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Rezension zu "Every little Thing"

Every little thing - Samantha Young
Nach einem eher gemäßigtem Auftakt konnten mich die Protagonisten Bailey und Vaughn in ihren Bann ziehen

Every little thing - Samantha Young

Verlag: ullstein
Seiten: 512
Preis: €9,99 (TB)
Erscheinungsdatum: 10. März 2017
Hartwell-Love-Stories 02
Wertung:☺☺☺☺☺

Der Klapptext

Bailey Hartwell heißt genauso wie der Ort, an dem sie lebt: Hartwell, Delaware. Sie stammt aus einer der ältesten Familien der Stadt und könnte sich nie vorstellen, ihre kleine Pension dort aufzugeben. Doch der gutaussehende Ex-New Yorker Vaughn Tremaine macht ihr als Manager eines Luxus-Hotels das Leben schwer. Wann immer sich die beiden treffen, gibt es Streit – auch wenn die sexuelle Spannung zwischen ihnen kaum zu leugnen ist. Doch als Bailey eine schlimme Entdeckung macht, erweist sich ausgerechnet Vaughn als Fels in der Brandung. Kann es sein, dass sie sich in ihm getäuscht hat? Oder bringt die Nähe zu Vaughn ihr Herz erst recht in Gefahr?

Eigene Meinung

Zurück nach Hartwell und zurück zu Bailey und Vaughn. Nachdem mir in Band 1 vor allem diese beiden Nebencharaktere fasziniert haben und ich unbedingt wissen wollte, wo dieses Knistern zwischen ihnen hinführt, konnte ich es kaum erwarten endlich mehr von Ihnen zu lesen! 

Samantha Young hat das geschafft, was ich Band 1 vermisste: ich war Feuer und Flamme für die Beiden! Durch abwechselnde Kapitel lernt man sie besser kennen und spürt einfach, dass sie sich gegenseitig ergänzen. Vor allem der Humor, meist durch Baileys direkte Art verursacht, hat es mir angetan. Ich konnte mir den ein oder anderen Lacher nicht verkneifen. Aber auch Vaughn, der Gegenpart, war einfach zu gut. Er ist witzig, liebevoll und verantwortungsbewusst, aber sobald seine Lieben bedroht werden ist er eiskalt. Harte Schale weicher Kern trifft hier definitiv zu!Auch funktionierten diesmal Jessica und Cooper, die Protagonisten des Vorbands, gut. Sie waren für mich endlich glaubwürdig. Die Degradierung zur Nebenfigur hat sich also gelohnt. ;)

Neben einigen anschaulichen Sexszenen hat mir auch die Dynamik gut gefallen. Es war nicht zu schnell und nicht zu langsam, ich konnte das Buch stellenweise gar nicht aus der Hand legen, weil es keine wirklichen Ruhepausen gab. Jede Szene enthielt Details, die wichtig für den Verlauf der Geschichte waren. Und dann schafft sie auch noch das, was bereits ihr vorband geschafft hat: ich bin umso neugieriger, wie es mit den Nebencharakteren Emery und Dahlia weitergeht! Schade, dass wir noch mindestens ein Jahr warten müssen.




Fazit

Pro:
  • Tolle Protagonisten
  • Anschauliche erotische Szenen
  • Interessante Nebencharaktere
  • Schönes Setting
  • Die ein oder andere überraschende Wendung
  • Man spürt die Liebe

Contra:
  • -

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Rezension zu "Windfire"

Windfire - Lynn Raven

Eine mythische Welt mit neuartigen Wesen, aber mit leider zu wenig Fantasyelementen und nerviger Protagonistin

Windfire - Lynn Raven

Verlag: cbt
Seiten: 464
Preis: €14,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2015
Einzelband
Wertung:☺☺☺☺

Der Klapptext

Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.

Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.


Eigene Meinung



Seit ich vor Jahren „Der Kuss des Kjer“ gelesen habe, ist das DER Maßstab für alle Lynn-Raven-Bücher. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Und es fing vielversprechend an.

Auch wenn ich anfangs minimale Einstiegsprobleme hatte, fand ich mich dennoch sehr schnell zu recht. Und ab da nahm die Geschichte eine Geschwindigkeit auf, die selten Zeit für Atempausen ließ. Man will immer wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht, was als nächstes kommt. Hierbei konnte mich Shane, der männliche Part, sehr mit seiner Art, seinen Werten, Vorstellungen und seinem Auftreten überzeugen. Er handelte logisch und doch temperamentvoll, war umsichtig aber auch zu allem bereit. Ich habe gern von ihm gelesen und mich über jedes Kapitel aus seiner Sicht gefreut.

Der weibliche Part Jessica hingegen hat es mir nicht leicht gemacht, sie zu mögen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie ein „runder“, gut ausgearbeiteter Charakter ist. Alles in ihrem Denken und Handeln ist auf ihren Bruder ausgerichtet. Sie lebt und arbeitet, um ihn zu beschützen. Tja, bis Shane auftaucht. Dann hat sie ihn zwar noch im Hinterkopf, aber ihre Hingabe konnte ich ihr nicht mehr abkaufen, denn wer stürzt sich denn Hals über Kopf in ein Abenteuer mit einem fast Fremden und lässt ohne weiter darüber nachzudenken den kleinen, fast 10 Jahre jüngeren, kränklichen Bruder zurück? Mal ganz abgesehen davon, dass sie ziemlich zickig war und sich ihre Gedankengänge bezüglich Shane 2/3 des Buches zwischen „Man ist der heiß“ und „Er ist ein Vollidiot“ abwechselten. Man sieht ich bin kein wirklicher Fan von ihr und bis zum Ende hin auch nicht ganz mit ihr warm geworden.

Auch die Fantasyanteile kamen meiner Meinung nach viel zu kurz. Die Geschichte hätte man viel mehr ausbauen können, sie hatte so viel Potenzial! Stattdessen war sie nur am Rande präsent. Man war in dieser magischen Welt, fieberte mit dem Protagonisten (sorry, Jessica!) mit, aber bekam bis auf wenige Ausnahmen diese fantastischen Elemente gar nicht zu sehen. Man hätte so viel mehr herausholen können. Umso besser fand ich die Atmosphäre. Die Thematik und demnach auch das Setting waren aufregend neu und faszinierend. Wann trifft man schon mal auf einen Dschinn oder den Orient? Ich konnte mich richtig in die Umgebung reinfühlen, spürte den Wind in den Haaren oder den Sand an den Füßen. 

Die Kapitel wechselten in unregelmäßigen Abständen zwischen den beiden Protagonisten. Man konnte sich so besser in die Charaktere hineinversetzen, verstand ihre Beweggründe und hatte Wissen, das man ohne beide Sichtweisen nicht hätte. Es gab auch ein paar wenige Kapitel, die aus einer ganz anderen Sicht geschildert wurden. Mit denen konnte ich leider gar nichts anfangen, denn in meinen Augen waren diese unnütz und haben keinen signifikanten Wert zur Geschichte beigetragen. 


Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, ich war gespannt, wo die Geschichte hinführt und habe dementsprechend auch nur knapp über einen Tag gebraucht bis ich es durch hatte. Leider waren die Fantasyelemente kaum greifbar vorhanden und am Ende blieben - zumindest mir - ein paar Fragen offen, die trotz der Sichtwechsel nicht geklärt werden konnten.


Fazit

Pro:
  • überzeugender männlicher Protagonist
  • interessantes Setting
  • neuartige/kaum verbrauchte mythische Wesen
  • toller Schreibstil

Contra:
  • nervige Protagonistin
  • am Ende bleiben Fragen offen
  • leider nur wenig Fantasyelemente

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Rezension zu "Nächstes Jahr am selben Tag"

Nächstes Jahr am selben Tag - Colleen Hoover

Ein Buch, bei dem einen die Luft wegbleibt!

Nächstes Jahr am selben Tag - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 376
Preis: 11,99€ (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 10. Februar 2017
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext

Ben und Fallon sind achtzehn, als sie sich in Los Angeles kennenlernen - und das ausgerechnet am Abend, bevor Fallon nach New York zieht.
Die beiden beschließen, sich von nun an fünf Jahre lang immer am selben Tag im November zu treffen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes...


Eigene Meinung

Nachdem ich in den letzten Stunden die Seiten förmlich inhaliert habe, liege ich jetzt auf dem Sofa und muss mich erst einmal sammeln. Puh. Bei einem Buch, das einen emotional so fertig gemacht hat, ist es wirklich schwer, die Gedanken danach auf die Reihe zu kriegen. Der Spruch "Eine Achterbahn der Gefühle" trifft hier definitiv zu! 
🔻Anfangs dachte ich mir: Wie soll das klappen? Wie schafft man es, dass man in der Geschichte immer ein Jahr weiter springt und dennoch eine Entwicklung sieht, sich mit den Charakteren identifizieren und mitfiebern kann? Wie können da Gefühle transportiert werden?
Tja. Colleen hat mich mal wieder eines Besseren belehrt. Denn sie schafft alles davon und noch mehr.
"Ich versuche mir immer zu sagen, dass jeder Mensch Narben hat", flüstert sie. "Und da sind sicher welche dabei, die krasser sind als meine. Der Unterschied ist, dass meine Narben sichtbar sind und die von vielen Leuten nicht, weil sie tief im Inneren liegen."
Man lernt Ben und Fallon kennen, erlebt sie bei ihrem ersten Treffen und spürt auch sofort den Verlust, als sie sich trennen müssen. Beide sind tolle, vielschichtige Personen, die sich vom ersten Moment an voneinander angezogen und verbunden fühlen - und das ändert sich auch über die Jahre hinweg nicht. Auch wenn sie ganz unterschiedliche Leben führen treffen sie sich an jedem 9. November - und nur dann - erneut. Mehr Kontakt ist nicht erlaubt, keine SMS, keine Telefonate, nichts. Dennoch ist es bei jedem Treffen so, als wären sie niemals getrennt gewesen. Und das, obwohl sie sich sichtlich weiterentwickelt haben. Man "sieht" es an ihren Handlungen, Haltungen und auch daran, wie sie miteinander umgehen. Trotzdem ist die Verbundenheit geblieben.
Seit dem "ersten 9. November" fiebert man mit ihnen mit, denn man wünscht sich natürlich ein Happy End. Von hoffen, hassen, bangen, freuen, verzweifeln, genießen, erwarten, fürchten bis hin zu weinen ist jedes Gefühl abgedeckt. Es war ein Buch, das mich fertig gemacht hat. Immer wenn man dachte, man ist einigermaßen "sicher", was die Gefühle betrifft, kommt ein neuer Schlag. Man wird komplett durchgewirbelt wie beim Schleudergang des Trockners, ohne Rücksicht auf Verluste. Und die Tatsache, dass das Colleen gelingt, macht das Buch so besonders. 
"Solange man in einem anderen Menschen verloren ist, wird man sich selbst niemals finden."
Ich wusste zwischendurch nicht ob ich es lieben oder hassen soll. Ob ich es weglege und mir eine Pause gönne, weil es "so viel an Gefühlen" ist oder ob ich noch schneller lese als bisher, weil ich nicht will, dass die Charaktere an dieser Stelle des Buches feststecken. Und ich bin froh, dass ich mich für Variante 2 entschieden habe, denn die letzten 15 Seiten waren dann mein Ventil. Mein Ventil, all die aufgestauten Emotionen herauszulassen, ihnen Raum geben zu können. Es war wie der Moment, wenn man die Luft anhält und nach einer gefühlten Ewigkeit wieder atmen kann. Der Druck, den man vorher auf der Brust hatte, ist weg. 
Ich liebe Fallon dafür, dass sie selbstlos und stark ist, auch wenn sie sich schwach fühlt. Ich liebe Ben dafür, dass er so liebenswürdig ist, obwohl er innerlich zerrissen ist. Und ich liebe Colleen für "Nächstes Jahr am selben Tag", weil sie ein Buch geschrieben hat, das mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen hat, dabei total anders ist als ihre bisherigen und doch gleich.


Fazit

Pro:
  • authentische Weiterentwicklungen trotz Zeitsprünge
  • tiefgründige, glaubhafte Charaktere
  • fesselnde Stellen, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen konnte

Contra:
  • -

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Rezension zu "Siren"

Siren, Kiera Cass, Selection, Liebesroman, Jugendroman
Siren - Kiera Cass
Ein Buch, das mich mehrmals überrascht hat und ganz anders ist als erwartet!

Siren - Kiera Cass

Verlag: Fischer FJB
Seiten: 368
Preis: €12,99 (TB, broschiert)
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2016
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.


Eigene Meinung


Siren ist eins der Bücher, bei denen ich beim Lesen oftmals ratlos war, was ich denken oder fühlen sollte.

Hundert Jahre muss Kahlen der See dienen. Hundert Jahre lang stumm unter den Menschen leben, denn ihre Stimme ist tödlich. Hundert Jahre lang muss sie Menschen in den Tod singen, wenn die See nach neuen Opfern verlangt. Hundert Jahre - und dann erst ist sie frei. 

"Man könnte sagen, du bekommst drei Leben. Eins, von dem du nicht weißt, wie du es leben sollst, eins, in dem du mächtiger bist, als sich irgendjemand vorstellen kann, und eins, in dem du deinen Weg gefunden hast und alles erreichen kannst, was du dir wünschst."

Wir schreiben das Jahr 1933. Kahlen ist mit ihrer Familie auf einer Schifffahrt, als plötzlich alle Menschen wie von Sinnen in einem Unwetter von Bord springen, sie eingeschlossen. Doch sie kämpft gegen den Sog des unheimlichen Gesangs an. Sie will leben, koste es was es wolle. Und somit wird sie von der See erwählt.

Von diesem Tag an steht sie in ihrem Dienst und muss mit ihren Schwestern - Mädchen, die ebenfalls von der See erwählt wurden - immer, wenn sie danach verlangt, singen. Und mit ihrem Gesang reißen sie Menschen in den Tod. Hundert Jahre lang müssen sie ihr dienen und erst wenn diese abgelaufen sind dürfen sie wieder ein normales menschliches Leben leben. Doch bis dahin sind sie Todesboten - Sirenen.

Die See war ein interessanter Feind. Sie war nicht menschlich, aber hatte menschliche Züge - und auch wieder nicht. Sie war grausam, da sie Menschenopfer forderte, aber man hatte immer das Gefühl, dass sie es nicht wollte sondern eine Notwendigkeit war. Sodass viele leben konnten, mussten wenige sterben. Sie war mitfühlend, aber auch furchtbar egoistisch. Man hasste sie, aber man verstand sie auch. Sie rettet Mädchen, die zu Tode gekommen wären, und gibt ihnen durch die Wandlung zur Sirene eine zweite Chance auf das Leben. Sie empfindet Liebe und Mitgefühl für sie und sieht sie ab diesem Zeitpunkt als ihre Töchter an.  Auf der anderen Seite sucht sie ihre Opfer fast willkürlich aus und zuckt auch nicht mit der Wimper - ihr wisst schon, sinnbildlich. Stellt euch jetzt ja nicht eine See mit Gesicht vor! - wenn sie ein ganzes Kreuzfahrtschiff kentern lässt und somit alle dem Tod weiht. Ich wusste also nie wirklich, was ich von ihr halten sollte.

Genauso ging es mir mit Kahlen. Sie leidet sehr unter dem, was sie tun muss: Schreckliche Albträume und Schuldgefühle hinsichtlich der Toten quälen sie. 80 Jahre muss sie nun schon der See dienen und mit keinem Tag wurde es einfacher. Doch anstatt im Hier und Jetzt Abbitte und Wiedergutmachung zu leisten, träumt sie nur davon. Sie träumt davon, etwas zurückzugeben, statt wirklich etwas zurückzugeben. Und selbst das verblasst, wenn es um ihren größten Traum geht: Heiraten und die große Liebe finden. Versteht ihr, was ich meine? Sie hat ein großes Herz und die Bürde, die sie trägt, ist so greifbar. Aber auf der anderen Seite tut sie nichts dagegen, um die zenterschwere Last zu erleichtern. In gewisser Weise ist sie eben doch noch die Neunzehnjährige, als die sie ihr erstes Leben beendet hat.

"Sie hatte gesagt, ich solle mein Leben weiterleben. Ich wusste nicht, wie ich Ihr sagen sollte, dass zum Leben mehr gehörte, als nur am Leben zu sein."

Auch mit ihren Sirenenschwestern hatte ich so meine kleinen Probleme. Während Kahlen eher zurückgezogen lebt, machen zwei ihrer Schwestern lieber Party. Da sie weder Nahrung noch Schlaf brauchen nutzen sie das natürlich zu ihren Gunsten aus. Ihre unvergleichliche Schönheit macht ihr Übriges. Ganz schön oberflächlich, oder? Könnte man meinen, wenn man nicht ihre Hintergrundgeschichte kennen würde. Von den Eltern gemieden, nicht wertgeschätzt, als Last empfunden, misshandelt oder sogar zum Sterben ins Meer geworfen.. alles trat irgendwann einmal auf. So ist es nur logisch, dass sie jetzt, da sie die Möglichkeit dazu haben, ihr Leben so leben wie sie wollen - und endlich genießen.

Auch wenn ich an ihnen selbst ab und an zweifelte, so zweifelte ich doch nie an ihrer Liebe füreinander. Liebe für Menschen, die das Schicksal zusammengebracht hat. Die die gleiche Bürde zu tragen haben. Menschen, bei denen sie als einziges sie selbst sein konnten, ohne sich verstellen zu müssen, ohne lügen zu müssen und ohne die ganze Zeit im Hinterkopf zu haben, dass sie sterben falls sie ihre Stimme hören. Es ist ein einzigartiges Band, das sie mit allen Sirenen, die es gab und noch geben wird, verbindet. Vor allem im letzten Drittel ist diese Liebe so greifbar und man versteht, dass Liebe mit dem Tod nicht endet, sondern diesen überdauert.

Apropos Liebe. Siren wird als Liebesgeschichte gehandelt, was sie im Grunde genommen auch ist. 
Die Szenen zwischen Kahlen und Akinli waren allerdings leider verhältnismäßig rar. Aber wenn es um die beiden ging, war ich jedes Mal Feuer und Flamme für Akinli. Ich mochte seine Art, seinen Humor - einfach alles an ihm! Ich finde es schade, dass es nicht mehr von ihm zu lesen gab. Das einzig Negative ist allerdings die Instalove. Nach einer kurzen gemeinsamen Zeit waren die beiden sich bereits verfallen. 
Siren kam aber auch gut mit diesen wenigen Szenen aus. Denn im Gegensatz zu anderen Romanen geht es nicht nur um die Liebe zwischen zwei Menschen, sondern eben auch die Liebe zwischen Mutter und Tochter, Familien und Schwestern, die nicht blutsverwandt sind. 

Trotz kleiner Kritikpunkte ist es es definitiv wert, gelesen zu werden. Ich will mehr davon, Kiera Cass! 



Fazit

Pro:
  • angenehmes Erzähltempo
  • glaubwürdige Charaktere
  • interessantes Setting
  • nicht nur romantische Liebe sondern auch Geschwisterliebe ist Thema

Contra:
  • stellenweise nicht nachvollziehbare Handlungen der Protagonistin 

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Rezension zu "The Real Thing"

Samantha Young, Hartwell, The Real Thing, ullstein
Samantha Young - The Real Thing
Der Auftakt zur neuen Reihe kann mich begeistern - nur ganz anders als erwartet!

The Real Thing - Samantha Young

Verlag: Ullstein
Seiten: 528
Preis: 9.99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 9. September 2016
Erster Teil der Hartwell-Love-Stories
Wertung: ☺☺☺

Der Klapptext

Jessica Huntington ist Ärztin und arbeitet in einem Frauengefängnis. Sie hangelt sich von einer losen Beziehung zur nächsten. Eines Tages entdeckt sie nie abgeschickte Liebesbriefe einer ehemaligen Insassin. Sie folgt der Adresse auf den Umschlägen nach Hartwell, Delaware, einem kleinen gemütlichen Ort an der Ostküste der USA. Dort stolpert sie in Cooper Lawsons Bar am Boardwalk von Hartwell und kurz darauf in sein Herz. Vom ersten Moment an herrscht zwischen den beiden eine explosive Anziehungskraft. Denn Cooper ist so ganz anders als die arroganten Ärzte, die Jessica sonst sporadisch datet, nämlich ehrlich und direkt. Und dabei auch noch verdammt sexy. Aber Jessica will und kann Cooper nicht ganz an sich heranlassen. Zu viel ist in ihrer Vergangenheit geschehen, ihre Familie ist zerrüttet. Und auch Cooper ist vom Verrat durch seinen besten Freund traumatisiert. Doch Jessica und Cooper können sich gegenseitig Halt und Liebe geben. Sie müssen es nur erst noch begreifen…


Eigene Meinung

Was sagt es über ein Buch aus, bei dem mich die Vergangenheit und Zukunft von Nebencharakteren mehr interessiert als die eigentliche Hauptstory?
Ich liebe Samantha Young. Into the Deep war vor Jahren mein erstes Buch von ihr und ich habe es geliebt. Danach kam Dublin Street mit einigen Folgebänden und auch diese habe ich verschlungen. Hero fand ich dann nur noch mittelmäßig.. und dann kam The Real Thing.
lll🔻Ich hatte auf eine locker leichte Sommerromanze gehofft, mit traumhafter Kulisse und viel Romantik. Was ich bekommen habe war leider nur der Urlaubsort - und bezaubernde Nebencharaktere.
Jessica hatte ein erschütterndes Erlebnis, das sie seit vielen Jahren begleitet, verfolgt und quält, aber sie kriegt ihren Alltag auf die Reihe und ist keineswegs hilflos. Cooper ist ein bodenständig, charismatischer Mann, der einmal schwer hintergangen wurde und seitdem an nichts Festem mehr interessiert ist. Klingt eigentlich wie eine Geschichte nach meinem Geschmack. 
Aber irgendwie konnten die beiden kaum Sympathien bei mir wecken. Ihre Geschichten hätten mich eigentlich bewegen müssen, ich hätte mitfiebern und auch mitschwärmen müssen. Trotzdem konnten mich die Charaktere nicht überzeugen - ich konnte es ihnen einfach nicht abkaufen. Also verging Seite um Seite und ich habe sogar teilweise Sexstellen seitenweise übersprungen, weil es doch irgendwie immer gleich war.
Auch die Story war vorhersehbar und bei fast allen Geheimnissen lag ich richtig. Ich habe sogar tagelang das Buch zur Seite gelegt und "vergessen", weil es mich nicht gepackt hat. Aber das lag keinesfalls am Schreibstil, am Tempo oder den Dialogen an sich, denn das alles war wie gewohnt. Nein, es lag einfach an der Geschichte an sich - sie hat mich wenig interessiert.
Wer bis hierhin durchgehalten hat wird sich fragen: Wieso hast du dann nicht einfach abgebrochen? Es gibt gleich 4 gute Gründe bzw. Nebencharaktere:
  • Was verbirgt die Buchladenbesitzerin Emery für ein Geheimnis?
  • Ist Jack wirklich so böse wie es scheint? Mir scheint mehr dahinter zu stecken
  • Bailey und Vaughn. Ich habe von Anfang an eine gewisse Spannung zwischen ihnen wahrgenommen und wüsste so gerne, ob und falls ja, was, zwischen ihnen war und sein wird
  • Samantha Young hat mich bisher noch nie enttäuscht

Was sagt es also über ein Buch aus, bei dem mich die Vergangenheit und Zukunft bestimmter Charaktere mehr interessiert als die eigentliche Hauptstory?
Für mich bleibt am Ende nur eins hängen: Samantha hat es mal wieder geschafft - nur eben diesmal anders als gedacht. Dank Iris & Ira, Emery, Joey & Cat, Bailey, Archie, Vaughn und auch Cooper & Jessica werde ich mir definitiv Band 2 holen. 



3 Pandas, pandastic books


Fazit

Pro:
  • Interessante Nebencharaktere, ich bin gespannt wie es mit ihnen weitergeht
  • Traumhafte Kulisse
  • Nicht nur die Gegenwart sondern vor allem auch die Vergangenheit und Zukunft machen Lust auf mehr

Contra:
  • Story konnte mich nicht packen, war vorhersehbar
  • Protagonisten zu blass, Hineinversetzen nicht möglich

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Rezension zu "Zurück ins Leben geliebt"

Colleen Hoover, Ugly Love, Zurück ins Leben geliebt, dtv, Jugendbuch, Rezension, Romance, Liebe, Liebesgeschichte, books
Colleen Hoover - Zurück ins Leben geliebt

Ein Hoover, der hält, was er verspricht!

Zurück ins Leben geliebt - Colleen Hoover

Verlag: dtv
Seiten: 368
Preis: 12,95€ (broschiert)
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2016
Einteiler
Wertung: ☺☺☺☺

Der Klapptext


Als Tate zum Studium nach San Francisco zieht, stolpert sie dort gleich am ersten Abend über Miles Archer: Miles, der Freund ihres Bruders, der niemals lächelt, meistens schweigt und offensichtlich eine schwere Bürde mit sich herumträgt. Miles, der so attraktiv ist, dass Tate bei seinem Anblick Herzflattern und weiche Knie bekommt. Miles, der, wie er selbst zugibt, seit sechs Jahren keine Frau mehr geküsst hat. Miles, von dem Tate sich besser fernhalten sollte, wenn ihr ihr Gefühlsleben lieb ist … 

Eigene Meinung


Die Liebe ist nicht immer schön, Tate. Manchmal hofft man die ganze Zeit, während man liebt, dass sich etwas ändert. Dass es besser wird. Und irgendwann stellt man fest, dass man in einer Sackgasse gelandet ist und unterwegs sein Herz verloren hat.

Ich bin bekennender CoHo Fan und trotzdem musste "Zurück ins Leben geliebt" eine Weile auf meinem SUB versauern. Aber vorgestern habe ich mich endlich rangewagt und es nach nur 2 Tagen beendet.
Colleen hat einen einzigartigen Schreibstil (eins ihrer Zitate habe ich mir sogar auf ein T-Shirt drucken lassen, weil ich es so treffend fand). Sie schafft es mit nur wenigen Worten oder Andeutungen, dass man gleich angefixed ist und wissen möchte, wohin die Geschichte führen wird. So war es nun auch wieder hier.

Tate findet Miles betrunken vor ihrer Wohnung - bzw. vor der ihres Bruders, denn sie ist bei ihm eingezogen - und als sie ihn bei sich aufnimmt und auf dem Sofa ausnüchtern lassen will, bricht er weinend zusammen. Was muss einem jungen Mann passiert sein, dass er derart leidet? Was muss vorgefallen sein, dass jemand so am Ende ist? Ich war auf den ersten Seiten sofort Feuer und Flamme.

Miles ist nicht in der Lage, eine Beziehung zu führen und er will auch nie wieder lieben. So viel erfährt man als Leser, als Miles & Tate eine rein körperliche Beziehung eingehen wollen. Oder um es mit Tates Worten zu sagen: Es geht um Sex. Viel Sex. Dabei gibt es zwei Regeln:
Nummer 1: Frage niemals nach meiner Vergangenheit
Nummer 2: Erwarte dir keine Zukunft mit mir
Man wird nach und nach an das Geheimnis herangeführt, nach jedem "Gegenwart-Kapitel" kommt eins aus Miles' Vergangenheit, das 6 Jahre zuvor, also zu der Zeit in der das, was Miles auch heute noch quält, passiert ist. Auch wenn ich schon nach den ersten 3 "Vergangenheits-Kapiteln" eine Vorahnung hatte, wohin das alles führen wird, und sie dann auch bestätigt wurde, war ich dennoch nicht darauf gefasst, wie grausam das für ihn gewesen sein muss. Die Kapitel aus seiner Sicht haben mir hier gut gefallen, denn man kann sich nach und nach bestimmte Verhaltensmuster erschließen, zusätzlich geben sie Miles Tiefe.

Trotz dessen war es das bisher einzige CoHo Buch, das mich nicht zum Weinen gebracht hat. Nicht mal eine klitzekleine Träne. Womit wir nun wohl zu dem kommen, was mir leider negativ aufgefallen ist: Auch, wenn ich die Geschichte wie immer sehr genossen habe, sie mich angesprochen und mitgerissen hat, hat mir diesmal etwas gefehlt.

Und zwar hatte ich das Gefühl, dass sich bei Tate alles nur um Miles gedreht hat. Was macht Miles wohl? Wann ist er wieder da? Was ist sein Geheimnis? Freunde hat Tate bis auf den 80-jährigen Aufzugpiloten Cap eigentlich keine, nur ein einziges mageres Mal werden diese erwähnt. Vor allem in den Zeiten, in denen Miles nicht zu Hause ist, ist mir das sehr aufgefallen. Vielleicht waren genau deswegen diese Szenen rar, denn Colleen hat immer mal wieder Wochen übersprungen, als Miles arbeitete. Doch dadurch hatte ich eben leider das Gefühl, dass Tate außer Sex mit Miles, Unterhaltungen mit Cap und Uni/Arbeit nichts anderes zu tun hatte. Leider machte das für mich den Charakter von Tate, auch wenn sie in Interaktion mit Miles humorvoll und bodenständig rüberkam, etwas blass bzw. eindimensional.

Apropos Sex mit Miles: Normalerweise sind Sexszenen in CoHo Büchern rar gesäht, hier allerdings haben die Protagonisten es eigentlich jedes Mal, seit es die Abmachung gab und sie sich gesehen haben, miteinander getrieben. Aber auch wenn es verhältnismäßig viel Sex gab, waren dessen Beschreibungen immer ansprechend und keineswegs billig.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass das Buch wie jedes ihrer Bücher einzigartig ist. Es spricht wie immer ein schwieriges Thema an und verpackt es in einer Liebesgeschichte, die zeigt, das Liebe nicht nur schön, sondern auch hässlich sein kann. (Den Originalitel "Ugly Love" finde ich übrigens sehr passend!) Aber auch, dass man mit Hilfe der Liebe alles überwinden und schaffen kann.

Für mich war es zwar nicht das stärkste Hoover - den Platz hat nach wie vor Love & Confess inne - aber es gibt wie eigentlich immer eine definitive Leseempfehlung!
Ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung mit Nick Bateman und inwieweit er den zerrissenen Miles darstellen kann.



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4 Pandas


Fazit

Pro:
  • Schreibstil
  • Vermittelte Gefühle
  • Spannung
  • Mitreißend
  • Thematik

Contra:
  • Das Gefühl, als würde sich Tate's Welt nur um Miles drehen

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Rezension zu "Lucy in the Sky"

Paige Toon, Lucy in the Sky, Diamonds, Buch, Fischer Verlag, Rezension
Lucy in the Sky - Paige Toon
Es gibt gute, spannende, faszinierende, fesselnde Bücher. Und dann gibt es welche wie das hier, das keins von all dem ist.

Lucy in the Sky - Paige Toon

Verlag: Fischer
Seiten: 448
Preis: €8,95 TB)
Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2009
Einzelband
Wertung:☺

Der Klapptext


Noch bis eben war sich Lucy sicher, glücklich zu sein. Zusammen mit James, einem smarten Anwalt, wohnt sie in einer chicen, kleinen Wohnung in London und hat einen glamourösen Job in einer PR-Agentur. Also keinen Grund, warum die Hochzeit ihrer besten Freundin Molly in Australien und ein zweiwöchiger Urlaub ihr Leben in Frage stellen sollte.
Doch kurz bevor das Flugzeug startet, bekommt Lucy eine SMS von James’ Handy. Bevor sie ihr Telefon ausschalten muss, wirft sie schnell noch einen Blick auf die Nachricht ...


Eigene Meinung


Wundervoll, macht süchtig, witzig und sexy.
- Cosmopolitan

Bruchlandung statt Höhenflug hätte es wohl eher getroffen.

Meistens sind Liebesromane sehr vorhersehbar. Es gibt solche Bücher, bei denen man weiß, wo sie hinführen, und es dennoch genießt, die Protagonisten auf ihrem Weg dahin zu begleiten. Und es gibt solche, bei denen man einfach nur hofft, dass es bald zu Ende ist.

Leider ist "Lucy in the Sky" der zweiten Kategorie zuzuordnen. Einzig allein die Tatsache, dass ich niemals Bücher abbreche, hat dafür gesorgt, dass ich es im Sommerurlaub nicht ins Meer geworfen habe. Die Protagonistin ist ein selbstsüchtiges zickiges Miststück, das nebenbei auch noch ziemlich kontrollsüchtig ist und ohne zu zögern ihren Freund nach 3 Jahren Beziehung betrügen würde. Sie konnte bei mir kaum Sympathien einfahren und auch die anderen Charaktere haben nicht geglänzt... Einzig ihre Arbeitskollegen waren mir sympathisch. Leider hat sich das auch das ganze Buch über nicht geändert. Anfangs war es zwar recht vielversprechend und interessant, aber schon nach ein paar Seiten fand ich es einfach nur öde. Der Mittelteil war so unfassbar langweilig, man könnte diesen auf den Joballtag und Rumhängen in Bars mit anschließendem Kater reduzieren. Vermutlich hat der furchtbare Schreibstil sein Übriges getan, denn die Autorin schreibt in kurzen Sätzen, die ständig gleich aufgebaut sind. 

Hier ein kleines Beispiel (sinngemäß):


Sie fuhr mit dem Aufzug nach oben. Sie holte ihren Schlüssel raus und öffnete die Tür. Die Lasagne im Ofen war fast fertig. Deswegen schenkte sie sich ein Glas Wein ein. 10 Minuten später aß sie Lasagne vor dem Fernseher.

Das ist vielleicht etwas überzogen, ich weiß. Wenn sich dieser "Stil" allerdings das ganze Buch über durchzieht, vergeht einem wirklich die Lust an allem. Mehrmals habe ich sogar einzelne Stellen herausgepickt und meiner Schwester vorgelesen, um mich abzusichern, dass nicht nur ich den Satzbau wirklich komisch finde.

Mal ganz abgesehen davon, dass Titel und Klapptext nicht das versprechen, was sie halten - denn Lucy ist nur das erste Kapitel über den Wolken -, war es wirklich müßig diese Geschichte zu lesen. Ich habe mich regelrecht durchgequält und bin froh, es endlich beendet zu haben. Ein Gutes hat es allerdings: Ich kann jetzt gute Bücher mehr schätzen.

Mein Fazit lautet also: Unsympathische Protagonistin, die man gerne mal schütteln und fragen würde, ob das eigentlich ihr Ernst ist was sie so von sich gibt und denkt, ein schrecklicher Schreibstil, den ich einer 12-Jährigen zutraue und einfach nur Erleichterung, dass es vorbei ist.


1 Panda Wertung, pandastic books
1 Panda
 
1/5 Pandas für diesen "Bestseller".

Fazit

Pro:
  • Interessante Idee

Contra:
  • Furchtbarer Schreibstil
  • Keine Spannung 
  • Stumpfe Handlung / Geschichte
  • Nervige, kindische, nicht rational denkende Protagonistin, die triebgesteuert ist
  • Großteil des Buches nur "Füllmaterial"

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Rezension zu "Alpakas auf Durchreise"

Alpakas auf Durchreise, Mila Summers, Ralf Wolfstädter, Fränkische Weingeschichten
Alpakas auf Durchreise - Mila Summers und Ralf Wolfstädter
Süße Liebesgeschichte mit Heimatfeeling

Alpakas auf Durchreise - Mila Summers und Ralf Wolfstädter

Verlag: CreateSpace
Seiten: 354
Preis: 9,90€ (TB)
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2016 
Teil 1 der Fränkischen Weingeschichten
Wertung:☺☺☺☺

Der Klapptext

Weinberge, geschichtsträchtige Bauten und der Main – ein Postkartenidyll vom Feinsten. Wäre da nicht der Mensch, der das Paradies in Nullkommanichts in eine Hölle verwandeln kann. Als die vegane Großstädterin Lilly der Liebe wegen das urbane Berlin gegen die Zweitausend-Seelen-Gemeinde in der fränkischen Provinz eintauscht, ahnt sie bereits, dass dabei zwei Welten aufeinanderprallen, die unterschiedlicher nicht sein können. Neben dem fortwährenden Zwist mit ihrem Schwiegervater in spe, der sich lieber eine Einheimische für seinen Sohn Ben wünscht, hat Lilly zudem allerhand damit zu tun, die drohende Insolvenz des familieneigenen Weinguts ihres Zukünftigen abzuwenden. Dabei trifft sie jedoch eine folgenschwere Entscheidung, durch die nicht nur der Erhalt des Weinguts zu scheitern droht, sondern auch ihre Beziehung zu Ben. Als dann auch noch Bens Jugendfreundin Jenny auf die Bildfläche tritt, scheint die Katastrophe perfekt.

Eigene Meinung

Nachdem ich schon die Vorgeschichte recht viel versprechend fand, wurde ich auch vom eigentlichen Buch nicht enttäuscht!

Wie schon im Klapptext erwähnt, hat Lilly es auf dem Land nicht leicht: Ihr fehlt die Anonymität der Großstadt und vor allem eine Bezugsperson, denn im eher traditionellen Franken nimmt sie durch ihre vegane Lebensweise und ihr "Anderssein" die Rolle einer Außenseiterin ein. Doch trotz dessen, dass es noch nicht ihre Heimat ist, versucht sie sich möglichst gut einzuleben und durch Schweißarbeit und innovative Ideen das Weingut vor dem Ruin zu retten. Lilly gibt dabei ihr Bestes, auch wenn ihr immer wieder vor allem von ihrem zukünftigen Schwiegervater - und manchmal auch von Ben selbst - Steine in den Weg gelegt werden (Ich muss aber ehrlicherweise gestehen, dass selbst mir manche Ideen etwas zu "abgespaced" waren. :D). Nach und nach schafft sie es aber sich einzugliedern und auch Freundschaften zu knüpfen. Ich hab auch schon so eine Idee, um wen es dann im nächsten Band gehen wird. :)

Die Liebesgeschichte ist wie auch schon in der Vorgeschichte sehr rasant und ich habe mich ein, zwei Mal gefragt, warum die beiden zueinander gefunden haben, wenn sie doch so verschieden sind, aber andererseits gab es dafür auch wieder Stellen, bei denen man merkte, dass sie sich einfach gut ergänzen und harmonisch miteinander umgehen. Man muss sich also auf das Tempo einlassen, dann ist es ein richtig süßes Paar. :) Erwähnenswert sind auch die Perspektivenwechsel, denn durch diese konnte man sich mehr auf Lilly & Ben einstimmen und (versuchen) sie (zu) verstehen, denn bei einem flotten Erzählstil ist es manchmal schwierig, bestimmte Verhaltensmuster oder Reaktionen nachzuvollziehen. Gut gelöst also, auch wenn ich ab und an dennoch eine gewissen Distanz zu den Figuren hatte.

Was mir besonders gut gefallen hat waren das Ambiente und der Handlungsort. Da ich selbst in (fast) unmittelbarer Umgebung der Zweitausend-Seelen-Gemeinde wohne, war es wirklich toll meine Heimat darin wiederzufinden. Die Beschreibungen sind sehr treffend und speziell wenn es um die Weinberge ging, hatte ich das Gefühl, als würde ich selbst "da oben" stehen und die Aussicht genießen. Das ist dem Autorenduo wirklich gut gelungen! Außerdem habe ich mir zig Stellen markiert, bei denen es um Restaurants, Bars, bestimmte Schauplätze o.ä. ging, um sie in der nächsten Zeit mal abzuklappern. ;-)

Mein Fazit lautet also, dass es sich bei "Alpakas auf Durchreise" um eine süße Liebesgeschichte handelt, bei der man aber sich aber unbedingt auf das Erzähltempo einlassen muss. Die Figuren sind sympathisch, handeln nicht immer rational (aber hey, wer macht das schon? :D), aber sind vereinzelt etwas unnahbar. Der Schreibstil ist sehr angenehm und humorvoll, die Geschichte hat sich sehr flüssig gelesen. Vor allem die Beschreibungen der Weinberge haben es mir angetan, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich Würzburg einfach liebe. ♥  Das Ende war ein klein wenig überhastet und ich hätte mir "mehr Klarheit" gewünscht (ohne spoilern zu wollen: mir fehlten noch ein paar Informationen, aber man kann auch sehr gut ohne sie leben :)) und auch das Rätsel, was Alpakas mit all dem zu tun haben, wurde gelöst.

Insgesamt also defintiv eine Empfehlung, ich freue mich schon auf den nächsten Band! :D


4 Panda Wertung

Fazit

Pro:
  • Süße Liebesgeschichte
  • Sympathische Charaktere
  • Witziger Schreibstil
  • Tolles Heimatfeeling

Contra:
  • Liebesgeschichte manchmal etwas zu rasant
  • Charaktere dadurch leicht unnahbar
  • Etwas überhastetes Ende mit kleinem Informationsdefizit

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Rezension zu "Zurück nach Hollyhill"

Hollyhill, zurück, verliebt, Zeitreise, Alexandra Pilz
Zurück nach Hollyhill
Ganz anders als erwartet und dennoch unfassbar gut!

Zurück nach Hollyhill - Alexandra Pilz

Verlag: Heyne
Seiten: 352
Preis: 16,99€ (HC)
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2013
Erster Teil der Trilogie
Wertung: ☺☺☺☺

Klapptext:

Wie weit würdest du gehen? Um das Geheimnis deiner Herkunft zu lüften, den Jungen deiner Träume zu bekommen und deine Freundin zu retten? Für die 17-jährige Emily werden diese Fragen plötzlich entscheidend, als sie nach dem Abitur in das geheimnisvoll einsame Dartmoor reist, um das Dorf ihrer verstorbenen Mutter zu finden. Ein Dorf, das auf keiner Karte eingezeichnet ist. Das jedoch genau der Junge kennt, der in Emily von der ersten Sekunde an Gefühle auslöst, die irgendwo zwischen Himmel und Hölle schwanken …

Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …

Eigene Meinung:

Anfangs wusste ich nicht wirklich, was ich mir unter diesem Klapptext vorstellen sollte und ich konnte nicht ahnen, wohin es führen wird! Allein das Cover hat schließlich den Ausschlag gegeben, dass Zurück nach Hollyhill bei mir eingezogen ist. Und ich kann wirklich nur Gottseidank sagen!

Man wird gleich am Anfang mit dem mysteriösen Brief von Emilys verstorbener Mutter konfrontiert, die diese auffordert nach Hollyhill zu reisen. Auch Fee, Emilys enthusiastische beste Freundin, lernt man hier kennen und mögen. Gemeinsam beraten sie, ob Emily nach England reisen soll und entscheiden sich dafür. Schade, dass es das auch schon von Fee war, ich hätte gerne mehr von ihr erfahren!

Da irgendwie keiner - nicht einmal Google - eine Ahnung hat, wo Hollyhill liegt, nimmt sie einen Bus ins Zentrum Dartmoors und lernt dort Matt kennen. Dieser liest sie auf als sie gerade zu Fuß im Regen unterwegs war und ist zufälligerweise in die Richtung, in der Hollyhill liegt, unterwegs. Als er sie kurze Zeit später dort absetzt findet sie heraus, dass er sogar dort wohnt. Aufgrund der Beschreibungen der Autorin konnte ich mir ohne viele Worte Hollyhill sehr gut vorstellen und auch die Bewohner waren zwar etwas schrullig, aber definitiv liebenswert. Schade fand ich es hier, dass man bis auf die beiden Hauptfiguren Emily und Matt recht wenig bis gar nichts über die anderen Bewohner erfährt. Sie bleiben recht blass und sind so für mich als Personen nicht allzu greifbar gewesen. Durch ihre wenigen Auftritte konnte man zwar Sympathien bilden, aber eben keine Bindung.

Matt war für Emily und mich schwer einzuschätzen. Manchmal ist er hilfsbereit und nett, manchmal eiskalt und abweisend und würde sie am Liebsten aus dem Dorf haben. Trotz dessen war er mir recht sympathisch, vor allem, als seine Beweggründe aufgedeckt wurden, wieso er sich so verhält. Ich fand es hier sehr angenehm zu lesen, dass er zwar eine Art Bad Boy Attitüde hatte (ihr wisst schon.. Junge behandelt Mädchen schlecht weil er's kann und gut aussieht), diese aber logisch begründet ist und sich dann auch ablegt, als er merkt, dass Emily ganz anders ist als er dachte.

Auch für mich war Emily anders als gedacht. Sie ist zwar recht impulsiv und handelt auch dementsprechend (sie entscheidet innerhalb von einem Tag, dass sie in zwei Tagen spontan nach England fliegt), ist aber für ihre 17 Jahre schon sehr reif und ganz im Gegenteil zu dem, was man über Gleichaltrige liest, weder kindisch, noch verweichlicht noch lässt sie lieber die Männer die Drecksarbeit machen anstatt selbst anzupacken. Für mich also ein großer Pluspunkt, endlich mal wieder von einer Heldin zu lesen, die stark, klug (sie möchte Medizin studieren) und auch bereit zu handeln ist. Das und ihr Humor hat mich der Geschichte Pluspunkte geben lassen!

Tja, und wenn wir schon bei Pluspunkten sind.. Der Roman hat eine sehr interessante Geschichte, auf die ich so nicht vorbereitet war. Ich habe es mir extra gespart, noch einmal den Klapptext zu lesen bevor ich mich ins Buch stürze, um nicht voreingenommen zu sein. Und es hat sich gelohnt! Die Geschichte plätschert zwar anfangs noch ruhig, aber keinesfalls langweilig oder langatmig dahin, baut sich dann aber immer weiter auf und es kommt zu Wendungen, die ich so nicht erwartet habe. Okay, das ist ein klein wenig gelogen, denn ungefähr eine Seite bevor es geschehen ist hatte ich ne Idee, was passieren könnte. Aber mehr auch nicht! ;-)
Sie wird gegen Ende sogar nochmal richtig spannend und hatte einen Hauch von Krimi, sodass ich es nicht erwarten konnte zum Ende zu gelangen. Trotz anderer Schauplätze bleiben Hollyhill und ihre Bewohner immer Dreh- und Angelpunkt, was ich sehr gelungen fand.

Auch eine Liebesgeschichte ist vorhanden, die endlich mal nicht das typische Young Adult- bzw. New Adult-mäßige hat, sondern einfach nur süß ist, ohne dass sich diejenigen gleich an die Wäsche wollen. Hach. Ab und an musste ich sogar seufzen. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier für mich wieder, dass es ein klitzekleines bisschen zu schnell ging, aber hey, das haben die zwei dann wieder durch ihre Persönlichkeiten und ihr Miteinander wettgemacht, denn man erfährt im Gegensatz zu anderen Romanen dieses Genres sehr viel über ihre Gefühlswelt.

Das Buch ist insgesamt rund und stimmig und hat mich sehr gut unterhalten. Vor allem gegen Ende hin war es sehr spannend und actionreich, ich freue mich wirklich auf die Fortsetzung! Deswegen gibt es von mir 4,5 Pandas und eine Leseempfehlung!


Fazit:

Pro:

  • Starke, sympathische Protagonistin
  • Spannende Geschichte
  • Tolles Setting
  • Viel Wortwitz und Humor
  • Süße Liebesgeschichte
Contra:
  • Nebenfiguren bleiben zu blass
  • Liebesgeschichte einen Tick zu schnell

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Rezension zu "Addicted to you - Bedingungslos"


Leider schwächer als Schwerelos, aber dennoch ein guter Abschluss der Reihe!

Addicted to you - Bedingungslos - M. Leighton

Verlag: Heyne
Seiten: 368
Preis: 8,99€ (TB)
Erscheinungsdatum: 11. August 2014
3. Teil einer Trilogie
Wertung: ☺☺☺,5

Klapptext:

Olivia Townsends reiche Cousine Marissa hat alles, was man sich nur wünschen kann – sie hat ihren Traumjob gefunden, der sie erfüllt, führt ein Leben voll Glanz und Glamour und ist überall beliebt. Zumindest bei allen, deren Freundschaft für Geld zu kaufen ist. Doch eines Tages gerät Marissas heile Welt durch eine Verwechslung aus den Fugen und sie landet schließlich in den Armen des heißesten, aber auch gefährlichsten Mannes, der ihr je begegnet ist. Er ist für Marissa ein Buch mit sieben Siegeln; gleichzeitig fühlt sie sich magisch von ihm angezogen und kann ihm einfach nicht widerstehen: Der leidenschaftliche Rausch macht sie blind, und sie kann nicht entkommen – vielleicht nicht einmal überleben ...

Eigene Meinung:

Der letzte Teil der Addicted to you - Reihe ist noch einmal ganz anders als seine Vorgänger. Waren bisher Olivia und Cash die Hauptpersonen, sind es nun Marissa und Nash. Das hatte sowohl gute als auch negative Seiten.

Die Entwicklung von Marissa nach ihrer Entführung wird gleich am Anfang weiter untermauert. Konnte man am Ende von Schwerelos noch nicht glauben, dass sie sich wirklich geändert hat, so wird man hier eines besseren belehrt. Denn Marissa gesteht sich eigentlich das ganze Buch über ein, wie arrogant und oberflächlich sie sich in der Vergangenheit verhalten hat und wie sehr sie vor allem Materielles über alles andere gestellt hat.

Es ist mir eigentlich nicht wichtig, was er von mir hält, aber es trifft mich doch, dass andere eine derart schlechte Meinung von mir haben. War ich wirklich so ein Miststück?

Ich fand es sehr gut, wie das immer wieder - wenn auch Gottseidank nicht übertrieben oft, sondern dosiert - aufgegriffen wurde. Man hatte wirklich das Gefühl, als sei sie plötzlich wach gerüttelt worden und sieht die Welt und sich selbst mit anderen Augen. Einzig und allen dass sie Olivia auf eine sehr hohe Stufe stellt und wie eine Heilige behandelt, weil sie ihr gegenüber so viel gut zu machen hat, war leicht überzogen.

Und es fühlt sich gut an, mich vor meinem bisherigen Leben und den Menschen zu verstecken, die darin seit Jahren eine große Rolle spielen. Fast wünsche ich mir, alles Alte loszuwerden und Neues zu suchen. Und das ist wirklich das Seltsamste von allem. [...] Vielleicht ist das die neue Marissa. Und vielleicht will ich die alte Marissa einfach loswerden und ganz in die neue schlüpfen.

Doch auch Nash hat an seiner Vergangenheit zu knabbern. Man erfährt hier einiges über die Jahre, die er versteckt auf einem Schmuggelschiff leben musste - und die sind wirklich nicht schön. Teilweise sogar recht grausam. Kein Wunder also, dass er ziemlich verbittert und wütend auf die ganze Welt ist. Diesen mehr oder weniger unterschwelligen Zorn, der ihn zeitweise zu beherrschen scheint, merkt man auch vor allem anfangs immer in seinem Tun und Handeln. Die Verlorenheit, die er spürt, verbindet ihn mit Marissa. Auch sie hat ein für sie drastisches Ereignis in Form ihrer Entführung und den damit zusammenhängenden Todesängsten durchleben müssen. Und langsam beginnt er durch und mit ihr sich zu öffnen.

Ich bin lange fort gewesen - fort von der Zivilisation, die ich einmal gekannt habe, fort von einem liebevollen Zuhause und dem Leben, wie ich es damals gehabt habe. Ich habe gelernt, nichts zu vermissen. Bis jetzt.

Und auch Marissa sieht in Nash mehr als er selbst denkt. Die beiden geben sich ohne es erst zu wissen Kraft und treiben sich gegenseitig an, um ein besserer Mensch zu werden. Besonders gut hat es mir gefallen, dass bei beiden eine sichtliche Entwicklung zu sehen war. Bei Marissa begann diese ja bereits in Schwerelos, führte aber in Bedingungslos weiter. Sie wird stärker, setzt sich durch und auch einiges aufs Spiel. Doch auch Nash wandelt sich.

Er ist wie eine Rebellion. Wie Freiheit. Vielleicht ein bisschen wie eine Rettung. Bis vor Kurzem wusste ich nur noch nicht, dass ich gerettet werden muss.

Wie ihr seht, habe ich mir sehr viele Stellen im Buch markiert, die mir besonders gut gefallen haben und die die angesprochene Wandlung der beiden zeigen. Leider war das dann auch schon der gröbste Inhalt des Buches, denn im Mittelpunkt stehen mittlerweile nicht mehr die Bedrohung der Mafia, sondern eher die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Ich hatte durchweg das Gefühl, dass es sich nur um die Beiden dreht und wie eher die Mafia die Randrolle eingenommen hat um immer mal wieder einen Anstupser zu geben, dass die beiden sich näher kommen oder offener werden können. So überdenkt Nash seit er Marissa kennt sein Handeln und handelt anders als der alte Nash, um ein besserer Mensch für sie zu sein.

Man kann also sagen, dass das Buch im Grunde die Entwicklung von Marissa und Nash beschreibt, verpackt in eine Romanze mit gewohnten Erotikszenen zwischen den beiden und mit der ständigen Bedrohung der Mafia, die in Bedingungslos gar nicht mehr so bedrohlich war. Es war zwar schön und angenehm zu lesen, denn ich lese sehr gerne von solchen Charakterwandlungen, vor allem wenn sie glaubhaft beschrieben sind, allerdings denke ich, dass der Fokus nicht ganz korrekt gelegt wurde. War in Schwerelos noch alles spannend und irgendwie thrillermäßig, ist das im letzten Band fast völlig verschwunden, ja ich würde sogar fast behaupten langweilig geworden. Schade eigentlich. Es gab nicht mal irgendwelche Hindernisse für die Gruppe, sondern alles lief ganz wie geplant und ruhig ab. Das war zu einfach, denn schließlich hat es Jahre gedauert bis die Sache überhaupt ins Rollen kam.

Auch dem Perspektivenwechsel stand ich am Anfang recht skeptisch gegenüber, da ich lieber noch mehr von Cash und Olivia lesen wollte, aber wenn man weiß, wo die Autorin hin wollte (nämlich zu diesen Charakterentwicklungen) war es nachvollziehbar und schließlich doch gut, denn eigentlich war die Geschichte der beiden ja mit Schwerelos bereits nahezu abgeschlossen.
Apropos Cash und Nash. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass die Autorin selbst irgendwie keine Lust mehr auf ihr Buch hat oder von ihren eigenen Namen ganz konfus wurde. Mir ist es nämlich geschätzt mindestens 5x aufgefallen, dass sie die Namen der Zwillinge vertauscht hatte. So hatte Cash beispielsweise Marissa lüstern angesehen, obwohl dieser eigentlich mit Olivia gleichzeitig im Bett lag. Tja... bei solchen Namen... ;-)

Insgesamt empfand ich Bedingungslos als schönen Abschluss, der aber eher dahin plätscherte als wie sein Vorgänger spannend zu sein. Die Entwicklungen der Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allerdings lag mir der Fokus meiner Meinung nach zu sehr auf der Romanze als der Geschichte mit der Mafia.

Deswegen gibt es von mir 3,5 Pandas.


Reihe:


Danke für das Rezensionsexemplar!!

Fazit:

Pro:

  • sympathische Protagonisten
  • glaubhafte Entwicklung von Nash und Marissa
  • süße Liebesgeschichte

Contra:
  • Fokus liegt zu sehr auf Romanze
  • Geschichte plätschert dadurch vor sich hin
  • Problemlösung zu schnell und einfach ohne Hindernisse abgehandelt

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Rezension zu "Westeros"

Westeros, Lied von Eis und Feuer, Game of Thrones, Stark, Targaryen, Lennister
Westeros
Grandiose Chronik für alle Fans von Game of Thrones und die, die es noch werden wollen!

Westeros - George R. R. Martin

Verlag: Penhaligon / Blanvalet
Seiten: 336
Preis: 29,99€ (HC)
Erscheinungsdatum: 16. März 2015
Bildband Chronik
Wertung: ☺☺☺☺☺

Klapptext:

Um eine fantastische Welt lebendig erscheinen zu lassen, benötigt sie eine Vergangenheit. Daher erschuf Bestsellerautor George R.R. Martin den fiktiven Kontinent Westeros, auf dem sein Meisterwerk Das Lied von Eis und Feuer / Game of Thrones spielt, in jahrelanger Detailarbeit. Dieser prachtvoll ausgestattete Bildband präsentiert erstmals die Geschichte von Westeros – beginnend in der Zeit, in der die ersten Menschen den Kontinent betraten, über die Ankunft von Aegon dem Eroberer und seinen Drachen bis zu Robert Baratheons Rebellion gegen den wahnsinnigen König Aerys II. Targaryen. Damit ist WESTEROS – Die Welt von Eis und Feuer der wahre Prolog der erfolgreichsten Fantasyserie unserer Zeit.

Eigene Meinung:

Also erst einmal vorneweg: Westeros wird als Bildband angepriesen, das kann man aber so nicht direkt behaupten. Es beinhaltet zwar einige Karten und Zeichnungen von Menschen, Wappen und Schauplätzen, allerdings überwiegt dann doch der Textanteil, weswegen Bildband nicht ganz die richtige Bezeichnung ist.

Aber fangen wir doch mal von vorne an! Schon beim Auspacken habe ich mich wie ein kleines Kind darüber gefreut. Die Aufmachung ist wirklich genial und schon alleine das Cover... WOW! Es ist im gleichen Stil wie die Bücher gehalten, hat aber einige Prägungen beim Targaryen-Wappen sowie der großen Schrift. Ich konnte nicht anders und musste das Buch erst einmal streicheln. Und nochmal. Und nochmal. Alleine dadurch hebt es sich schon von anderen Werken ab.

Als nächstes ist mir das Lesebändchen ins Auge gesprungen, das bei so einem dicken großen Buch wirklich hilfreich ist. Ich bin ja ein Fan von Lesebändchen! :D Beim ersten Durchblättern sind mir vor allem die wunderbaren, detaillierten Zeichnungen aufgefallen sowie ganz hinten die unglaublich ausführlichen Stammbäume (Targaryen, Stark und Lennister). Ich frage mich immer wieder aufs neue, wie man es schafft, eine solch umfangreiche und zusammenhängende Welt zu schaffen. Dasselbe gilt für all die Wappen, Karten und natürlich die Geschichte an sich. Wie ihr merkt, bin ich ganz begeistert davon - und ich bin noch nicht mal auf den Text eingegangen! Aber seht erst einmal selbst:




Wenn ihr euch für Westeros interessiert, muss euch klar sein, dass es sich hier um die Vorgeschichte zu Das Lied von Feuer und Eis handelt. Ihr werdet hier also keine neuen Informationen zur aktuellen Story erhalten, sondern wirklich nur Informationen über Dinge, die bereits geschehen sind. Es fängt mit den Ureinwohnern Westeros und der Ankunft der ersten Menschen über die ersten Drachen an und endet an der Stelle, an der die Bücher beginnen. Dadurch, dass viele Sachen überliefert wurden, wird auch immer wieder auf unsichere oder mehrere Quellen hingewiesen. Das gibt Westeros irgendwie einen Touch mystisches Geschichtsbuch. Auch die Aufmachung passt hier sehr gut, denn ganz wie bei sehr alten Büchern sind die Seiten eben nicht mehr weiß, sondern schon eher beige und vergilbt bzw. eben leicht braun an den Rändern.

Generell konnte ich das Buch nicht so schnell aus der Hand legen und habe noch bis tief in die Nacht darin geblättert. Es ist sehr umfangreich, informativ und auch spannend, sodass es eigentlich ein MUSS für jeden Fan von Game of Thrones ist. Auch Anspielungen oder Zusammenhänge kann man dank Westeros nun besser verstehen, da man nun auch alle wichtigen Sachen der Vergangenheit kennt. Außerdem hat es nun zu reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff zwischen mir und meinem Freund geführt, wie eigentlich jede neue Folge von Game of Thrones.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Westeros eine super Ergänzung für alle Fans ist, die mehr über die Welt von Das Lied von Feuer und Eis wissen wollen. Vor allem für die, die nur die Serie kennen ist es eine gute Ergänzung, da hier auch auf Völker eingegangen wird, die man sonst nicht kennt (bspw. die Pfahlbaummenschen), aber auch die Abschnitte über die sieben Königslande waren so interessant, dass ich es in Kauf genommen habe, weniger Schlaf als sonst zu bekommen. Da es zu jedem Königsland eine Karte gibt, sind diese viel detailreicher als die kleinen Versionen in den Büchern dargestellt. Ein grandioses Buch, das meine Erwartungen übertroffen hat!!

Deswegen gibt es 5 Pandas.

5 Pandas Bewertung


Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für das Rezensionsexemplar! Ich LIEBE das Buch. ♥♥


Fazit:

Pro:
  • Großartige Zeichnungen, Karten, Stammbäume
  • Interessante, spannende und umfangreiche Vorgeschichte
  • Tolle Aufmachung sowohl mit Cover als auch Inhalt

Contra:
  • -

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