist es es definitiv wert, gelesen zu werden. Ich will mehr davon, Kiera Cass! 



Fazit

Pro:
  • angenehmes Erzähltempo
  • glaubwürdige Charaktere
  • interessantes Setting
  • nicht nur romantische Liebe sondern auch Geschwisterliebe ist Thema

Contra:
  • stellenweise nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonistin 

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Rezension zu "Zurück ins Leben geliebt"

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Colleen Hoover - Zurück ins Leben geliebt

Ein Hoover, der hält, was er verspricht!

Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 368
Preis: 12,95€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
Einteiler
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist … 

Eigene Meinung


Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat.

Ich bin bekennender CoHo Fan und trotzdem musste "Zurück ins Leben geliebt" eine Weile auf meinem SUB versauern. Aber vorgestern habe ich mich endlich rangewagt und es nach nur 2 Tagen beendet.
Colleen hat einen einzigartigen Schreibstil (eins ihrer Zitate habe ich mir sogar auf ein T-Shirt drucken lassen, weil ich es so treffend fand). Sie schafft es mit nur wenigen Worten oder Andeutungen, dass man gleich angefixed ist und wissen möchte, wohin die Geschichte führen wird. So war es nun auch wieder hier.

Tate findet Miles betrunken vor ihrer Wohnung - bzw. vor der ihres Bruders, denn sie ist bei ihm eingezogen - und als sie ihn bei sich aufnimmt und auf dem Sofa ausnüchtern lassen will, bricht er weinend zusammen. Was muss einem jungen Mann passiert sein, dass er derart leidet? Was muss vorgefallen sein, dass jemand so am Ende ist? Ich war auf den ersten Seiten sofort Feuer und Flamme.

Miles ist nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen und er will auch nie wieder lieben. So viel erfährt man als Leser, als Miles & Tate eine rein körperliche Beziehung eingehen wollen. Oder um es mit Tates Worten zu sagen: Es geht um Sex. Viel Sex. Dabei gibt es zwei Regeln:
Nummer 1: Frage niemals nach meiner Vergangenheit
Nummer 2: Erwarte dir keine Zukunft mit mir
Man wird nach und nach an das Geheimnis herangeführt, nach jedem "Gegenwart-Kapitel" kommt eins aus Miles' Vergangenheit, das 6 Jahre zuvor, also zu der Zeit in der das, was Miles auch heute noch quält, passiert ist. Auch wenn ich schon nach den ersten 3 "Vergangenheits-Kapiteln" eine Vorahnung hatte, wohin das alles führen wird, und sie dann auch bestätigt wurde, war ich dennoch nicht darauf gefasst, wie grausam das für ihn gewesen sein muss. Die Kapitel aus seiner Sicht haben mir hier gut gefallen, denn man kann sich nach und nach bestimmte Verhaltensmuster erschließen, zusätzlich geben sie Miles Tiefe.

Trotz dessen war es das bisher einzige CoHo Buch, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Nicht mal eine klitzekleine Träne. Womit wir nun wohl zu dem kommen, was mir leider negativ aufgefallen ist: Auch, wenn ich die Geschichte wie immer sehr genossen habe, sie mich angesprochen und mitgerissen hat, hat mir diesmal etwas gefehlt.

Und zwar hatte ich das Gefühl, dass sich bei Tate alles nur um Miles gedreht hat. Was macht Miles wohl? Wann ist er wieder da? Was ist sein Geheimnis? Freunde hat Tate bis auf den 80-jährigen Aufzugpiloten Cap eigentlich keine, nur ein einziges mageres Mal werden diese erwähnt. Vor allem in den Zeiten, in denen Miles nicht zu Hause ist, ist mir das sehr aufgefallen. Vielleicht waren genau deswegen diese Szenen rar, denn Colleen hat immer mal wieder Wochen übersprungen, als Miles arbeitete. Doch dadurch hatte ich eben leider das Gefühl, dass Tate außer Sex mit Miles, Unterhaltungen mit Cap und Uni/Arbeit nichts anderes zu tun hatte. Leider machte das für mich den Charakter von Tate, auch wenn sie in Interaktion mit Miles humorvoll und bodenständig rüberkam, etwas blass bzw. eindimensional.

Apropos Sex mit Miles: Normalerweise sind Sexszenen in CoHo Büchern rar gesäht, hier allerdings haben die Protagonisten es eigentlich jedes Mal, seit es die Abmachung gab und sie sich gesehen haben, miteinander getrieben. Aber auch wenn es verhältnismäßig viel Sex gab, waren dessen Beschreibungen immer ansprechend und keineswegs billig.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass das Buch wie jedes ihrer Bücher einzigartig ist. Es spricht wie immer ein schwieriges Thema an und verpackt es in einer Liebesgeschichte, die zeigt, das Liebe nicht nur schön, sondern auch hässlich sein kann. (Den Originalitel "Ugly Love" finde ich übrigens sehr passend!) Aber auch, dass man mit Hilfe der Liebe alles überwinden und schaffen kann.

Für mich war es zwar nicht das stärkste Hoover - den Platz hat nach wie vor Love & Confess inne - aber es gibt wie eigentlich immer eine definitive Leseempfehlung!
Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung mit Nick Bateman und inwieweit er den zerrissenen Miles darstellen kann.



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4 Pandas


Fazit

Pro:
  • Schreibstil
  • Vermittelte Gefühle
  • Spannung
  • Mitreißend
  • Thematik

Contra:
  • Das Gefühl, als würde sich Tate's Welt nur um Miles drehen

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Rezension zu "Alpakas auf Durchreise"

Alpakas auf Durchreise, Mila Summers, Ralf Wolfstädter, Fränkische Weingeschichten
Alpakas auf Durchreise - Mila Summers und Ralf Wolfstädter
Süße Liebesgeschichte mit Heimatfeeling

Alpakas auf Durchreise - Mila Summers und Ralf Wolfstädter

Verlag: CreateSpace
Seiten: 354
Preis: 9,90€ (TB)
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2016 
Teil 1 der Fränkischen Weingeschichten
Wertung:☺☺☺☺

Der Klapptext

Weinberge, geschichtsträchtige Bauten und der Main – ein Postkartenidyll vom Feinsten. Wäre da nicht der Mensch, der das Paradies in Nullkommanichts in eine Hölle verwandeln kann. Als die vegane Großstädterin Lilly der Liebe wegen das urbane Berlin gegen die Zweitausend-Seelen-Gemeinde in der fränkischen Provinz eintauscht, ahnt sie bereits, dass dabei zwei Welten aufeinanderprallen, die unterschiedlicher nicht sein können. Neben dem fortwährenden Zwist mit ihrem Schwiegervater in spe, der sich lieber eine Einheimische für seinen Sohn Ben wünscht, hat Lilly zudem allerhand damit zu tun, die drohende Insolvenz des familieneigenen Weinguts ihres Zukünftigen abzuwenden. Dabei trifft sie jedoch eine folgenschwere Entscheidung, durch die nicht nur der Erhalt des Weinguts zu scheitern droht, sondern auch ihre Beziehung zu Ben. Als dann auch noch Bens Jugendfreundin Jenny auf die Bildfläche tritt, scheint die Katastrophe perfekt.

Eigene Meinung

Nachdem ich schon die Vorgeschichte recht viel versprechend fand, wurde ich auch vom eigentlichen Buch nicht enttäuscht!

Wie schon im Klapptext erwähnt, hat Lilly es auf dem Land nicht leicht: Ihr fehlt die Anonymität der Großstadt und vor allem eine Bezugsperson, denn im eher traditionellen Franken nimmt sie durch ihre vegane Lebensweise und ihr "Anderssein" die Rolle einer Außenseiterin ein. Doch trotz dessen, dass es noch nicht ihre Heimat ist, versucht sie sich möglichst gut einzuleben und durch Schweißarbeit und innovative Ideen das Weingut vor dem Ruin zu retten. Lilly gibt dabei ihr Bestes, auch wenn ihr immer wieder vor allem von ihrem zukünftigen Schwiegervater - und manchmal auch von Ben selbst - Steine in den Weg gelegt werden (Ich muss aber ehrlicherweise gestehen, dass selbst mir manche Ideen etwas zu "abgespaced" waren. :D). Nach und nach schafft sie es aber sich einzugliedern und auch Freundschaften zu knüpfen. Ich hab auch schon so eine Idee, um wen es dann im nächsten Band gehen wird. :)

Die Liebesgeschichte ist wie auch schon in der Vorgeschichte sehr rasant und ich habe mich ein, zwei Mal gefragt, warum die beiden zueinander gefunden haben, wenn sie doch so verschieden sind, aber andererseits gab es dafür auch wieder Stellen, bei denen man merkte, dass sie sich einfach gut ergänzen und harmonisch miteinander umgehen. Man muss sich also auf das Tempo einlassen, dann ist es ein richtig süßes Paar. :) Erwähnenswert sind auch die Perspektivenwechsel, denn durch diese konnte man sich mehr auf Lilly & Ben einstimmen und (versuchen) sie (zu) verstehen, denn bei einem flotten Erzählstil ist es manchmal schwierig, bestimmte Verhaltensmuster oder Reaktionen nachzuvollziehen. Gut gelöst also, auch wenn ich ab und an dennoch eine gewissen Distanz zu den Figuren hatte.

Was mir besonders gut gefallen hat waren das Ambiente und der Handlungsort. Da ich selbst in (fast) unmittelbarer Umgebung der Zweitausend-Seelen-Gemeinde wohne, war es wirklich toll meine Heimat darin wiederzufinden. Die Beschreibungen sind sehr treffend und speziell wenn es um die Weinberge ging, hatte ich das Gefühl, als würde ich selbst "da oben" stehen und die Aussicht genießen. Das ist dem Autorenduo wirklich gut gelungen! Außerdem habe ich mir zig Stellen markiert, bei denen es um Restaurants, Bars, bestimmte Schauplätze o.ä. ging, um sie in der nächsten Zeit mal abzuklappern. ;-)

Mein Fazit lautet also, dass es sich bei "Alpakas auf Durchreise" um eine süße Liebesgeschichte handelt, bei der man aber sich aber unbedingt auf das Erzähltempo einlassen muss. Die Figuren sind sympathisch, handeln nicht immer rational (aber hey, wer macht das schon? :D), aber sind vereinzelt etwas unnahbar. Der Schreibstil ist sehr angenehm und humorvoll, die Geschichte hat sich sehr flüssig gelesen. Vor allem die Beschreibungen der Weinberge haben es mir angetan, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich Würzburg einfach liebe. ♥  Das Ende war ein klein wenig überhastet und ich hätte mir "mehr Klarheit" gewünscht (ohne spoilern zu wollen: mir fehlten noch ein paar Informationen, aber man kann auch sehr gut ohne sie leben :)) und auch das Rätsel, was Alpakas mit all dem zu tun haben, wurde gelöst.

Insgesamt also defintiv eine Empfehlung, ich freue mich schon auf den nächsten Band! :D


4 Panda Wertung

Fazit

Pro:
  • Süße Liebesgeschichte
  • Sympathische Charaktere
  • Witziger Schreibstil
  • Tolles Heimatfeeling

Contra:
  • Liebesgeschichte manchmal etwas zu rasant
  • Charaktere dadurch leicht unnahbar
  • Etwas überhastetes Ende mit kleinem Informationsdefizit

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Rezension zu "Addicted to you - Schwerelos"

Addicted to you, Atemlos, Schwerelos, M. Leighton, New Adult, Liebesroman
Addicted to you - Schwerelos

Na also, es geht doch! Die Autorin hat sich bei Band 2 eindeutig gesteigert und es verspricht spannend zu werden!

Addicted to you - Schwerelos - M. Leighton

Verlag: Heyne
Seiten: 304
Preis: 8,99€
Erscheinungsdatum: 9. Juni 2014
Zweiter Teil einer Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺


Klapptext:

Bei Cash fühlt sich Olivia so geborgen wie niemals zuvor in ihrem Leben. Er bringt sie zum Glühen, und sie schmilzt für ihn dahin. Doch das große Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Cashs dunkle Vergangenheit holt die beiden ein und ihre Welt droht zu zerbrechen. Cash ist im Besitz belastender Informationen, die einige Personen aus den Kreisen seines Vaters für lange Zeit hinter Gitter bringen könnten. Olivia erkennt, dass Cash nicht nur ihr Herz in Gefahr bringt; durch die Verstrickungen seiner Familie steht auch ihr Leben komplett auf dem Spiel. Sie sieht ein, dass einer Frau manchmal nichts anderes übrig bleibt, als Vertrauen zu haben. In so einer Lage steckt sie nun: wenn sie nicht sterben will, muss sie ihr Leben in Cashs Hände legen ...

Eigene Meinung:

Bitte beachtet wie immer, dass Band 2 Spoiler zu Band 1 enthält! ;-)

Die Geschichte geht fast nahtlos nach Band 1 weiter und Olivia stürzt sich mal wieder aufgrund einer simplen Aussage Taryns - nämlich dass Cash auf Blondinen steht und sich nicht bindet - in Selbstzweifel. Na super, geht das schon wieder los, dachte ich mir und war augenblicklich genervt. Aber weit gefehlt! Zwar hat sie anfangs wirklich noch Zweifel und führt lautlose Diskussionen mit sich selbst, ob sie dem Bad Boy (kotz) Cash vertrauen kann oder nicht, allerdings legt sich das schon recht bald, denn Cash versucht alles, um ihr Vertrauen zu gewinnen.

Die drohende Gefahr der Mafia, die sich am Ende von Atemlos schon angekündigt hat, schlägt bald zu und gibt dem Buch einen dunklen Touch. Menschen werden entführt, Erpressungen und (Todes)Drohungen ausgesprochen und nicht selten ziehen sich Leute auch Blessuren zu. Aber alles in einem gewissen Rahmen, sodass die Liebesgeschichte zwischen Cash und Olivia nicht untergeht. Genau so mag ich es! Es ist also ein Liebesroman, der weiterhin von Cashs dunkler Vergangenheit überschattet wird und dennoch können sich innerhalb der Geschichte die Charaktere weiterentwickeln, entfalten und somit schließlich mächtig Sympathiepunkte sammeln.

Wenn sich verlieben heißt, dass man riskiert, verletzt zu werden, dann ist das für mich okay. Denn endlich habe ich jemanden gefunden, der das Risiko wert ist.


Allerdings gab es auch noch ein paar negative Punkte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. So hatte ich zwar trotz der starken Worten von Cash sowie Olivia immer noch Probleme, ihre Liebe nachzuvollziehen. In Schwerelos war es für mich durchaus klar, dass sie tiefere Gefühle für einander haben, was sie neben ihrer gegenseitige Begierde auch durch Worte und vor allem durch Gedanken zum Ausdruck gebracht haben. Aber irgendwie ging auf dem Weg zwischen Band 1 und Band 2 etwas verloren. Oder war es für mich vielleicht noch gar nicht vorhanden? Auf jeden Fall hat mir der Teil gefehlt, bei dem sich das Ganze überhaupt entwickelt hat. Für mich waren das in Band 1 sexuelle Gelüste und in Band 2 konnte man schon von starker Verbundenheit bzw. eben Liebe sprechen. Mir kam es irgendwie so vor, als hätte ich den ersten Schritt verpasst oder er wäre übersprungen worden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich, dass sie manchmal erst Sex hatten, bevor sie Dinge geklärt haben. Beispielsweise kam Cash von einem gefährlichen, geheimen Treffen zurück und bevor Olivia erstmal fragt, wie es gelaufen ist (schließlich hatte sie echt große Angst um ihn), wird erstmal gevögelt. Nun ja... Wer es braucht. ^.^
Und last but not least habe ich dann doch noch etwas Gutes zu sagen, denn ich fand den Humor stellenweise super portioniert. So wurden düstere Stellen aufgelockert und selbst Marissa trug zu einer besseren Stimmung bei. Insgesamt kann man sagen, dass mir alle Nebencharaktere (die Bösen natürlich ausgeschlossen ;-) ) viel besser gefallen haben und überzeugen konnten.

Alles in allem war ich positiv davon überrascht, wie schnell Olivia ihre Zweifel (ich kann ihm nicht vertrauen, weil er ein Bad Boy ist und er ist kein typischer Bad Boy, ich kann ihm vertrauen) abgelegt hat und sich zwar ab und an noch unsicher gefühlt hat, aber längst nicht mehr so zwiegespalten war. Vor allem die Gedanken von Cash und Olivia haben mir gut gefallen, durch sie konnte man sehen, wie viel ihnen am jeweils anderen liegt und wie sehr sie doch zusammengehören wollen.

Deswegen gibt es 4 Pandas für einen besseren zweiten Band, ich hoffe mit Band 3 steigert sich die Autorin erneut!



Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!!

Reihe:

Danke für das Rezensionsexemplar!!

Fazit:

Pro:
  • Starke, gewachsene Protagonisten
  • Interessante Wendungen
  • Zwiespältigkeit gegenüber Cash/Bad Boy wurde endlich abgelegt
  • Verbundenheit der Protagonisten spürbar
  • Kleiner Thrillerfaktor durch die ständige Bedrohung der Mafia

Contra:
  • Sex steht an erster Stelle bevor wichtige Dinge geklärt werden
  • Schritt vor "Liebe" fehlt

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Kurzrezension zu "Pandemonium"

Pandemonium - Rezension - Lauren Oliver - Buch Blog - Pandastic Books
Pandemonium - Lauren Oliver

Verlag: Carlsen
Seiten: 400
Preis: 17,90 € (HC)
Erscheinungsdatum: November 2012
Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺







Klapptext:  

Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.

Eigene Meinung:  

Pandemonium ist der zweite Band der Amor-Trilogie und der Nachfolger von Delirium. Deswegen könnt ihr hier auf Spoiler stoßen!

Wer denkt, dass Band 2 nahtlos an Band 1 anknüpft, hat sich geschnitten. Knapp über die Hälfte des Buches wird immer abwechselnd in jedem Kapitel erzählt: Eins im "jetzt", dann wieder eins im "damals". So war es vor allem anfangs sehr verwirrend für mich, was denn jetzt genau passiert ist. Man erfährt immer nur Bruchstücke von dem, was Lena nach der Flucht widerfahren ist und was zur Zeit geschieht.

Ich persönlich fand die Aufteilung nicht ganz so gelungen. Kaum hatte man sich in einem Kapitel zurecht gefunden, wurde man schon wieder in die Vergangenheit bzw. Gegenwart geschleudert und quasi aus der Geschichte raus gerissen, zumal die Handlungsorte total verschieden waren. Allerdings konnte man damit auch über eher langweilige, langsame Geschehnisse hinwegtäuschen und die Story war nicht so langatmig.

Die "damals"-Kapitel beschreiben Lenas Zeit bei den Invaliden in der Wildnis und die Gefahren, mit denen sie sich rumschlagen müssen. Vor allem die allgegenwärtige Gefahr der "Zombies" - wie die Geheilten genannt werden - ist bedrohlich und schwebt wie ein Damokles-Schwert über den Menschen des Stützpunktes. Auch hat Lena schwer mit dem Verlust von Alex zu kämpfen, das sie lähmt und immer wieder herunterzieht. 

Die "jetzt"-Kapitel beschreiben Lenas Zeit bei den Invaliden in der Stadt New York, wo sie sich unter falschem Namen und unter gefälschten Papieren mit zwei Mitstreitern ihres Stützpunktes eingeschlichen hat. Nach der Hälfte des Buches verschwinden die "damals"-Kapitel und die Handlung spielt nur noch in der Gegenwart.

Als Lena in New York Julian, den Sohn des Vorstands der VDFA (Vereinigung für Deliria-freies Amerika), bei einer ihrer Veranstaltungen beschattet, gibt es einen Aufstand der Schmarotzer (Invaliden, die nicht vor Mord und Totschlag zurückschrecken) und sie gerät selbst in Gefahr.
Die Handlung nimmt dadurch unaufhaltsam Schwung auf und die Spannung ist stellenweise fast unerträglich. Da musste ich sogar das ein oder andere Mal die Luft anhalten. ;-)

Auch "Pandemonium" hält noch die ein oder andere Überraschung bereit, mit der man nicht gerechnet hat. Vor allem gegen Ende ist das Buch unerträglich nervenaufreibend und spannend. Das Buch schließt auch wie sein Vorgänger wieder mit einem fiesen Cliffhanger.

Insgesamt würde ich jedem, der "Delirium" gelesen hat, "Pandemonium" empfehlen! Durch die actiongeladene Handlung ab der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr weglegen, bis ich bei der letzten Seite angekommen bin. Gut, dass ich "Requiem" neben mir liegen habe. ;-)

Auch für den zweiten Teil gibt es 4 Pandas!




Pandemonium - Rezension - Lauren Oliver - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books






Reihe:
• Delirium

• Pandemonium
• Requiem

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Rezension zu "Delirium"

Delirium - Rezension - Lauren Oliver - Buch Blog - Pandastic Books
Delirium - Lauren Oliver

Verlag: Carlsen
Seiten: 416
Preis: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 22. November 2013
Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺







Klapptext: 

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Eigene Meinung:  

Ich bin lange um "Delirum" herumgeschlichen. Warum, weiß ich nicht mal mehr so genau, denn der Klappentext klingt sehr interessant und macht neugierig. Vermutlich hatte ich durch die Vielzahl an positiven Rezensionen Angst davor, dass ich zu hohe Ansprüche habe und mir dadurch das Buch versaue - was dann, nachdem ich mich dank einem Spontankauf endlich dazu durch gerungen hatte es zu kaufen, Gottseidank nicht der Fall war!

Delirium ist ein tolles Buch, das leider auch ein paar wenige Schwächen hat. Vor allem die Klassifizierung der Liebe als Krankheit und die bewusste Distanzierung davon ist neu und fremdartig. Aber erstmal: Worum geht's überhaupt? Es geht um die 17-jährige Lena Haloway, deren Vergangenheit und Gegenwart stark von der Krankheit Amor Deliria Nervosa, kurz Deliria, geprägt wurden.

Am Anfang jedes Kapitels sind Auszüge aus dem Buch Psst, aber auch Textstellen oder Zitate aus anderen von der Regierung genehmigten Schriften, zu sehen, durch die man sich besser in diese Welt hinein finden kann. Sie spiegelt die Ideologie wider, nach der alle leben bzw. zu leben haben und man kann sich so auch ein grobes Bild der Gesellschaft machen. 

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive, also aus der Sicht von Lena erzählt. So verfolgt die Handlung eine geradlinige Bahn und ist nicht kompliziert aufgebaut. Das heißt allerdings nicht, dass es vorhersehbar oder langweilig wird - im Gegenteil! Die Autorin kann immer wieder durch kleine oder größere Geschehnisse den Leser überraschen und mit der Protagonistin mitfiebern lassen.

Durch ihre infizierte Mutter, die offiziell daran starb, hatte sie eine schwere Kindheit, die auch vor allem durch Hänselein und Distanz der anderen Kinder geprägt war. Denn wer wollte schon mit jemanden Zeit verbringen, der möglicher Weise auch todkrank und ansteckend ist? Genau aus diesem Grund hat Lena auch nur eine richtige Freundin: Hana.

Lena hofft nach dem Selbstmord ihrer Mutter nur auf eins: Den Eingriff zur Heilung vor der Deliria. Deliria ist schlecht. Deliria verdirbt den Menschen. Deliria tötet. Obwohl Lena die Abstumpfung der Menschen durch diesen Eingriff deutlich sieht, kann sie sich das nicht eingestehen und hält weiter an den Idealen fest. Vor allem als ihre beste und einzige Freundin Hana revolutionäre Ansätze mit dem Hören verbotener Musik zeigt, ist sie schwer geschockt und will nun erst einmal Distanz zu ihr, da sie so ein Verhalten nicht verstehen kann.

Erst als Alex in ihr Leben tritt, beginnt diese Fassade und die Selbstverleugnung langsam zu bröckeln, sie hinterfragt immer mehr das System. Warum darf man solche Musik nicht hören? Warum sollte man mit Jugendlichen des anderen Geschlechts nicht reden dürfen? Macht Liebe wirklich alles schlechter/kaputt?
Allerdings erschrickt sie auch manchmal vor sich selbst und vor ihren Gedanken und fällt wieder in alte Handlungsmuster zurück. Das ist aber keineswegs unangebracht, sondern nur natürlich. Lena hat jahrelang an nichts anderes geglaubt und wird nun eines besseren belehrt. Dadurch dass ihre Entwicklung zwar langsam - auch manchmal mit ein paar Schritten zurück -, aber glaubhaft von statten zieht wird sie als Mensch auch viel echter und sympatischer.

Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Alex und Lena konnte überzeugen. Hier war es ebenfalls der Fall, dass sie sich sehr langsam an ihr heran getastet hat und ihn quasi erst einmal "beschnüffeln" musste. Vorher durfte sie ja nicht einmal in die Nähe von Jungs kommen. So lernt Lena nach und nach, was es bedeutet zu lieben und macht viele Erfahrungen, die sie so nie hätte erleben können. Alles natürlich im gemäßigten Tempo.
Das einzige, was ich hier wirklich als störend empfand war die ständige Selbstkritik von Lena. Sie sagt sich immer wieder, dass sie nicht hübsch ist, nicht so gut aussehend und auffallend wie Hana und fragt sich wie Alex sie nur mögen kann. Am Anfang war das ja noch in Ordnung aber so nach und nach störten diese ständigen Selbstzweifel.

Alex und Lena überzeugten definitiv als Protagonisten. Lena mit als kleines, verschüchtertes Mädchen, das langsam anfängt das System zu kritisieren und sich zu ändern und Alex als ihr Fels in der Brandung, der ihr die schönen Seiten des Lebens zeigt. Hana und Grace konnten ebenso als Nebencharaktere Sympathiepunkte bei mir einheimsen. Mit den Sympathien kamen auch die Antipathien, die vor allem gegen das System und die gefühlslosen Geheilten gehen. Teilweise hatte man wirklich das Gefühl, dass sie nicht einmal ein Herz besitzen, so kalt waren sie. Sie leben nur nach den Regeln, jegliche Abweichung kann mit dem Tod bestraft werden.

Insgesamt habe ich das Buch in 2 Tagen verschlungen und bin sehr zufrieden. Es ist ein tolles Buch mit unverwechselbarer Story, tollen Protagonisten und einer sonderbaren Welt, in der viele unerwartete Wendungen auftreten.
Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr erfrischend, einfach weil er anders ist. Dadurch dass sich auch viel in Lenas Gedankenwelt abspielt, sind manche Sätze gar nicht richtig ausformuliert und man kriegt quasi eine Rohfassung von dem, was sie erlebt.
Ein Kritikpunkt wäre hier noch, dass die Deliria den Mittelpunkt alles Sein und Handelns einnimmt. So erfährt man so gut wie gar nichts über die Welt, in der Lena lebt, wie die Gesellschaft aufgebaut ist oder wie der technische und medizinische Fortschritt ist. Vor allem für ein Zukunftsbuch fand ich das etwas schade, da ich gerne mehr darüber erfahren hätte.
Das Buch endet nimmt gegen Ende ziemlich Fahrt auf und lässt uns mit einem ziemlich miesen Cliffhanger zurück, aber Gottseidank habe ich schon Band 2 hier liegen. :)


4 Pandas gibt es hierfür!



Delirium - Rezension - Lauren Oliver - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books





Reihe:
• Delirium
• Pandemonium
• Requiem


Fazit:  
Pro:

• interessante, spannende Story
• tolle Charaktere
• abwechslungsreicher Schreibstil
• schockierend und bezaubernd zu gleich

Contra:
• ständige Selbstzweifel der Protagonistin
• wenig Beschreibung des "Drumherum"


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Kurzrezension zu "Back to Paradise"

Back to Paradise - Rezension - Simone Elkeles - Buch Blog - Pandastic BooksBack to Paradise - Simone Elkeles

Verlag: cbt
Seiten: 320
Preis: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2014
Dilogie
Wertung: ☺☺☺☺





Klapptext:  

Es gibt sie noch... die große Liebe

Zweimal schon hat Caleb Becker seinen Heimatort Paradise wegen Maggie Armstrong verlassen. Zweimal schon wollte er nichts mehr, als Maggie vergessen – Maggie, die er liebt und der er doch so viel Leid zugefügt hat. Und auch Maggie will vor allem eins: endgültig über ihre große Liebe Caleb hinwegkommen. Dann aber treffen sich Maggie und Caleb zufällig in den Sommerferien wieder, und auch wenn beide versuchen, sich aus dem Weg zu gehen, machen all die unterdrückten Gefühle ihnen alsbald einen Strich durch die Rechnung. Doch gerade, als die beiden ihrer Liebe eine Chance geben wollen, kommen die Schatten der Vergangenheit wieder hoch …

Eigene Meinung:  

Bitte lest diese Rezension nur, wenn ihr den ersten Band schon gelesen habt. Ansonsten erhaltet ihr hier sehr viele Spoiler!

Back to Paradise knüpft 8 Monate später an das Ende seines Vorgängerbands an - und Caleb steckt mal wieder in der Klemme. Und wieder ist er unschuldig.

Um einer Strafe zu entgehen nimmt er an einem Re-Start - Programm teil, bei dem auch Maggie mitmacht (große Überraschung! - Ironie Ende :D). Zu allem Übel müssen sie im dort immer wieder ihre Vergangenheit vor anderen Jugendlichen ausbreiten, quasi als Mahnmal, dass sie nicht den selben Fehler machen wie einige "Täter" unter den Programmteilnehmern.
So kommt es also, dass Maggie und Caleb 4 Wochen auf engstem Raum zusammenleben und -arbeiten müssen und holt sie die Vergangenheit wieder ein. Die Spannung zwischen den beiden ist regelrecht greifbar, sie ecken immer wieder aneinander an. Da möchte man als Leser ihnen am liebsten eine Kopfnuss verpassen und sie zwingen, sich mal zusammenzuraufen und ein klärendes Gespräch zu führen.
Eigentlich habe ich genau das die ganze Zeit gehofft: Dass jemand kommt und sagt, dass sie endlich reden müssen, weil sie es ja augenscheinlich nicht alleine hinkriegen. Vor allem Caleb hat einige der Fortschritte, die er in Band 1 gemacht hat, wieder eingebüßt. So sonnt er sich teilweise im "Ansehen" des Exknackis und Verbrechers und zieht dieses "Arschloch"-Verhalten auch gerne mal in einem Rundumschlag durch. So bekommen das nicht nur Maggie, sondern auch die anderen Re-Start-Teilnehmer zu spüren.
Maggie hingegen hat endlich akzeptiert, dass sie für immer mit dem Hinken leben muss und wächst an dieser Erkenntnis. Sie ist ein stärkerer Charakter als noch zuvor und kann nun endlich leben. Einzig und allein die Tatsache, dass sie lange vor Caleb geheimhält, dass sie die wahre Geschichte des Unfalls kennt, lässt mich nur aufstöhnen. Wieso macht sie das nur? Man hätte sich da viel Drama sparen können..

Insgesamt möchte ich nicht zu viel vom Buch verraten, zum Schluss nur noch ein grober Überblick: Das Buch hat durch seine düsterere Stimmung und Atmosphäre leider den romantischen Zauber des Erstlings eingebüßt, allerdings kommt es auch so nochmal eine Ecke realistischer rüber. Vor allem die neuen Nebencharaktere/Programmteilnehmer (Lenny vorneweg) haben es mir angetan. Dank ihm hatte ich auch den ein oder anderen Lacher. ;-)
Das Ende ist etwas abrupt, aber dennoch zufriedenstellend. Zu 50 Seiten mehr hätte ich trotzdem nicht nein gesagt. :)


Trotz einer Schwächen (wobei das echt schon Meckern auf hohem Niveau ist... "Du oder das ganze Leben" hat mich einfach für weitere, ähnliche Bücher geprägt :S) kann ich das Buch weiterempfehlen, es ist definitiv ein würdiger Abschluss.


Hier gibt's deswegen im Gesamtbild dennoch 4 Pandas. :)




Back to Paradise - Rezension - Simone Elkeles - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books






Reihe:
Leaving Paradise
Back to Paradise

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Rezension zu "Restart - Die Begegnung"

Restart Die Begegnung- Rezension - Mela Wagner - Buch Blog - Pandastic BooksRestart - Die Begegnung - Mela Wagner

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 386
Preis: 12,99 € (TB)
Erscheinungsdatum: 9. November 2013
Zweiteiler
Wertung: ☺☺☺☺







Klapptext:  

Die erste Liebe ist überwältigend, intensiv und stürmisch. So ergeht es auch Leni und Paul. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem eine unerwartete Nachricht alles verändert. Sie treffen eine folgenschwere Entscheidung. Damit beginnt für die beiden ein Albtraum in ihrem jungen Glück.Funkstille. Bei ihrem zehnjährigen Klassentreffen sehen sie einander wieder. Die Erinnerungen und Gefühle der Vergangenheit lassen sich nicht mehr ausblenden und drängen sich unaufhaltsam in ihr Leben. Was ist damals wirklich passiert? Was ist aus dem Mädchen geworden, in das sich Paul Hals über Kopf verliebt hat? Leni versteckt sich hinter der Fassade der erfolgreichen Chefredakteurin eines internationalen Modemagazins. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln, die Geschichte beginnt von neuem...RESTART.

Eigene Meinung:  

Es gibt Bücher, die sehr schwer zu beschreiben sind. Dieses gehört dazu.
Alles fängt damit an, dass man einen kleinen Rückblick auf Lenis Vergangenheit zeigt, der Ausschlag gebend für das ganze Buch ist. Man wird als Leser mit nur wenigen Informationen gefüttert und muss sich selbst zusammen reimen, was eigentlich passiert ist (ich für meinen Teil hatte richtig getippt). Trotzdem kann man sich das Gesamtbild dessen, was passiert ist, nicht wirklich ausmalen. Weiter geht es dann Jahre später und Leni sitzt beim Therapeuten. Sie ist innerlich abgestumpft, tot. Was ist damals bloß passiert, dass sie zu der Frau werden konnte, die sie jetzt ist? Immer wieder stellt man sich diese Frage, Seite um Seite. Man erhält immer kleine Bruchstücke, die man durch Lenis Gedanken, Gefühle und ihr Verhalten erahnen kann. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben, sodass man zu jeder Zeit mitkriegt, wie es in ihr aussieht und wie kaputt sie eigentlich ist. Durch den erneuten Kontakt mit dem hartnäckigen Paul bricht langsam die normalerweise sorgsam hochgezogene Mauer und enthüllt ihr wahres Ich. So auch beispielsweise ein Treffen mit einem ehemaligen Freund:

Ihn jetzt auf dieser kleinen Bühne sitzen zu sehen, die Zeilen von «Iris» von Goo Goo Dolls singen zu hören erweckt nicht nur Erinnerungen, sondern lässt mich zum ersten Mal die Wahrheit, die in jedem einzelnen Wort steckt, fühlen.
"Ich will nicht, dass die Welt mich sieht, denn ich denke nicht, dass sie mich verstehen würde.
Wenn alles zum Scheitern verurteilt ist, möchte ich, dass du weißt, wer ich bin. Und du kannst nicht gegen die Tränen kämpfen, die nicht fließen, oder gegen den Moment der Wahrheit in deinen Lügen...wenn sich alles wie in Filmen anfühlt und du nur blutest, um zu wissen, dass du lebst."
                                                                                                                                                    (S. 218)

Auch ihrem Therapeuten gegenüber kann sich langsam etwas öffnen, doch auch hier kommt in einem Gespräch mit ihm die Bitterkeit, die Einsamkeit und wie sehr sie eigentlich verletzt ist, zum Vorschein:

Wenn du liebst, öffnest du dein Herz. Schutzlos bereit, alles zu geben
und auch alles zu bekommen. Doch genau hier liegt das Problem.
Es gibt keine Garantie, dass in diesem Zustand - dem schutzlosen
Ausgeliefertsein - nicht ein Dolchstoß kommt, der sich so tief in dich hineinbohrt,
dass jeder Funken der perfekt ausgemalten Liebe erlischt. Du kannst nur
darauf vertrauen. Doch sobald dieses Vertrauen zerstört wird, ist es
irreparabel.
                                                                                                                                                    (S. 237)

Doch leider zieht ihre langsame Genesung auch äußerst negative Folgen mit sich...

Ein anderes und doch verwandtes Thema des Buches ist ihre Magersucht, die ich zum ersten Mal in einem Buch nachvollziehen konnte. Ich konnte nachvollziehen, wieso sie so handelt, wieso sie sich selbst so bestraft. Das hat bisher auch noch kein Buch geschafft.

Was kann ich also zum Buch insgesamt sagen, nachdem ich euch nun schon ein paar Einblicke gewähren konnte? Vorab sei noch einmal gesagt, dass es sich hier definitiv um einen Liebesroman handelt. Kein Fantasy, kein Drama (außer vielleicht Liebesdrama ^^). Einfach nur ein Liebesroman.
Es ist kompliziert, sich am Anfang in Lenis Gefühlswelt hineinzufinden und ihr kryptisches Verhalten zu verstehen. Das kann sich stellenweise auch etwas ziehen, aber dennoch ist es sehr bewegend und äußerst emotional. Es wird einem eine Art Puzzle vorgelegt, das es zu lösen gilt. Ihre Entwicklung innerhalb des Buches ist toll, aber auch logisch. Sie macht keine großen Sprünge von jetzt auf nachher, aber sie entwickelt sich so, wie man es erwarten und hoffen würde. Trotzdem dreht sich ihr Verhalten bezüglich Paul immer wieder im Kreis. Soll ich oder soll ich nicht? Ja oder nein? Ich will, bin aber eigentlich nicht gut für ihn. Etc. Etc. Stellenweise waren das einfach immer die selben Dialoge. Sicher, in so einer Situation kann es nicht einfach sein, aber sie haben sich gegenseitig das Leben einfach schwer gemacht. Trotzdem fiebert man immer mit Leni mit und wünscht sich einfach ein Happy End. Doch leider ist die Geschichte nicht abgeschlossen, Teil 2 kommt irgendwann im April 2014 raus.

Insgesamt fand ich die Story schön und bewegend, auch wenn es stellenweise wie gesagt etwas schleppend war, weil man aus dem Gefühlschaos einfach nicht mehr herauskam. Auch hätte ich mir einen besseren Abschluss für Band 1 gewünscht. Ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen, aber auch nur an Leser, die wirklich die volle Ladung Emotionen möchten. Da muss man dann auch die ein oder andere Träne verdrücken. ;-) Ich konnte das Buch auf jeden Fall (wie so oft) nicht aus der Hand legen und hab es noch in derselben Nacht durchgelesen. Man bleibt definitiv nachdenklich zurück. Wer also überlegt es sich zu kaufen, dem würde ich raten: Wartet, bis Band 2 raus ist, sonst bleibt ihr sehnsüchtig zurück!

Zusammenfassend würde ich deswegen 4 Pandas geben!




Restart Die Begegnung- Rezension - Mela Wagner - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books







Edit: Gerade eben wurde von der Autorin bekannt gegeben, dass der zweite und letzte Teil am 28.04.14 erscheint! :D

Fazit:  

Pro:
  • sehr gefühlsbetont
  • logische und nachvollziehbarere Entwicklung der Protagonistin
  • unvorhersehbares Ende
  • regt zum Nachdenken an
  • als Leser stellt man sich immer wieder die Frage, was passieren könnte → wird nicht langweilig
Contra:
  • stellenweise etwas zu langatmig
  • ab und an "im Kreis drehen" der Protagonistin

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Rezension zu "Frostblüte"

Frostblüte - Rezension - Zoë Marriott - Buch Blog - Pandastic Books
Frostblüte - Zoë Marriott

Verlag: Carlsen
Seiten: 464
Preis: 14,99 € (TB)
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2013
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺




Klapptext:  

Frost lässt keinen an sich heran - aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis?

Eigene Meinung: 

"Als der Wolf das erste Mal von mir Besitz ergriff, war ich acht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich für normal gehalten."

Frostblüte erinnert an ein Märchen, nur ganz ohne Feen, Hexen, Trolle und was es sonst noch so alles gibt. Die Thematik, nämlich der Wolf, der in ihr inne wohnt ist in diesem Sinne der einzige märchenhafte Teil (mal von den Legenden etc. abgesehen) und reicht dennoch komplett aus, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte ein Märchen zu lesen. Sehr beeindruckend.
Auch die Geschichte an sich ist sehr interessant, vor allem da es sich nicht ausschließlich um Frost und ihren Kampf gegen den Wolf handelt, sondern auch das Umfeld nicht zu kurz kommt. Als Frost von der Berggarde, die die Bewohner vor den Aufständischen schützen soll, aufgegriffen wird, kommt die Geschichte ins Rollen. Gut ist hierbei, dass sich das Geschehen in einem überschaubaren Rahmen abspielt und nicht epische Ausmaße annimmt. Trotzdem wäre eine Karte von Frosts Reise und den darauffolgenden Ereignissen und Schauplätzen wirklich wünschenswert gewesen. Auch die mangelnde Beschreibung der Umwelt lässt Spielraum für die Fantasie.
Die Autorin hat sich viel Mühe bei der Ausarbeitung der Protagonistin gegeben, wie man immer wieder im Verlauf der Geschichte merkt: Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man Dinge aus ihrer Vergangenheit, die zum langsam Gesamtbild von Frost hinführen. Man tappt also lange im Dunklen und kann sich nur im Laufe der Geschichte zusammenreimen, was passiert ist. Das persönlich fand ich sehr gut, weil Frost dadurch durchweg ein interessanter, mystischer Charakter blieb und man nicht das Interesse an ihr verlor. Durch ihre schrecklichen Erinnerungen und Erlebnisse ist sie auch zu dem geworden, was sie ist: stark und geheimnisvoll, aber auf der anderen Seite auch kindlich und unsicher. Vor allem durch eben diese Vergangenheit (entschuldigt bitte, dass ich nicht näher drauf eingehe, aber das wären fiese Spoiler :/) entsprechen ihre Handlungen nicht immer ihrem Alter. Auch in Sachen Liebe ist sie sehr unbedarft und auch misstrauisch. Allerdings war das Auf und Ab zwischen starker, unabhängiger Frau und kleinem verschreckten Mädchen nicht immer ganz nachvollziehbar, wohingegen ihre Entwicklung, die sie innerhalb des Buches durchmacht, mehr als glaubwürdig ist.
Die im Klappentext schon erwähnte Liebesgeschichte hatte mich leider nicht wirklich überzeugt, was ich sehr bedauere. Der Anfang ist noch sehr süß, allerdings hatte ich im weiteren Verlauf und vor allem am Ende den bitteren Nachgeschmack, dass sie sich falsch entschieden hat.. Das hat mir leider das Gesamtbild etwas verdorben. 
Die zwei Haupt-Nebencharaktere Luca und Arian waren schön gezeichnet und hatten auch eine vielschichtige, interessante und auch dramatische Vergangenheit, die sich sehr schön in das Gesamtbild eingefügt hat. Hier ist es genau wie mit Frost: Sie wurden beide durch ihre Vergangenheit geprägt und handeln auch in Einklang mit dieser. Die Geschichte wird dadurch noch schlüssiger für mich und die Charaktere tiefgründiger. Besonders einer der beiden hatte es mir angetan. ;-)

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, auch wenn das fast durchweg positive Bild durch ein paar Kleinigkeiten getrübt wird.

Deswegen gibt es hier 4 Pandas. :)



Frostblüte - Rezension - Zoë Marriott - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books






Fazit:  

Pro:
• gute Geschichte
• tiefgründige Charaktere
• Märchen, ganz ohne die üblichen Mitmischer (Hexen, Trolle, ..)
• glaubwürdige Entwicklung der Charaktere
• Story bleibt im überschaubaren Rahmen


Contra:
• fehlende Karte
• Liebesgeschichte konnte nicht überzeugen
• Frost manchmal zu kindlich für ihr Alter

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