Rezension zu "Frostblüte"

Frostblüte - Rezension - Zoë Marriott - Buch Blog - Pandastic Books
FrostblüteZoë Marriott

Verlag: Carlsen
Seiten: 464
Preis: 14,99 € (TB)
Erscheinungsdatum: 2. Oktober 2013
Einzelband
Wertung: ☺☺☺☺




Klapptext:  

Frost lässt keinen an sich heran - aus gutem Grund: Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt. Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis?

Eigene Meinung: 

"Als der Wolf das erste Mal von mir Besitz ergriff, war ich acht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich für normal gehalten."

Frostblüte erinnert an ein Märchen, nur ganz ohne Feen, Hexen, Trolle und was es sonst noch so alles gibt. Die Thematik, nämlich der Wolf, der in ihr inne wohnt ist in diesem Sinne der einzige märchenhafte Teil (mal von den Legenden etc. abgesehen) und reicht dennoch komplett aus, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte ein Märchen zu lesen. Sehr beeindruckend.
Auch die Geschichte an sich ist sehr interessant, vor allem da es sich nicht ausschließlich um Frost und ihren Kampf gegen den Wolf handelt, sondern auch das Umfeld nicht zu kurz kommt. Als Frost von der Berggarde, die die Bewohner vor den Aufständischen schützen soll, aufgegriffen wird, kommt die Geschichte ins Rollen. Gut ist hierbei, dass sich das Geschehen in einem überschaubaren Rahmen abspielt und nicht epische Ausmaße annimmt. Trotzdem wäre eine Karte von Frosts Reise und den darauffolgenden Ereignissen und Schauplätzen wirklich wünschenswert gewesen. Auch die mangelnde Beschreibung der Umwelt lässt Spielraum für die Fantasie.
Die Autorin hat sich viel Mühe bei der Ausarbeitung der Protagonistin gegeben, wie man immer wieder im Verlauf der Geschichte merkt: Nach und nach, Stückchen für Stückchen erfährt man Dinge aus ihrer Vergangenheit, die zum langsam Gesamtbild von Frost hinführen. Man tappt also lange im Dunklen und kann sich nur im Laufe der Geschichte zusammenreimen, was passiert ist. Das persönlich fand ich sehr gut, weil Frost dadurch durchweg ein interessanter, mystischer Charakter blieb und man nicht das Interesse an ihr verlor. Durch ihre schrecklichen Erinnerungen und Erlebnisse ist sie auch zu dem geworden, was sie ist: stark und geheimnisvoll, aber auf der anderen Seite auch kindlich und unsicher. Vor allem durch eben diese Vergangenheit (entschuldigt bitte, dass ich nicht näher drauf eingehe, aber das wären fiese Spoiler :/) entsprechen ihre Handlungen nicht immer ihrem Alter. Auch in Sachen Liebe ist sie sehr unbedarft und auch misstrauisch. Allerdings war das Auf und Ab zwischen starker, unabhängiger Frau und kleinem verschreckten Mädchen nicht immer ganz nachvollziehbar, wohingegen ihre Entwicklung, die sie innerhalb des Buches durchmacht, mehr als glaubwürdig ist.
Die im Klappentext schon erwähnte Liebesgeschichte hatte mich leider nicht wirklich überzeugt, was ich sehr bedauere. Der Anfang ist noch sehr süß, allerdings hatte ich im weiteren Verlauf und vor allem am Ende den bitteren Nachgeschmack, dass sie sich falsch entschieden hat.. Das hat mir leider das Gesamtbild etwas verdorben. 
Die zwei Haupt-Nebencharaktere Luca und Arian waren schön gezeichnet und hatten auch eine vielschichtige, interessante und auch dramatische Vergangenheit, die sich sehr schön in das Gesamtbild eingefügt hat. Hier ist es genau wie mit Frost: Sie wurden beide durch ihre Vergangenheit geprägt und handeln auch in Einklang mit dieser. Die Geschichte wird dadurch noch schlüssiger für mich und die Charaktere tiefgründiger. Besonders einer der beiden hatte es mir angetan. ;-)

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, auch wenn das fast durchweg positive Bild durch ein paar Kleinigkeiten getrübt wird.

Deswegen gibt es hier 4 Pandas. :)



Frostblüte - Rezension - Zoë Marriott - Bewertung - Buch Blog - Pandastic Books






Fazit:  

Pro:
• gute Geschichte
• tiefgründige Charaktere
• Märchen, ganz ohne die üblichen Mitmischer (Hexen, Trolle, ..)
• glaubwürdige Entwicklung der Charaktere
• Story bleibt im überschaubaren Rahmen


Contra:
• fehlende Karte
• Liebesgeschichte konnte nicht überzeugen
• Frost manchmal zu kindlich für ihr Alter

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